Die offenen Fragen nach dem Start der Formel-1-Saison 2026
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2026 war ein Neuanfang für die Formel 1. Ein komplett neues Reglement hat unter anderem dafür gesorgt, dass sich die etablierten Kräfteverhältnisse in der Königsklasse etwas verschoben haben. Sutton Images Hat Ferrari in diesem Jahr noch eine Chance gegen Mercedes?
Obwohl man in den ersten drei Rennen bereits einen Eindruck von der “neuen” Formel 1 bekommen hat, bleiben noch immer viele Fragen offen. Wir schauen uns an, welche Dinge in den kommenden Wochen und Monaten noch geklärt werden müssen. Werden die F1-Regeln für 2026 geändert – und wann? Die neuen Regeln für 2026 wurden bislang unterschiedlich aufgenommen. Die Fahrer schätzen die kleineren, agileren Autos, aber dies wird von der stärkeren Betonung elektrischer Energie und dem daraus resultierenden Fokus auf Energiemanagement überschattet.
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Viele Fahrer äußern offen ihren Unmut über die Menge an Energieeinspar- und Rückgewinnungsmaßnahmen, die die neuen Autos im Qualifying erfordern – also über “Lift-and-Coast”, Herunterschalten auf Geraden oder das sogenannte “Super-Clipping” (das Aufladen der Batterie bei Vollgas). Eine unerwünschte Folge ist, dass die Fahrer in schnellen Kurven nicht mehr am Limit fahren. Die neuen Regeln haben allerdings für deutlich mehr Action an Rennsonntagen gesorgt. In den ersten drei Grands Prix wurden offiziell 149 Überholmanöver registriert – eine konservative Zahl, da nur Positionswechsel am Ende einer Runde gezählt und die erste Runde ausgeschlossen wurden. Das sind deutlich mehr als die 63 Überholmanöver, die Melbourne, Shanghai und Suzuka im Vorjahr zusammen boten. Datenanalyse F1 2026 Video wird geladen…
Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der unterschiedlichen Annäherungsgeschwindigkeiten zwischen Autos, die Energie nutzen, und solchen, die sie gerade rückgewinnen. Diese Sorgen wuchsen nach Oliver Bearmans heftigem Unfall in Suzuka. Zudem berichtete Lando Norris, er könne das Energiemanagement seines Autos nicht vollständig kontrollieren. Am 9. April fand ein erstes Treffen zu möglichen Regelanpassungen statt, sowohl für den Rest der Saison als auch für kommende Jahre. Weitere Sitzungen sind angesetzt: die sportliche Gruppe trifft sich am 15. April, die technische am 16. April, ehe alle Beteiligten am 20. April erneut zusammenkommen. Mögliche Änderungen betreffen unter anderem die Reduzierung der nutzbaren elektrischen Energie sowie eine Erhöhung der beim Super-Clipping rückgewinnbaren Energiemenge. Wird irgendjemand Mercedes im Titelrennen herausfordern? Die neue Ära hätte für Mercedes kaum besser beginnen können: Doppelsieg in den ersten beiden Rennen, dazu in Suzuka ein weiterer Sieg für Kimi Antonelli und ein vierter Platz für George Russell. Die Silberpfeile haben im Qualifying einen klaren Vorsprung – acht Zehntel in Australien, dreieinhalb in China und Japan – und selbst die schwachen Starts, besonders im Vergleich zu Ferrari, sind schlimmstenfalls eine kleine Hürde. Ferrari glaubt, den Rückstand über das ADUO-System (Additional Development and Upgrade Opportunities) verringern zu können. Dabei werden die Antriebe nach dem 6., 12. und 18. Rennen bewertet. Hersteller mit zwei bis vier Prozent Leistungsrückstand dürfen ein zusätzliches Upgrade vornehmen, mit mehr als vier Prozent Rückstand sogar zwei. Die größten Fehlstarts von Formel-1-Weltmeistern
Charles Leclerc und Teamchef Fred Vasseur betonen aber, dass der SF-26 in allen Bereichen verbessert werden muss, nicht nur beim Antrieb.
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McLarens Auftritt beim Großen Preis von Japan war derweil ermutigend. Oscar Piastri überholte im Qualifying beide Ferraris, startete stark und holte Rang zwei. Trotzdem weiß das Team aus Woking, dass es derzeit nur das drittschnellste ist. Wer setzt sich im Mittelfeld durch? Diese Frage ist schwer zu beantworten, schon weil unklar ist, wer überhaupt zum Mittelfeld gehört. Noch vor einem Monat hätte man Red Bull wohl nicht dazugezählt, doch das Team liegt nur auf Rang sechs der Konstrukteurswertung mit 16 Punkten – umgeben von Haas (18), Alpine (16) und Racing Bulls (14). Das Qualifying-Niveau von Red Bull ist das schlechteste seit 2015, und auch im Rennen läuft es nicht besser. “Wir haben einen guten Motor. Der Antrieb ist stark, aber das Chassis ist furchtbar. Wir sind einfach zu langsam in den Kurven”, sagte Isack Hadjar nüchtern.
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“Das einzig Positive ist, dass ich das Auto überhaupt schnell fahren kann. Aber wir haben keine Ahnung, wie wir es wirklich schnell machen sollen”, so der Franzose. Teamchef Laurent Mekies meint, Red Bull zahle den Preis für den Titelkampf 2025. Unabhängig von der Ursache gibt es keine Lösung in Sicht, und der Abgang wichtiger Mitarbeiter verschärft die Lage. Formel-1-Quiz
Bei wie vielen GP konnte das Red Bull-Team das Rennen anführen?
184 203 171 164 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Alpines Pierre Gasly qualifizierte sich in Shanghai und Suzuka vor beiden Red Bulls, und Haas-Pilot Oliver Bearman kam in China ebenfalls vor ihnen ins Ziel. Auch die Racing Bulls sammeln mit Liam Lawson und Arvid Lindblad regelmäßig Punkte, was zeigt, dass der Red-Bull-Ford-Motor nicht das Problem ist. Das Rennen um Platz vier in der Teamwertung bleibt damit völlig offen. Zudem hemmen die Aerodynamik-Testbeschränkungen Red Bull. Wegen Platz drei im Vorjahr steht dem Team weniger Windkanal- und CFD-Zeit zu. Alpine hingegen, das 2025 Letzter war, darf bis Ende Juni die meisten Tests durchführen. Danach werden die Zuteilungen nach dem Zwischenstand 2026 neu sortiert. Können Aston Martin und Honda ihre Probleme lösen? Für Aston Martin begann die Honda-Ära denkbar schlecht. Teambesitzer Lawrence Stroll hatte gehofft, dass ein Werkstriebwerk den entscheidenden Schritt zur Spitzengruppe bringt, unterstützt durch hohe Investitionen und prominente Personalzugänge.
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Doch der von Adrian Newey entworfene AMR26 leidet an Leistungs- und Zuverlässigkeitsproblemen. Im Qualifying kämpft Aston mit dem Neueinsteiger Cadillac um die vorletzte Startreihe. Im Rennen verursachen die Honda-Motoren starke Vibrationen, die Batterien beschädigten und sogar Gesundheitsprobleme der Fahrer auslösten. Zwar wurde es in Suzuka etwas besser, wo Fernando Alonso das Rennen zumindest beenden konnte – allerdings nur als 18. Für Aston Martin und Honda dürfte die Saison 2026 damit praktisch verloren sein. Beide wollen sich frühzeitig auf 2027 konzentrieren, um zurückzuschlagen. Wird Verstappen die Formel 1 wegen der neuen Regeln verlassen? Es besteht eine reale Chance, dass Max Verstappen die Formel 1 in naher Zukunft verlässt – allerdings nicht primär wegen Red Bulls Problemen. Der viermalige Weltmeister hat die neuen Regeln immer wieder scharf kritisiert, vor allem das Energiemanagement, und betont, dass er derzeit keinen Spaß mehr hat.
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Besonders ärgerlich für ihn: Schon 2023 hatte er vor den Schwächen des neuen Regelwerks gewarnt. Die anstehenden Regel-Meetings werden entscheidend sein für seine Zukunft. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Verstappen selbst hat zuletzt betont, dass er Freude am GT-Rennsport findet und vor persönlichen “Lebensentscheidungen” steht.
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