Frage der Woche: Wie lange wird die Krise bei Aston Martin noch andauern?
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Aston Martin ist nach den ersten Rennen der Saison 2026 ohne Frage die größte negative Überraschung in der Formel 1. Aber gibt es für das Projekt einen Ausweg in die Zukunft? Und wie schnell können Lösungen gefunden und umgesetzt werden? LAT Images Wann beginnen bei Aston Martin wieder bessere Zeiten?
Angesichts des bisherigen Verlaufs der neuen Formel-1-Ära für das gemeinsame Projekt von Aston Martin und Honda könnte es schon als Erfolg gewertet werden, den Großen Preis von Japan überhaupt zu beenden – selbst wenn nur mit einem Auto. Die Ziele des Teams liegen jedoch deutlich höher. Es ist kein Geheimnis, dass Lawrence Stroll Rennen und WM-Titel gewinnen will – und zwar früher lieber als später. Im Moment wirkt es allerdings unrealistisch, dass alle Probleme, mit denen Aston Martin und Honda derzeit konfrontiert sind, in naher Zukunft gelöst werden können.
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Aber wie könnte der Fahrplan für ein Comeback aussehen? Die Autoren aus unserem internationalen Netzwerk geben ihre Einschätzungen ab. Roberto Chinchero: Wir wissen nicht, wie gut der AMR26 ist Es wurde schnell klar, dass die Hauptprobleme aus dem deutlichen Rückstand der Honda-Antriebseinheit resultieren – ein Faktor, der die Lage erheblich verkompliziert, da Eingriffe am Motor stets mit langen Vorlaufzeiten verbunden sind. In einem derart schwierigen Umfeld stellt das ADUO eine mögliche Lebensader dar, da es den Honda-Ingenieuren erlaubt, in kürzeren Zeitfenstern an der Antriebseinheit zu arbeiten. Dennoch bleiben zwei entscheidende Fragen: Haben die japanischen Ingenieure die nötigen Lösungen, um ihre Antriebseinheit auf ein akzeptables Leistungsniveau zu bringen? Und vor allem: Wie lange wird das dauern? Geld oder Liebe: Warum verlässt Jonathan Wheatley Audi schon wieder? Video wird geladen… Es war ein Paukenschlag, den Audi da am Ende der vergangenen Woche gesetzt hat: Jonathan Wheatley verlässt das Team schon wieder.
Realistisch betrachtet ist es schwer vorstellbar, dass Aston Martin 2026 die Spitzenteams herausfordern kann. Wir könnten aber sehen, wie Alonso und Stroll in der zweiten Saisonhälfte wieder im Klassement nach vorne kommen und vielleicht in die Top 10 vorstoßen – vorausgesetzt, Honda kann das Maximum aus dem herausholen, was das ADUO ermöglicht. Hinzu kommt eine letzte Frage zur Wettbewerbsfähigkeit des Autos selbst, denn bislang ist Adrian Neweys Projekt kaum zu bewerten. Das Motorendefizit ist derart groß, dass es schwerfällt, das wahre Potenzial des AMR26 einzuschätzen. In der aktuellen Situation scheint das Auto das geringste Problem zu sein.
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Doch es wird der Moment kommen, in dem auch das Chassis seine Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Ken Tanaka: Es könnte schneller gehen, als man denkt Oft heißt es, die Wurzel des aktuellen Problems liege bei Honda. Sicher ist, dass die Quelle der Vibrationen im von Honda gebauten Motor liegt, und genau das hat Honda auch eingeräumt. Allerdings erzeugen Motoren naturgemäß Vibrationen. Solange diese nicht außerhalb akzeptabler Grenzen liegen, handelt es sich um eine Art Problem, das eigentlich über das Zusammenspiel mit dem Chassis gelöst werden sollte.
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Tatsächlich gab es keine besonderen Hinweise auf vibrationsbedingte Probleme, als der Honda-Motor bis zum vergangenen Jahr von Red Bull eingesetzt wurde. Wären die Vibrationen unnormal gewesen, ist es plausibel, dass man solche Probleme schon in der Entwicklungsphase entdeckt hätte. Alle Formel-1-Teamchefs von Aston Martin
Das heißt nicht, dass Honda keine Verantwortung trägt, aber ebenso wenig, dass die Schuld ausschließlich bei Aston Martin liegt. Wahrscheinlicher ist, dass bei der Zusammenführung von separat entwickelten Komponenten – jede für sich auf maximale Leistung ausgelegt – ungewollt negative Wechselwirkungen entstanden sind. Wenn sich die Situation in ein gegenseitiges Schuldzuweisungsspiel verwandelt, lautet die Antwort auf die zentrale Frage “Wie lange wird diese Krise dauern?”: auf unbestimmte Zeit. Wenn jedoch beide Seiten konstruktiv zusammenarbeiten, könnte die Lösung früher kommen, als man derzeit erwartet. Stuart Codling: Keine schnelle Lösung für zusammenhängende Probleme Das Chaos, in dem Aston Martin derzeit steckt, ist wirklich bizarr. Wie schon bei Hondas vorheriger Zusammenarbeit mit McLaren am Beginn der Hybridära gibt es keinen einfachen Weg, die Schwächen der Antriebseinheit von denen des Chassis zu trennen.
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Man kann Honda die Schuld geben, aber McLaren begann sich auch erst nach der Trennung zu verbessern – als der Wechsel zu anderen Motorenlieferanten die Schwächen des eigenen Chassis offenlegte. Ähnlich ist es beim AMR26: Technisch zwar hochinteressant, bleibt das Auto dennoch ein Rätsel. Unter der früheren Eigentümerschaft war das Team, das heute als Aston Martin antritt, Meister darin, mit begrenzten Ressourcen Großes zu erreichen. Jetzt ist es umgekehrt: Eigentümer Lawrence Stroll wirft mit Geld nach hochkarätigen Neuzugängen und entlässt sie wieder schnell, wenn sich die erhofften Fortschritte nicht ebenso schnell einstellen. Ralf Schumacher: Warum Verstappens Absturz Hamilton in die Karten spielt Video wird geladen… Lewis Hamilton zeigt in der neuen Formel-1-Saison plötzlich wieder starke Leistungen und ist bei Ferrari deutlich näher an Charles Leclerc dran.
Die Tatsache, dass Stroll jüngst Gerüchte über weitere Veränderungen im Management dementieren musste, legt nahe, dass doch wieder Umstrukturierungen bevorstehen. Mit der Axt im Management herumzufuchteln ist kein Weg, um das Beste aus dem vorhandenen Personal herauszuholen.
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Ebenso wenig werden weitere personelle Einschnitte die grundlegenden Probleme lösen: einen unterperformenden Motor, der mehr Änderungen bräuchte, als die Aufholregelungen erlauben, und ein Auto, das das Team erst dann wirklich verstehen kann, wenn es konstant mit einer repräsentativen Pace Runden abspult. Federico Faturos: Es wird die Saison 2026 über andauern Seien wir ehrlich: Aus sportlicher Sicht wirkt 2026 für Aston-Martin-Honda bereits jetzt wie ein abgeschriebenes Jahr. Nach dem, was wir in den ersten beiden Grands Prix gesehen haben, müsste schon etwas Außergewöhnliches passieren, damit sie sich in dieser Saison aus diesem Loch befreien und an der Spitze oder zumindest in deren Nähe mitmischen können.
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Zweifellos machen Aston Martin auf der Chassis-Seite und Honda bei der Antriebseinheit Fortschritte – so wie es jede Formel-1-Organisation tun sollte. Doch sie sind nach wie vor weit davon entfernt, nennenswerte Leistungsgewinne zu liefern, wie Mike Krack nach dem Großen Preis von China klarstellte. Schrittweise Verbesserungen sind das eine, einen grundlegenden Rückstand zu schließen etwas ganz anderes. Vor allem Honda steckt in der Falle. Der Hersteller ist schlicht nicht in der Lage, seine Probleme schnell genug zu lösen, um in den kommenden Wochen oder Monaten eine wirklich konkurrenzfähige Antriebseinheit zu bauen. Das aktuelle Reglement und die Zwänge des ADUO-Konzepts lassen kaum Spielraum. Kurzfristige Fortschritte werden viel eher im Bereich der Zuverlässigkeit liegen als bei der reinen Performance, und allein das wird die Situation nicht grundlegend verändern. Und selbst wenn Honda einen Durchbruch schaffen würde, bleiben beim Chassis erhebliche Fragezeichen. Adrian Newey mag vom architektonischen Paket des Autos – den Elementen, die sich während der Saison nicht ohne Weiteres ändern lassen – ermutigt sein und vom “enormen Entwicklungspotenzial” überzeugt.
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Doch Potenzial bleibt Potenzial, bis es tatsächlich umgesetzt wird. Im Moment ist dieses Paket noch unbewiesen und braucht deutlich mehr Laufleistung, bevor sein wahres Niveau klar ist. Und es wäre keine Überraschung, wenn dabei weitere Schwächen zutage treten. All das zeigt in dieselbe Richtung: Aston Martin steckt nicht in einem kurzfristigen Formtief, sondern am Beginn eines längeren, komplexeren Neuaufbaus. Das Ziel mag vielversprechend sein, aber der Weg dorthin wird nicht schnell sein.
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Realistischerweise wird sich diese Situation über die gesamte Saison 2026 hinziehen, bevor ein wirklicher Neustart möglich ist. Jose Carlos de Celis: Einige Monate – bestenfalls … Das Problem von Aston Martin ist so groß, dass es auf drei Ursachen zurückgeführt werden kann. Zum einen auf die Zuverlässigkeit des Honda-Motors, zum anderen auf die Leistung dieser Antriebseinheit. Das wird sich frühestens mit der Einführung des ADUO-Systems lösen lassen (das nach der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien möglicherweise erst Mitte Juni kommt). Sollte Honda seine Probleme bis dahin in den Griff bekommen, könnte jedoch eine dritte Ursache sichtbar werden.
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Adrian Newey hat klar gesagt, dass das Auto aus aerodynamischer Sicht das fünftschnellste im Feld wäre, aber das muss erst noch bewiesen werden. Und falls sich nach der Motoren-Korrektur herausstellen sollte, dass es zusätzlich ein technisches Defizit am Auto gibt (im Zusammenspiel mit der Antriebseinheit), würde sich der Zeithorizont noch weiter nach hinten verschieben. Tatsächlich müsste man dann abwarten, wie lange das dauern würde, denn wenn dieses Problem erst sehr spät gelöst wird, könnte es sinnvoller sein, sich direkt auf 2027 zu konzentrieren. Vielleicht ist der beste Ansatz, sich auf Punkte in der zweiten Saisonhälfte zu konzentrieren und für 2027 auf Podestplätze (und Siege?) zu hoffen. Vielleicht klinge ich pessimistisch, aber Newey hat immer wieder betont, dass man vier Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt, weil das erste Auto erst im April 2025 in den Windkanal ging, und Alonso hat nach China eingeräumt, dass es “drei oder vier Monate” dauern werde, um vom Ende des Feldes wegzukommen. In diesem Punkt stimme ich ihnen zu. Ed Hardy: Sie könnten bis 2030 feststecken Inzwischen ist klar geworden, dass Aston Martin sein zuvor ausgerufenes Ziel, 2026 Rennen zu gewinnen und 2027 um Titel zu kämpfen, nicht erreichen wird. Denn wenn uns die ersten Saisonrennen etwas gelehrt haben, dann, dass das Aston-Projekt allein aufgrund des Ausmaßes seiner Probleme um mindestens einige Jahre zurückgeworfen wurde.
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Die Schwierigkeiten liegen zudem nicht nur auf Motorenseite. Wann wird das Team aus Silverstone endlich eine stabile Führungsstruktur finden? Es zeigte sich sehr früh, dass Adrian Newey nicht die Idealbesetzung als Teamchef war: Er mied Medienrunden – häufig schickte er seinen Vorgänger Mike Krack – und war selbst in China, obwohl sein Team in der Krise steckt, nicht vor Ort. Und selbst wenn Jonathan Wheatley zum Team stößt, wird das nicht in naher Zukunft passieren. Grund dafür ist die vorgeschriebene “Gardening-Leave-Phase” nach seinem überraschenden Abschied von Audi. Erst wenn eine stabile Führungsstruktur steht, wird das Projekt wirklich durchstarten können.
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Auf dem Papier scheint Aston zwar alle Werkzeuge zu besitzen, um an der Spitze mitzufahren. Aber ist das wirklich so? Es gibt Zweifel, und die Situation erinnert stark an McLaren in der Honda-Ära. Damals glaubte man, die meisten Probleme lägen am Motor, nur um später festzustellen, dass sie deutlich tiefer reichten. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Es dauerte bei McLaren ungefähr zehn Jahre, bis das Team wieder nennenswerte Erfolge feiern konnte. Daher ist es zwar durchaus möglich, dass Aston Martin irgendwann doch ganz vorne ankommt – allerdings befürchte ich, dass dies erst mit der nächsten Regeländerung in den 2030er-Jahren der Fall sein könnte.
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