Fünf schnelle Erkenntnisse aus dem Qualifying in Japan
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Der Große Preis von Japan ist die dritte Station der Formel-1-Saison 2026, und nach einem ereignisreichen Qualifying in Suzuka startet “x” von der Poleposition. Aus der Session lassen sich fünf zentrale Punkte mitnehmen. LAT Images Die Top-3 waren nicht überraschend, aber dahinter gab es einige Neuigkeiten
Quali-Anpassung als Schritt in die richtige Richtung für 2026-Reglement Die Regelreform für 2026 sorgt weiterhin für Diskussionen. Unter den Fahrern zählen Max Verstappen und Lando Norris zu den schärfsten Kritikern, während George Russell und Lewis Hamilton die stärker elektrifizierte Ausrichtung eher unterstützen. Durch den größeren Fokus auf elektrische Energie spielen Lift-and-Coast und sogenanntes Superclipping eine deutlich größere Rolle. Die Rennen bieten zwar mit ihren “Jo-Jo”-Duellen mehr Unterhaltung, dafür blieb das Qualifying in Melbourne und Shanghai klar hinter den Erwartungen zurück.
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Die Fahrer mussten schon weit vor der Bremspunkte vom Gas gehen, dazu kam Superclipping lange vor dem Einlenken. Mehrere Piloten erklärten, dass sie umso stärker bestraft wurden, je mehr sie Risiken eingingen. Der Reiz, im Qualifying alle Systeme aufzudrehen und wirklich am Limit zu fahren, war in den ersten beiden Wochenenden de facto verschwunden. Für den Japan-Grand-Prix griff die FIA deshalb ein: Die maximal erlaubte Energierückgewinnung wurde von 9,0 auf 8,0 Megajoule reduziert, um das Superclipping einzudämmen. Diese Anpassung wirkte sich positiv aus. In Suzuka hoben die Fahrer deutlich näher am Kurveneingang vom Gas ab, besonders im Degner-Komplex am Ende des ersten Sektors, der wieder zu einem echten Highlight der Runde wurde. Das aktuelle Reglement bleibt ein laufendes Projekt. Wie das Racing in Melbourne aussah, wird sich stark davon unterscheiden, was wir etwa Ende des kommenden Jahres sehen. Die Änderungen für das Qualifying in Japan zeigen, wie sich die Situation schrittweise verbessern kann. Williams fällt zurück Dass Cadillac und Aston Martin im Moment kaum konkurrenzfähig sind, ist inzwischen bekannt und war vor Saisonbeginn auch weitgehend erwartet worden. Überraschender und für viele enttäuschend ist dagegen der Rückschritt von Williams, vor allem nach der starken Saison 2025. Im vergangenen Jahr kletterte das Team aus Grove von Platz neun auf Platz fünf in der Konstrukteurswertung und erlebte seine erste Saison mit mehreren Podestplätzen seit 2015. Mit Alex Albon und Neuzugang Carlos Sainz verfügte Williams erstmals seit langer Zeit über zwei starke Fahrer, entsprechend optimistisch blickte man auf den Reglementwechsel. Getty Images AsiaPac Bei Williams geht es aktuell in die falsche Richtung.
Doch statt des erhofften Aufschwungs folgte Ernüchterung, obwohl Teamchef James Vowles im Vorfeld immer wieder betont hatte, man arbeite konsequent auf ein starkes 2026 hin. In Melbourne verpasste Williams die Punkte, Sainz setzte im Qualifying nicht einmal eine gezeitete Runde.
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In Shanghai schied das Team sowohl im Sprint-Qualifying als auch im regulären Q1 mit beiden Autos aus. In Suzuka wiederholte sich dieses Bild: Williams fliegt erneut schon in Q1 raus. Albon landete auf Platz 17 und wurde spät noch von Ex-Williams-Pilot Franco Colapinto verdrängt. Seine Reaktion fiel kryptisch aus: “Ich beschwere mich jetzt seit drei Rennen in Folge, dass irgendetwas nicht stimmt, aber ich bin sicher, es ist mein Fahrstil.” Sainz rettete sich gerade so mit Rang 16 in Q2 und belegte am Ende ebenfalls Startplatz 16 für den Grand Prix. Vor der Saison hatte vieles darauf hingedeutet, dass Williams an der Spitze des Mittelfeldes fahren könnte, mit allen nötigen Voraussetzungen, um sich nach vorn zu arbeiten, zumal man den Mercedes-Motor im Heck hat. Tatsächlich ist das Gegenteil eingetreten. Red Bull im Mittelfeld angekommen Max Verstappen dürfte derzeit wenig Freude an der Formel 1 haben. Der 28-Jährige gilt mit vier WM-Titeln als Maßstab der Königsklasse und hätte 2025 durchaus den fünften holen können. In diesem Jahr wirkt es dagegen so, als müsse er schon dafür kämpfen, überhaupt in Q3 zu kommen.
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Das zeichnete sich in China deutlich ab. Dort startete der Niederländer das Sprintrennen von Platz acht und fiel aus den Punkten, im Grand Prix ging er ebenfalls von P8 ins Rennen und schied mit einem technischen Defekt aus. In Melbourne hoffte Red Bull noch auf eine Rückkehr zur gewohnten Stärke. Verstappen duellierte sich dort spät im Rennen mit Lando Norris im McLaren um Platz fünf. Inzwischen zeichnet sich eher ab, dass gerade Australien der Ausreißer war. In Japan folgte das nächste Qualifying-Debakel: Q2-Aus, Startplatz 11.
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Verstappen lehnt das neue Reglement ohnehin vehement ab und meinte sinngemäß, wer Gefallen daran findet, “versteht den Rennsport nicht”. Nun muss er zusätzlich Kämpfe im Mittelfeld akzeptieren. Sein Urteil nach dem frühen Aus: “Komplett unfahrbar.” Damit endete auch seine Serie von vier Polepositions in Folge in Japan. Eigentlich müsste Red Bull mit Ferrari und Mercedes um Siege und Podestplätze kämpfen, nicht mit dem eigenen Juniorteam Racing Bulls, das in Suzuka beide Autos in Q3 brachte. Immerhin: Isack Hadjar erweist sich als deutliche Verstärkung im Vergleich zu einigen früheren Teamkollegen Verstappens. In Suzuka qualifizierte er sich vor dem Weltmeister, gemeinsam mit “x”. Arvid Lindblad überzeugt als Rookie Vor Saisonbeginn stand Arvid Lindblad in der Kritik. Der Brite gibt sein F1-Debüt mit gerade einmal 18 Jahren und kommt aus einer eher unspektakulären Formel-2-Saison, die er als Sechster beendete. Viele Stimmen meinten, Red Bull hätte ihm noch ein weiteres Jahr in der Nachwuchsserie geben sollen, um Erfahrung zu sammeln. Schließlich wurde er im Eiltempo durch die Formelpyramide geführt.
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Diese Diskussionen sind verstummt. Lindblad beweist, dass er in die Formel 1 gehört und steht bereits zum zweiten Mal in drei Wochenenden in Q3. Damit zeigt er die wichtigsten Eigenschaften eines Topfahrers. Zunächst braucht es reinen Speed, Erfahrung und Rennhärte folgen später. Getty Images AsiaPac Arvid Lindblad hat derzeit genug Gründe zur Freude.
Besonders bemerkenswert: Der Racing-Bulls-Bolide ist kein Auto, das automatisch in Q3 steht. Lindblad brachte ihn dorthin, während Teamkollege Liam Lawson in Q2 ausschied. Einen Stallgefährten schon so früh in der Rookie-Saison regelmäßig zu schlagen, ist eine beachtliche Leistung. George Russell dürfte keinen Spaziergang zum WM-Titel erleben Seit klar ist, dass Mercedes den Reglementwechsel am besten getroffen hat, gilt George Russell als Topfavorit auf den WM-Titel. Die Argumente liegen auf der Hand: Inzwischen bestreitet er seine achte Formel-1-Saison, 2025 fuhr er seine bislang stärkste Meisterschaft und bringt alle Voraussetzungen mit, um um den Titel zu kämpfen.
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Auf der anderen Seite der Garage stehen die Vorzeichen anders. Andrea Kimi Antonelli ist noch Teenager, seine Rookie-Saison im vergangenen Jahr verlief naturgemäß wechselhaft. Langfristig erwarteten viele, dass er seinem erfahrenen Teamkollegen nicht das Wasser reichen kann. Anzeige FORMEL 1 Fanartikel
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Der Saisonauftakt in Melbourne schien dieses Bild zu bestätigen. Russell gewann von der Pole, Antonelli komplettierte auf Platz zwei einen Mercedes-Doppelsieg, ohne den Briten ernsthaft zu gefährden. Eine Woche später in Shanghai drehte sich die Rollenverteilung: Der 19-Jährige holte als jüngster Polesetter der F1-Geschichte die Bestzeit und feierte anschließend seinen ersten Grand-Prix-Sieg, erneut vor Russell. Die entscheidende Frage lautete: Kann er dieses Niveau konstant abrufen? Blickt man auf Japan, spricht vieles dafür. Antonelli sicherte sich eine weitere Poleposition und hatte seit dem zweiten Freien Training die Oberhand im teaminternen Duell.
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Im Moment sieht es so aus, als würde Russell seinen ersten WM-Titel nicht im Eiltempo einfahren, auch wenn er weiterhin der Favorit bleibt. Antonelli erweist sich als ernsthafte Bedrohung. Er hatte die pure Geschwindigkeit immer, doch nun bringt er die nötige Konstanz mit, die ihm im vergangenen Jahr nach einigen Fehlern noch gefehlt hatte.
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