Aston-Martin-Krise: “Mir kommt das ein bisschen vor wie Toyota”
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Die aktuelle Krise von Aston Martin hat laut Formel-1-Experte Marc Surer nicht nur etwas mit dem neuen Motorenpartner Honda zu tun. Auch ganz unabhängig von der Zusammenarbeit mit den Japanern sieht er beim Rennstall aus Silverstone einige Baustellen. Getty Images AsiaPac Ist Adrian Newey der falsche Mann als Teamchef?
“Mir kommt das ein bisschen vor wie Toyota”, zieht Surer in einem exklusiven Interview auf dem YouTube-Kanal von einen Vergleich und erklärt: “Toyota hat damals auch eingekauft, Geld spielte keine Rolle. Sie hatten das größte Team zeitweise in der Formel 1 mit über 1.000 Leuten.” “Und es ist nichts daraus geworden”, erinnert Surer und erklärt, Toyota habe in seiner Zeit in der Königsklasse keinen WM-Titel und “nicht mal ein Rennen gewonnen”. Toyota war mit einem eigenen Werksteam zwischen 2002 und 2009 insgesamt acht Jahre in der Formel 1 aktiv.
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Obwohl man in diesem Zeitraum ein großes Budget zur Verfügung hatte, kam man in 139 Rennen nicht über drei Polepositions und 13 Podestplätze hinaus. In der Weltmeisterschaft war P4 in der Saison 2005 das beste Ergebnis. Ende 2009 zog man schließlich den Stecker. Tatsächlich gibt es durchaus Parallelen zu Aston Martin. Seit das Team aus Silverstone unter diesem Namen an den Start geht, holte man in bislang fünf Jahren in der Formel 1 ebenfalls noch keinen Sieg – obwohl Teambesitzer Lawrence Stroll eine Menge Geld in die Hand nahm. Viele prominente Neuzugänge, aber kaum Erfolg So bekam der Rennstall in den vergangenen Jahren nicht nur eine neue Fabrik, es wurden auch zahlreiche große Namen für das Formel-1-Projekt verpflichtet. Auf Fahrerseite waren das zunächst Sebastian Vettel und später Fernando Alonso, und auch auf der Managementebene wurde das Team prominent verstärkt. In den vergangenen Jahren kamen beispielsweise der ehemalige McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh und der langjährige Mercedes-Motorenchef Andy Cowell nach Silverstone. Dazu holte man Dan Fallows von Red Bull und Enrico Cardile von Ferrari. Höhepunkt war 2024 die Verpflichtung von Design-Legende Adrian Newey. “Der Fisch stinkt vom Kopf” | Aston Martin in der Krise! Video wird geladen… Der Saisonauftakt in Melbourne wurde für Aston Martin zum Debakel.
“Wenn du zu viele gute Leute hast, gibt es Kompetenzgerangel”, betont Surer allerdings. Und tatsächlich gab es bei Aston Martin in den vergangenen Jahren immer wieder Umstrukturierungen. Einige Neuzugänge haben das Team inzwischen schon wieder verlassen. Aktuell ist Newey Teamchef, was laut Surer aber keine Dauerlösung sein kann. “Das ist ein Techniker, ein super Techniker, der Beste, den wir kennen”, betont Surer. Aber: “Das ist kein Teamchef für mich.” Dementsprechend könnte bei Aston Martin schon bald die nächste Umstrukturierung anstehen.
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Dabei bräuchte das Team laut Surer nun vor allem Ruhe und Kontinuität. “Und das ist noch nicht der Fall. Ich glaube, da müssen sie sich jetzt noch irgendwie zurechtfinden, in dem Haufen mit den vielen guten Leuten, dass jeder seine Aufgabe hat”, so der Experte.
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