Adrian Newey, Honda, neue Werkzeuge: Aber ist Aston Martin bereit für 2026?
| . | . | . |
Aston Martin hofft, unter dem neuen Formel-1-Reglement 2026 einen großen Schritt nach vorn zu machen: Mit Technik-Genie Adrian Newey als Teamchef, Honda als Motorenpartner und Investitionen in die hochmodernen Einrichtungen wurde der Grundstein bereits gelegt. Doch wie weit ist das Projekt tatsächlich? LAT Images Ist Aston Martin bereit für den großen Durchbruch in der Saison 2026?
Aston Martin zählte zu den ersten Formel-1-Teams, die den Schwerpunkt frühzeitig auf das neue Reglement verlagerten. Laut Teamführung und Fahrern führte das zwar zu einer “sehr schmerzhaften” Saison 2025, soll sich nun jedoch auszahlen. Zudem wurde hinter den Kulissen kräftig investiert. Die Verpflichtung von Adrian Newey war ein zentraler Baustein, ebenso die Partnerschaft mit Honda und die neuen Anlagen auf dem Silverstone-Campus. Der entscheidende Punkt ist nun jedoch, all diese Elemente sinnvoll zusammenzuführen, wobei 2025 bewusst als Lernjahr diente.
//jseAo3c(“Rect”);
Das gilt sowohl auf menschlicher Ebene, etwa bei der Integration des Teams, als auch für die Validierung der neuen Werkzeuge. Die wenigen Updates der vergangenen Saison sollten nicht primär den enttäuschenden AMR25 verbessern, sondern vor allem die neuen Entwicklungsinstrumente des Teams absichern. Die Werkzeuge: Ist die Korrelation jetzt gut genug? Mit dem Näherrücken der neuen Formel-1-Ära stellt sich die Frage, wo Aston Martin aktuell steht und ob das Team bereit ist, unter den neuen Regeln einen großen Schritt nach vorn zu machen. “Wir sind zumindest in einer deutlich besseren Position [als zu Beginn von 2025]”, erklärte Andy Cowell auf Nachfrage von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network. Aston Martin: Alle F1-Autos seit 1991, von Jordan über Force India & Co.
“Durch die Updates, die wir durchgeführt haben, gab es eine gezielte Anstrengung sicherzustellen, dass unser CFD-Verständnis, unser Windkanal-Verständnis und unsere Messungen auf der Strecke so gut wie nur möglich sind. Wir wollen sicherstellen, dass wir gründliche Ingenieursarbeit leisten, sodass wir – wenn wir uns die Daten aus diesen drei Welten anschauen, den drei Welten der Aerodynamik – die bestmöglichen Messungen vorgenommen haben.” Cowell, der von seiner Rolle als Teamchef zurücktreten musste, betonte die Notwendigkeit, dass CFD-, Windkanal- und Streckendaten übereinstimmen. In der modernen Formel 1 ist das entscheidend, und war etwa bei Red Bull über Jahre ein Problem. LAT Images Adrian Newey ist der neue Teamchef bei Aston Martin
Christian Horner beschrieb es einst als “auf verschiedene Uhren schauen”. Stimmen die Eindrücke auf der Strecke nicht mit den virtuellen Werkzeugen überein, wird es nahezu unmöglich, eine Entwicklungsrichtung festzulegen und ihr zu vertrauen. Trotz des grundlegend neuen Reglements hat Aston Martin massiv investiert, um sicherzustellen, dass diese “drei Uhren” dieselbe Zeit anzeigen. “Wir haben uns die Unterschiede genau angesehen und versucht, sie zu verstehen. Was sagt die Strecke, also die reale Welt, und was sagen die beiden anderen Simulationen, eine empirische und eine computerbasierte? Das Update in Imola war dafür ein starkes Beispiel. Der Frontflügel und der Unterboden, die wir gebracht haben, lieferten anschließend sehr gute Daten, um unser Verständnis zu verbessern.” Honda-Projekt: Verdichtungsverhältnis und Wiederaufbau In der Folge hat sich die Korrelation verbessert, eine Erfolgsgarantie ist das jedoch keineswegs. Alles hängt vom 2026er-Paket ab, sowohl aerodynamisch als auch auf der Motorenseite. Die FIA erwartet, dass das Power-Unit-Thema, insbesondere der Verbrennungsmotor, 2026 der größte Performance-Differenzierer sein wird. Damit rückt die Frage in den Fokus, wo Honda aktuell steht. LAT Images Der Honda-Motor ist einer der großen Unbekannten bei Aston Martin
Angesichts der jüngsten Erfolge mit Red Bull ist die Erfolgsbilanz des japanischen Herstellers stark, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Hondas Formel-1-Projekt hat erhebliche Veränderungen durchlaufen. Koji Watanabe räumte im vergangenen Jahr gegenüber Motorsport.com ein, dass zahlreiche Mitarbeiter aus dem Formel-1-Programm abgezogen und auf andere F&E-Aktivitäten innerhalb des Konzerns verteilt worden seien.
//jseAo3c(“Rect”);
Das war eine direkte Folge von Hondas Entscheidung, die Formel 1 Ende 2021 offiziell zu verlassen. Anschließend schloss die Marke eine Vereinbarung mit Red Bull, um die Power Units bis Ende 2025 weiter zu betreiben – inklusive der geistigen Eigentumsrechte. Die Auswirkungen auf das Projekt waren jedoch bereits spürbar. Nach der Partnerschaft mit Aston Martin für 2026 musste Honda das Programm daher in Teilen neu aufbauen.
//jseAo3c(“Rect”);
Eine weitere Variable ist die jüngste Kontroverse um das Verdichtungsverhältnis. Für 2026 wurde dieses von 18:1 auf 16:1 reduziert, inzwischen ist jedoch durchgesickert, dass Mercedes und Red Bull Powertrains möglicherweise eine Grauzone ausnutzen. Anzeige Aston Martin F1 Team Fanartikel
Jetzt Aston Martin F1 Team Fanartikel kaufen
Gespräche mit der FIA sind für den 22. Januar angesetzt, da beide Hersteller offenbar die statischen Tests bei Umgebungstemperatur bestehen, im Betrieb jedoch ein höheres Verhältnis erreichen können. Audi, Ferrari und Honda haben die FIA um Klarstellung gebeten – ein Hinweis darauf, dass die Japaner diese Grauzone selbst nicht genutzt haben. Auf der anderen Seite dürfte Honda den Großteil des Know-hows weiterhin im Haus haben, und laut Cowell entwickelt sich die Zusammenarbeit mit Aston Martin wie erhofft. Das Team aus Silverstone verfügt dabei über zwei Trümpfe: Cowell selbst, der aus seiner Zeit bei Mercedes High Performance Powertrains umfassende PU-Expertise mitbringt, und Newey. LAT Images Andy Cowell übergibt die Leitung an Adrian Newey, bleibt aber dabei
“Ich denke, das ist ein großer Vorteil. Adrian kennt, versteht und respektiert Honda”, sagt Cowell. “Und genau das hilft bei allen Gesprächen. Die Beziehung ist bereits da, sodass man sehr schnell in die ingenieurtechnischen Details einsteigen kann.”
//jseAo3c(“Rect”);
Er ist daher überzeugt, dass Aston Martin nicht dieselben Fehler machen wird wie McLaren einst in der Kommunikation mit dem japanischen Hersteller: “Ich denke, unser Team ist ingenieursgetrieben, und Honda ist ebenfalls ingenieursgetrieben. Sobald man bei den technischen Themen ist, sprechen wir die gleiche Sprache.” Motivation und Infrastruktur, insbesondere im japanischen Sakura, sind vorhanden. Doch nach dem offiziellen Ausstieg aus der Formel 1 und dem späteren Wiederaufbau muss Honda sich erneut beweisen. Hinzu kommt, dass die Partner Aramco und Valvoline in der modernen Formel 1 vergleichsweise unerfahren sind.
//jseAo3c(“Rect”);
Das erklärt auch, warum Andy Cowell, nachdem Adrian Newey zum Jahreswechsel die Rolle des Teamchefs übernommen hat, vor allem damit betraut ist, all diese technischen Aspekte auf der Motorenseite zusammenzuführen und bestmöglich zu verknüpfen. Aero und Chassis: Newey-Faktor – oder braucht es Zeit? Der letzte Faktor ist folgerichtig das Chassis- und Aeropaket, das Aston Martin entwickelt. Es ist eng mit Honda verknüpft, da das Team nun den Luxus eines Werksteams genießt. Das Design muss nicht länger an einen Kundenmotor von Mercedes angepasst werden, sondern kann gemeinsam mit Honda kompromisslos auf Rundenzeit optimiert werden. “Für unsere Ingenieure ist das befreiend”, sagt Cowell. “Sie haben jetzt die Möglichkeit, diesen Dialog zu führen und Daten darüber auszutauschen, wie man das Heck des Chassis am besten verpackt, die Front der Power Unit, wie man Kühlsysteme optimal auslegt und so weiter. Wie optimiert man die Rundenzeit über all diese Systeme hinweg?” Die Motorsport-Karriere von Adrian Newey
Auch wenn dieser Ansatz Risiken birgt, ebenso wie die Eigenentwicklung des Getriebes, dürfte er langfristig Vorteile bringen. Die zentrale Frage ist, wann alle Bausteine wirklich zusammenpassen. Dan Fallows, ehemaliger Technischer Direktor bei Red Bull und Aston Martin, erklärte im Podcast James Allen on F1, dass es in der Regel Zeit braucht, um all diese Puzzleteile zusammenzufügen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Es ist ein Team auf einer Reise, das durchaus beeindruckende Fortschritte macht. Der Wechsel zu Honda war für sie ein großer Schritt, weil sie jetzt ein Werksteam sind. Ob die Honda-Power-Unit zu Beginn dort sein wird, wo sie sein muss, ist ein Diskussionspunkt, aber wir haben gesehen, dass Honda entwickeln kann und enorme Ressourcen investiert hat. Selbst wenn sie also nicht sofort dort sind, werden sie es in relativ kurzer Zeit schaffen.” “Es ist eine Wachstumsphase für das Team, und das sollten wir nicht vergessen. Auch wenn Adrians Einstieg einen großen Schritt in ihrer Entwicklung markiert, ist es immer noch ein Prozess, und der braucht Zeit. Sie sind von etwas, das bei meinem Einstieg ein relativ kleines Team mit einer relativ kleinen Fabrik war, zu etwas gewachsen, das eher die Größe hat, die man braucht – aber es dauert lange, bis die verschiedenen Abteilungen korrekt zusammenarbeiten.” Getty Images Bilder, die es 2026 nicht geben soll: Fernando Alonso fliegt in Suzuka ab
“Und ich glaube, Adrian wäre der Erste, der zugibt, dass man nicht von null zu absoluten Titelanwärtern in kürzester Zeit werden kann. Entscheidend ist für sie, dass sie diese Reise in die richtige Richtung fortsetzen.” Langfristig sollte das zum Erfolg führen, möglicherweise jedoch nicht sofort im ersten Jahr unter dem neuen Reglement.
//jseAo3c(“Rect”);
“Ich glaube nicht, dass irgendjemand im Team erwartet, von Beginn an Titelanwärter zu sein”, ergänzt Fallows. “Aber ich habe schon mit Adrian gearbeitet, und er ist in der Lage, Überraschungen aus dem Hut zu zaubern – also wer weiß! Wenn wir jedoch gute Fortschritte des Teams sehen, werden sie damit in diesem Jahr zufrieden sein.” Das fasst den aktuellen Stand von Aston Martin treffend zusammen. In vielen Bereichen, insbesondere Einrichtungen, Personal, Honda und den neuen Partnern, befindet sich das Team noch im Aufbau. Normalerweise braucht ein solcher Prozess Zeit, bevor die Früchte wirklich geerntet werden können. Die einzige mögliche Abkürzung wäre, dass Newey eine technische Lösung findet, die andere nicht haben. Angesichts seiner Erfolgsbilanz ist das keineswegs ausgeschlossen. Ohne einen weiteren Newey-Coup könnte es jedoch etwas länger als nur bis 2026 dauern, bis das Puzzle für einen ernsthaften Titelangriff vollständig zusammengesetzt ist.
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





