Formel-1-Saison 2026: Darauf sind wir am meisten gespannt
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Die Formel 1 steht vor einem der tiefgreifendsten Umbrüche ihrer jüngeren Geschichte. Mit der Regelrevolution 2026 will die FIA gleich mehrere Probleme auf einmal lösen: besseres Racing, nachhaltigere Antriebe, neue Hersteller und ein attraktiveres Produkt für Zuschauer und Teams. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft wie so oft eine Lücke. FIA Designstudie für ein Formel-1-Auto 2026
Parallel dazu betritt mit Cadillac erstmals seit Jahren wieder ein neues Team die Bühne der “Königsklasse” – begleitet von Skepsis und hohen Erwartungen. Auf Fahrerseite steht mit Lewis Hamilton eine der größten Karrieren der Formel-1-Geschichte am Scheideweg, während der neue Madring in Madrid beweisen muss, dass moderne Stadtkurse mehr sind als nur Event-Kulissen. Und am Ende bleibt die große Frage: Wer tritt in die Fußstapfen von Lando Norris und holt sich in diesem Jahr den ersten WM-Titel der neuen Regelära? Fünf Themen, fünf Blickwinkel, eine zentrale Frage: Wird die Formel 1 2026 wirklich besser – oder nur anders? Wie gut wird das Racing? von Stefan Ehlen
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Wie bei vielen Regeländerungen davor stehen auch die aktuellen Neuerungen unter dem Motto: Das Racing soll besser werden in der Formel 1. Aber ob das mit der Fahrzeug-Generation 2026 wirklich gelingt, bleibt abzuwarten. Sicher: Unter den neuen Regeln werden die Autos kleiner, leichter, agiler. Das sollte helfen. Auch die vereinfachten Unterböden dürften ihren Teil dazu beitragen, dass das Zweikampf-Verhalten der Autos besser wird. Neue Regeln, neue Autos, neue Teams: 10 Änderungen für die Formel 1 2026 Video wird geladen… Ein neues Motoren- und Aerodynamikreglement sollen das Racing unberechenbarer enger und spannender machen.
Aber hat man es vielleicht bei den diversen Zusatzsystemen übertrieben? Das Drag-Reduction-System (DRS) ist zwar (endlich!) Geschichte, aber dafür gibt es jetzt eine aktive Aerodynamik für Front- und Heckflügel, die während der Fahrt verstellt werden kann. Dazu kommen ein “Überhol-Modus” für kurzfristig mehr Leistung zum Attackieren und ein Boost-Knopf, der in jeder Situation mehr Leistung bietet. Das klingt ganz schön … umfangreich. Ein bisschen viel auf einmal. Und ich frage mich konkret, wie man den Einsatz dieser ganzen Zusatzsysteme transparent machen will: Wie erfahre ich als Zuschauer, wer gerade welchen Modus verwendet und wie dieser Modus zur Situation auf der Rennstrecke beiträgt? Und: Wird das Racing durch die ganzen Spielereien wirklich besser – oder verliert man den Überblick? Die Testfahrten oder gar erst die ersten Rennen werden uns Antworten darauf liefern. Bis dahin ist alles Kaffeesatz-Leserei. Fest steht für mich aber schon jetzt: “Einfacher” wird die Formel 1 durch die neuen Regeln eher nicht, sondern noch komplizierter. Kann Cadillac sich etablieren? von Norman Fischer
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Zehn lange Jahre mussten wir auf ein neues Formel-1-Team warten. Seit 2017 fährt die selbsternannte “Königsklasse” mit einem Mini-Starterfeld von 20 Autos, wobei meistens nicht mal die im Grid stehen, weil wieder irgendjemand aus der Boxengasse startet. Es wurde höchste Zeit für mehr Fahrzeuge und Fahrer im Feld – auch wenn die meisten anderen Teams und die Formel 1 das anders sehen. Zumindest Andretti wurde nach seiner Ankündigung frostig empfangen, alle anderen Bewerber von der FIA schon vorher aussortiert. Die ersten Fahrerpaarungen von neuen Formel-1-Teams
Doch trotz grünem Licht vom Verband bekam Andretti die Tür vor der Nase zugeschlagen – und das mit einer saftigen Ohrfeige. Doch das Team gab nicht auf und bekam unter der neuen Cadillac-Identität doch noch die Freigabe – und muss sich jetzt beweisen.
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Ich bin echt gespannt, wie sich der erste Neuling seit 2016 schlägt und ob man die Vorhersage für Andretti widerlegen kann. Denn Andretti wurde bei der Absage unter anderem vorgeworfen, es würde nicht konkurrenzfähig sein. Haas hat es 2016 geschafft und gleich in den ersten beiden Rennen die Plätze sechs und fünf belegt. So hoch wollen wir die Messlatte nicht legen. Vereinzelte Punkte wären schon einmal ein guter Anfang – und ein Beleg dafür, dass nicht alle Neueinsteiger komplett chancenlos hinterherfahren wie Lotus, Virgin und HRT 2010. Schafft Lewis Hamilton noch die Wende? von Ruben Zimmermann
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Nicht wenige Beobachter (ich selbst eingeschlossen) haben das Gefühl, dass wir bereits seit einigen Jahren den schleichenden Niedergang einer ganz großen Formel-1-Legende erleben. Und 2026 könnte in dieser Hinsicht der traurige Schlussakt werden. Das neue Jahr ist für Lewis Hamilton die vielleicht letzte Chance, es all seinen Kritikern noch einmal zu beweisen. Hat er es noch drauf oder hat der Rekordweltmeister seinen Zenit überschritten? 2026 dürfte die Antwort auf genau diese Frage liefern. Video wird geladen…
Denn alle Ausreden, die es in seiner ersten Ferrari-Saison 2025 noch gab, greifen spätestens jetzt nicht mehr. Er hatte ein ganzes Jahr, um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen. Dazu sind die Autos in diesem Jahr für alle Fahrer komplett neu.
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Sollte Hamilton ein ähnliches “Seuchenjahr” wie 2025 erleben, ist daher mehr als fraglich, ob wir ihn 2027 weiterhin in der Startaufstellung sehen werden. 2026 muss es Hamilton seinen Kritikern beweisen – aber auch sich selbst. Ich persönlich glaube nicht, dass wir Lewis Hamilton je wieder auf dem Niveau sehen werden, das er bis zum Ende der Formel-1-Saison 2021 noch regelmäßig abgeliefert hat. Ich lasse mich 2026 aber gerne eines Besseren belehren. Hält der Madring, was er verspricht? von Mario Fritzsche
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Zugegeben, der Name Madring ist extrem gewöhnungsbedürftig. So aber heißt nun mal der brandneue Stadtkurs in Madrid. Formula 1 Auf diesem Streckenlayout in Madrid findet 2026 der Spanien-Grand-Prix statt
Auf dem anspruchsvollen Streckenlayout mit 22 Kurven, darunter die Steilkurve “La Monumental”, wird in der Formel-1-Saison 2026 der Grand Prix von Spanien ausgetragen. Das Renndatum für die einzige neue Strecke im Formel-1-Kalender 2026 ist der 13. September. Es wird der Abschluss der Europa-Saison.
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Ich persönlich bin ein großer Fan von Stadtkursen, wobei das beileibe nicht nur für die Formel 1, sondern ganz besonders für die IndyCar-Serie gilt. Leider sind im Laufe der Jahrzehnte in allen möglichen Ländern viele großartige Stadtkurse ebenso schnell wieder von der Bildfläche verschwunden wie sie einst aufgetaucht waren. Ob das auch für den Madring in der Hauptstadt von Spanien gelten wird? Nun, der Formel-1-Vertrag wurde für den Madring gleich mal für zehn Jahre bis einschließlich 2035 unterzeichnet. Williams-Pilot Carlos Sainz, der in Madrid geboren wurde, fuhr im Juni 2025 einen Formel-1-Demorun in seiner Heimatstadt und sprach von einem “wahr gewordenen Traum”. Damals freilich existierte der Kurs noch gar nicht. Ich bin gespannt, wie sich der Madring im September 2026 präsentieren wird und ob es, wie von Sainz prognostiziert, “die beste Strecke und das beste Event” wird. Wer wird der neue Formel-1-Weltmeister? von Sönke Brederlow
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Ich freue mich auf die neue Saison, weil das Kräfteverhältnis so offen und unklar ist wie seit Jahren nicht mehr. In den vergangenen Jahren war meist schon vor dem Saisonstart absehbar, wer am Ende den WM-Pokal holt oder zumindest als klarer Topfavorit gilt. Diesmal fehlt ein solcher Favorit – und allein das macht die neue Ära so spannend. Sutton Images Wer wird Nachfolger von Lando Norris?
Geht das Duell zwischen McLaren und Red Bull weiter, oder nutzt Mercedes die neue Regeländerung wieder einmal perfekt aus? War Ferraris frühe Entscheidung am Ende richtig, bereits seit April 2025 fast alles auf 2026 auszurichten? Alpine hat sogar ein ganzes Jahr geopfert, um endlich vorne mitzufahren. Der Wechsel zu Mercedes-Motoren könnte dabei ein entscheidender Schlüssel sein. Auch Williams sollte man nicht unterschätzen, vor allem mit Carlos Sainz. Und wie schnell kommt Audi nach der Sauber-Übernahme in der Formel 1 an? Vielleicht hat aber auch eines der anderen Teams, nämlich Aston Martin, Haas oder Racing Bulls, irgendwo ein Schlupfloch und eine geniale Idee gefunden (Grüße an Ross Brawn und den Doppel-Diffusor) und steht plötzlich ganz vorne. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Realistisch betrachtet ist die Chance auf eine große Sensation gering und wird womöglich schon beim Saisonauftakt in Melbourne verpuffen. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass 2026 die Kräfteverhältnisse tatsächlich neu sortiert werden – und am Ende ein Weltmeister gewinnt, den heute kaum jemand auf dem Zettel hat.
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