Befürchtungen bestätigt? Topteams dominieren ersten Bahrain-Test 2026
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Als die Formel 1 in der Saison 2009 ein komplett neues Reglement bekam, wurde die etablierte Hackordnung in der Königsklasse komplett durcheinandergewirbelt. Am Ende des Jahres standen mit Brawn, das aus dem Honda-Werksteam hervorgegangen war, und Red Bull zwei Teams ganz vorne, die die Saison 2008 lediglich auf P9 und P7 in der Konstrukteurs-WM beendet hatten. Sutton Images Bleiben Ferrari, Red Bull und Co. auch 2026 unter sich?
Wer 2026 auf ein ähnliches Szenario hofft, der dürfte allerdings eine Enttäuschung erleben. Denn nach dem ersten offiziellen Wintertest vor der Saison in Bahrain sieht es danach aus, dass auch in diesem Jahr wieder die vier bekannten Topteams an der Spitze des Feldes stehen. Mercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli fuhr in Sachir in der vergangenen Woche die Bestzeit (1:33.669), dahinter folgten in der Zeitenliste Ferrari (+0,540 Sekunden), McLaren (+0,880) und Red Bull (+1,129). Damit lagen also genau die vier Teams vorne, die auch in den Vorjahren die ersten vier Plätze in der WM belegten.
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“Ich glaube nicht, dass das eine Überraschung ist”, sagt Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane dazu und erklärt: “Bei jeder größeren Regeländerung ziehen die Topteams etwas davon und die kleineren Teams fallen zurück. Ich glaube nicht, dass das jemanden überraschen sollte.” Zwar sei es noch zu früh, um eine finale Einschätzung abzugeben, so Permane. Doch er erklärt: “Wir haben gesehen, dass einige der Topteams ganze Renndistanzen gefahren sind, bei denen man ungefähr weiß, wie viel Benzin sie am Anfang und am Ende hatten. Und wir können sehen, dass sie sehr schnell sind.” Im Hinblick auf die reinen Rundenzeiten war Haas auf P5 mit bereits 1,725 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit in der vergangenen Woche “Best of the Rest”. Alle anderen Teams dahinter lagen am Ende der ersten Bahrain-Woche bereits mehr als zwei Sekunden hinter der Mercedes-Bestzeit. Topteams dank Investitionen in der Vergangenheit vorne? Nun haben die nackten Rundenzeiten bei Testfahrten in der Regel nicht die größte Aussagekraft. Doch Permane glaubt in diesem Fall, dass der Trend kein Zufall ist. Er erklärt, dass in den vergangenen Jahren “drei Dinge” dafür gesorgt hätten, dass sich das Feld zusammengeschoben habe. Konkret nennt er ein stabiles Reglement, den Kostendeckel und das Handicap-System bei der Entwicklung als Gründe. “Das hilft den kleineren Teams aufzuholen”, so Permane. Doch warum ziehen die Topteams dann 2026 womöglich wieder davon? Denn Budgetobergrenze und Handicap-System greifen schließlich auch in diesem Jahr. “Es sind die Werkzeuge, es sind die Menschen”, erklärt Permane. “Diese Dinge ändern sich nicht. Und jeder verbessert sich ständig. Es sind die Werkzeuge, die sich ständig verbessern. Und ich denke, auch die Menschen verbessern sich ständig.” F1-Test Bahrain – Zusammenfassung Tag 3 Video wird geladen…
Heißt: Die Topteams haben seiner Meinung nach die besten Mitarbeiter und die beste Infrastruktur, was es ihnen ermöglicht hat, den Wechsel zum neuen Reglement am besten zu meistern. Bei der Infrastruktur profitieren die großen Teams noch immer von Investitionen in der Vergangenheit.
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“Viele Jahre lang haben wir ohne Budgetobergrenze gearbeitet”, erinnert Permane und erklärt, die Topteams hätten teilweise “mehrere hundert Millionen” mehr ausgegeben als die kleineren Rennställe. Damals habe man sich also eine Infrastruktur und Werkzeuge aufgebaut, “die auch heute noch genutzt werden”. Personal: Die besten Ingenieure “wollen gewinnen” Zudem hätten die Topteams noch immer eine größere Strahlkraft, wenn es darum gehe, die besten Mitarbeiter anzulocken. “Warum sollte der beste Fußballspieler für die beste Fußballmannschaft spielen wollen? Es ist dasselbe. Die Menschen wollen gewinnen”, erklärt Permane.
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Selbst wenn jemand durch den Kostendeckel heutzutage bei einem kleineren Team also genauso viel Geld wie bei einem Topteam verdienen könne, werde er sich im Zweifel eher für den großen Rennstall entscheiden, so Permane. “Das soll kein Team herabsetzen”, stellt er klar. Die Formel-1-Autos 2026 in ihren finalen Designs auf der Rennstrecke
“Aber ich denke, es ist ganz natürlich, dass sich die erfolgreicheren Ingenieure zu den erfolgreicheren Teams hingezogen fühlen”, erklärt er. Gemessen an all diesen Faktoren ist es für ihn keine Überraschung, dass Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull auch zu Beginn der Saison 2026 an der Spitze zunächst einmal unter sich bleiben könnten. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Seine Hoffnung ist allerdings, dass das nicht auf Dauer so bleiben wird. Die Lücke werde sich “ziemlich schnell” wieder schließen, prophezeit er, “denn die Regeln werden hoffentlich stabil bleiben”, so Permane. Und das könnte auf Dauer wie in den vergangenen Jahren dann wieder zu einem deutlich engeren Feld führen.
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