Die Formel 1 fragt sich: Gibt es überhaupt Konkurrenz für Mercedes?
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Nachdem Mercedes die ersten beiden Saisonrennen sowie den zusätzlichen Sprint in Shanghai gewonnen hat, sieht alles danach aus, als ob die Silberpfeile Kurs auf beide WM-Titel nehmen. Es war das wohl vorhersehbarste Szenario der ersten Grands Prix: Schon lange vor dem Start der Saison 2026 galt Mercedes als der klare Favorit – und bisher deutet wenig darauf hin, dass am Ende des Jahres nicht beide Pokale nach Brackley wandern. LAT Images Russell im Duell mit Leclerc: Ist Mercedes unantastbar?
Doch reicht der Vorsprung der Truppe von Toto Wolff zu Beginn der Meisterschaft tatsächlich aus, um der Konkurrenz das gesamte Jahr über davonzurennen? Unsere internationalen Experten bezieht Stellung. Filip Cleeren: Der Vorsprung ist längst nicht so gigantisch wie 2014 Ich versuche, die Sache optimistisch anzugehen. Stand heute gibt es genug Gründe, die darauf hindeuten, dass Ferrari und sogar McLaren Mercedes in diesem Jahr Paroli bieten können. Ralf Schumacher: Warum Verstappens Absturz Hamilton in die Karten spielt Video wird geladen… Lewis Hamilton zeigt in der neuen Formel-1-Saison plötzlich wieder starke Leistungen und ist bei Ferrari deutlich näher an Charles Leclerc dran.
Ja, Mercedes war in freier Fahrt dominant, aber der Abstand ist bei weitem nicht so gewaltig wie im Jahr 2014. Zudem stehen wir erst am Anfang eines frenetischen Entwicklungsrennens, das beim Grand Prix von Miami im Mai so richtig Fahrt aufnehmen wird.
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Wie sehr werden die zusätzlichen Tests zur Bekämpfung des Mercedes-Tricks beim Verdichtungsverhältnis das Team ab Juni tatsächlich einbremsen? Ich vermute, nicht allzu sehr, aber Ferrari scheint da anderer Meinung zu sein. Wenn man sich die Fortschritte ansieht, die McLaren in den Jahren 2023 und 2024 gemacht hat, dann haben wir vom aktuellen Weltmeisterteam sicher noch nicht alles gesehen. Ferrari muss in puncto In-Season-Entwicklung zwar noch mehr beweisen, aber ihr Upside-Down-Heckflügel, der Auspuff-Flügel und die Halo-Verkleidungen deuten darauf hin, dass Teamchef Frederic Vasseur und Technikdirektor Loic Serra in Maranello viel Kreativität und Innovation freigesetzt haben – ein gutes Zeichen. Stefan Ehlen: Der Zug ist abgefahren Ein klares Nein. Die Daten der Rennwochenenden in Australien und China zeichnen ein sehr deutliches Bild: Mercedes hat einen signifikanten Vorsprung auf die Konkurrenz. Das Team liegt im Qualifying klar vorne und kann sich auch im Rennen entscheidend absetzen.
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Keine Chance – nicht einmal für Ferrari. Selbst die bislang schwachen Mercedes-Starts und das Gerangel in den ersten Runden können diese Tatsache nicht verbergen. Wie Vettel 2008: Erster Antonelli-Sieg nach erster Pole I Rennen F1 China 2026 Video wird geladen… Die Freudentränen des Kimi Antonelli gingen nach dem Großen Preis von China um die Welt.
Das Wochenende in China hat jedoch auch gezeigt, dass Mercedes nicht unverwundbar ist. Selbst nach einem problematischen Qualifying sicherte sich George Russell noch den zweiten Startplatz, während Andrea Kimi Antonelli im Sprint trotz eines verpatzten Starts, einer Kollision und einer Zehn-Sekunden-Strafe Fünfter wurde. Das spricht Bände – sowohl über die Stärke von Mercedes als auch über die Reserven, die scheinbar noch unter der Haube schlummern.
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Stand jetzt müssen Ferrari und die anderen Verfolger auf weitere Zuverlässigkeitsprobleme bei Mercedes oder auf eigene massive Upgrades hoffen, die den Rückstand drastisch verkürzen. Ansonsten dürfte der WM-Zug bereits abgefahren sein. Federico Faturos: Nächster Halt: Lauda Drive, Brackley, England Zwei Grands Prix in der Saison 2026 sind gefahren, und es scheint bereits glasklar: Die einzige Instanz, die Mercedes in diesem Jahr am Gewinn beider Titel hindern kann, ist… Mercedes selbst. McLaren und Red Bull sind praktisch aus dem Rennen. Zugegeben, McLaren wird nicht ewig Ausfälle sammeln, und Oscar Piastri wird irgendwann wieder an einem Rennen teilnehmen können. Gleichzeitig ist es unwahrscheinlich, dass Red Bull auf jeder Strecke “aus eigener Kraft”, wie es Ayao Komatsu treffend formulierte, von Haas geschlagen wird.
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Beide Teams werden sich im Laufe des Jahres steigern, aber wir werden kein Comeback erleben, das an das von Max Verstappen im Jahr 2025 herankommt. Damit bleibt Ferrari als einziges Team übrig, das Mercedes in diesem Jahr scheinbar die Stirn bieten kann. Und “scheinbar” ist hier das entscheidende Wort. Während sich sowohl Charles Leclerc als auch Lewis Hamilton in den neuen Autos wohlzufühlen scheinen und George Russell sowie Andrea Kimi Antonelli in Melbourne und Shanghai zeitweise herausfordern konnten, zogen sie letztlich den Kürzeren – und das mit deutlichem Abstand. Ferrari vs. Mercedes: Enger Kampf oder nur eine Illusion? Video wird geladen… Im Strategie-Video nach dem Großen Preis von China wirft Datenexperte Kevin Hermann einen genauen Blick auf die Zahlen hinter dem Rennen.
Vasseur betonte nach dem Rennen am Sonntag: “Wir lagen in Melbourne acht Zehntel zurück, am Freitag sechs Zehntel, am Samstag vier Zehntel”, bezogen auf den Rückstand zu Mercedes. Das ist jedoch keine Garantie dafür, dass Ferrari bis Suzuka weiter aufholt und vorbeizieht.
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Die Daten der ersten beiden Wochenenden deuten bereits darauf hin, dass Mercedes eine Dominanz an den Tag legt, wie man sie in den letzten Jahren nicht gesehen hat – erinnernd an die frühe Hybrid-Ära, als die Truppe aus Brackley keine ernsthafte Konkurrenz fürchten musste. All das führt zu einem klaren Schluss: Nur Mercedes kann Mercedes in diesem Jahr stoppen. Das Entwicklungsrennen unter dem neuen Reglement wird besonders intensiv sein, daher kann es sich das Team nicht leisten, nachlässig zu werden oder gar den Entwicklungspfad des W17 falsch einzuschätzen. Gleichzeitig muss die Zuverlässigkeit vorbildlich bleiben, so wie bisher. Das Problem, das Russell im Q3 in China hatte, ist eine Mahnung, dass niemand völlig immun ist. Dennoch: Bei einem Team, das so erfahren – und so hungrig auf die Rückkehr an die Spitze – ist wie Mercedes, scheint es höchst unwahrscheinlich, dass man nun patzt, wo man wieder die Chance hat, Sieg an Sieg zu reihen. Jose Carlos de Celis: Wahrscheinlich hält sie nicht mal der Krieg auf Wir haben das schon einmal erlebt – ein klassischer Fall eines Teams, das zu Beginn einer neuen Ära dominiert, während die Rivalen verzweifelt versuchen aufzuholen, indem sie Regeländerungen fordern oder einfach kopieren. Und bis sie ihren Vorsprung einbüßen, ist es bereits zu spät.
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Die Überlegenheit von Mercedes war sogar in einem Sprintrennen offensichtlich, in dem es so aussah, als könnte Ferrari sie schlagen. Bisher haben sie in jedem Sonntagsrennen einen Doppelsieg eingefahren. Das war eine der Hoffnungen der anderen Teams und der Fans, dass die Zuverlässigkeitsprobleme anderer Rennställe auch Mercedes treffen würden. Doch bisher konnten sie diese vermeiden, und ihre Fahrer haben keine nennenswerten Fehler gemacht – außer Antonelli wenige Runden vor Schluss in China.
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Mercedes wird das Jahr wahrscheinlich nicht mit dem besten Auto beenden, denn neben Ferrari werden auch von McLaren und Red Bull Fortschritte erwartet. Aber bis dahin werden sie, wie schon so oft, in der Weltmeisterschaft weit enteilt sein. Datenanalyse: Hätte Ferrari in Australien gewinnen können? Video wird geladen… Hat Ferrari mit der verpassten VSC-Chance in Australien den Sieg weggeworfen?
Und der Krieg? Oder besser gesagt, die Kriege? Einerseits könnte das teaminterne Duell verhindern, dass der Punktevorsprung auf die Konkurrenz zu groß wird. Wenn Kimi Antonelli dagegenhält und Leistungen wie in China wiederholt, steht Mercedes vor dem Dilemma, eigene “Papaya-Regeln” aufzustellen oder die Geister von 2016 heraufzubeschwören – obwohl sie selbst in jenem Jahr beide Meisterschaften locker gewonnen haben. Andererseits hat der Krieg im Nahen Osten zur Absage von zwei Rennen geführt, was den Rivalen Zeit gibt, die Lücke zu schließen. Doch auf die Angleichung der Motorenleistung (ADUO) müssen sie noch warten – und, verzeihen Sie meinen Pessimismus, wenn sie erst einmal greift, wird sie am Ende vielleicht nur beweisen, dass der Erfolg von Mercedes in diesem Jahr um viel mehr geht als nur um den Motor. Khaldoun Younes: Ferrari darf man nicht ignorieren Die Mission von Mercedes ist vielleicht nicht so einfach, wie es scheint – zumindest hoffen wir das. Zwei Runden der Saison 2026 sind absolviert, und die Fragezeichen fliegen uns nur so um die Ohren. Einige glauben, dies sei der bestmögliche Start in eine neue Ära, während andere besorgt über die Schwankungen im Kräfteverhältnis sind. Hinzu kommt die anhaltende Kritik von Topstars wie Max Verstappen.
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Die wichtigste Frage: Wird Mercedes den Rest der Saison dominieren? Auf den ersten Blick mag die Antwort simpel sein: Ein hohes Tempo – deutlich schneller als die Konkurrenz -, das aus einem starken Motor resultiert, begünstigt durch ein höheres Verdichtungsverhältnis als bei den Rivalen unter Rennbedingungen, kombiniert mit einer exzellenten Nutzung der elektrischen Energie.
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Zudem muss man das Aufhängungssystem und das gesamte Fahrverhalten in den Kurven loben, was sich wiederum positiv auf das Reifenmanagement auswirkt. Doch wer die Ereignisse in China aufmerksam verfolgt hat, wird feststellen, dass die Silberpfeile nicht völlig unantastbar sind: Zuverlässigkeitssorgen bei Russells Auto im Qualifying, ein vorübergehender Performance-Einbruch im Rennen auf den harten Reifen und zudem ein Fahrer, der noch als jung gilt und daher anfällig für Fehler ist, trotz seines unbestreitbaren Talents. Darüber hinaus scheint Ferrari derzeit in jeder Hinsicht ein echtes “Dark-Horse” zu sein: Wenn es dem Team gelingt, die Rennpace im Laufe der Saison zu verbessern, wird die Scuderia eine ernsthafte Gefahr darstellen – vor allem angesichts ihrer Raketenstarts und der Tatsache, dass sich beide Fahrer im Auto sichtlich wohlfühlen.
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Und am wichtigsten: Bis zum Sommer steht eine Verschärfung des Reglements an, welche die Regeln für das Verdichtungsverhältnis der Motoren anpasst und Toto Wolffs Team vor weitere Herausforderungen stellen wird. Bleiben wir realistisch: Mercedes ist derzeit der Topfavorit, aber die Mission ist kein Selbstläufer – zumindest hoffen wir das. Ewan Gale: George Russell und Kimi Antonelli Man kann wohl davon ausgehen, dass der Konstrukteurstitel in diesem Jahr an den Lauda Drive in Brackley geht. Doch die Dominanz der Silberpfeile zu Saisonbeginn könnte paradoxerweise dazu führen, dass das Double bis zum Finale noch in Gefahr gerät. Russell und Antonelli befinden sich scheinbar in einem Privatduell um die Fahrerkrone – der Italiener beeindruckt und liegt nach den ersten zwei Runden nur vier Punkte zurück, womit er seinen Teamkollegen ordentlich unter Druck setzt.
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Genau das könnte ein Faktor sein, der anderen Hoffnung gibt, insbesondere dem Ferrari-Duo Hamilton und Leclerc. Nehmen wir das Jahr 2025 und die McLaren-Dominanz als Beispiel. Mit zwei starken Fahrern wie Norris und Piastri nahm sich das Duo gegenseitig die Punkte weg, während das Team auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit war. Raketenstart und aufregende Duelle: Wie gut war der Auftakt wirklich? Video wird geladen… Die Formel 1 hat ihr erstes Rennen mit dem neuen Reglement hinter sich gebracht und das Fazit fällt geteilt aus.
Das führte dazu, dass Verstappen, nachdem Red Bull die Probleme am eigenen Auto aussortiert hatte, mit einer fulminanten Serie nach der Sommerpause mehr Siege einfuhr als das McLaren-Duo einzeln – und der viermalige Champion am Ende nur zwei Punkte hinter dem späteren Sieger Norris lag.
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Wenn Russell seine Erfahrung und Dominanz gegenüber Antonelli bis zur Sommerpause im August ausspielt, sollte das Titel-Double für Mercedes eingetütet sein. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Die Formel 1 fragt sich: Gibt es überhaupt Konkurrenz für Mercedes?
Wenn Antonelli dem Briten jedoch Rennen für Rennen Paroli bietet und Ferrari den SF-26 rasant weiterentwickelt – was zu Beginn einer neuen Ära durchaus möglich ist -, dann könnte der Fahrertitel am Ende doch nicht so ein Durchmarsch werden wie zunächst gedacht.
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