McLaren zieht Test-Bilanz: Noch keine Chance gegen Mercedes und Ferrari
| . | . | . |
McLaren hat die Wintertests in Bahrain mit einem insgesamt positiven Eindruck abgeschlossen – sieht sich im Kräfteverhältnis vor dem Saisonstart in Australien aber nicht ganz vorne. Teamchef Andrea Stella spricht von einer produktiven Vorbereitung, ordnet Ferrari und Mercedes jedoch als leichte Favoriten ein. LAT Images McLaren glaubt, aktuell noch nicht mit Ferrari mithalten zu können
Nach insgesamt neun Testtagen – inklusive Shakedown in Barcelona und den beiden offiziellen Tests in Sachir – zieht Stella ein klares Fazit: “Insgesamt war es eine positive Testsession. Vor allem hier in Bahrain hat sich das Auto sehr zuverlässig verhalten.” Aus Sicht des Teamchefs konnte McLaren praktisch alle geplanten Programmpunkte abarbeiten. “Wir haben im Grunde alle Testpunkte abgehakt – aus funktionaler Sicht, aus Zuverlässigkeitssicht und im Hinblick auf die Rennfähigkeit.” Genau diese Stabilität habe es ermöglicht, “sehr viele Runden zu drehen und sehr viel zu lernen”. Stella: Können sagen, dass wir das Auto verstanden haben “Ich denke, wir sind an einem Punkt, an dem wir sagen können, dass das Potenzial des Autos relativ gut verstanden und auch genutzt wurde”, so Stella, der gleichzeitig einschränkt: “Natürlich ist alles neu, und bei jedem Run gibt es etwas zu lernen.”
//jseAo3c(“Rect”);
Besonders wichtig sei gewesen, dass das Team jeden Tag Fortschritte erzielen konnte. “Ich glaube, wir haben an jedem einzelnen Tag ein bisschen Performance hinzugefügt”, erklärt Stella. Das sei nur möglich gewesen, weil man in der Lage war, “zu testen, zu experimentieren, mit dem Set-up zu spielen, an der aerodynamischen Optimierung zu arbeiten, mit den Reifen zu arbeiten – und ich würde sagen auch mit der Nutzung und Optimierung der Power-Unit zu spielen”. Gerade Letzteres bezeichnet Stella als “definitiv einen großen Punkt”. Die neue Motorengeneration verlangt den Fahrern und Ingenieuren deutlich mehr Management ab – ein Aspekt, den McLaren laut Teamchef intensiv bearbeitet hat. Ferrari und Mercedes als Maßstab – McLaren in der Top-4-Gruppe Bei der Einordnung der Hackordnung zeigt sich Stella offen – und vorsichtig. “Ich würde sagen, dieser Test hat bestätigt, dass Ferrari und Mercedes die Teams sind, die es zu schlagen gilt.” Beide hätten “einen kleinen Vorteil” gezeigt. McLaren sieht er dennoch im Spitzenfeld: “Ich denke, McLaren ist nicht weit weg. Es ist gut zu sehen, dass wir Teil der Top-4-Gruppe sind.” Der Abstand nach ganz vorne sei jedoch noch vorhanden. Video wird geladen…
Die Frage nach Red Bull beantwortet Stella differenziert. Eine Rennsimulation von Oscar Piastri und Max Verstappen habe zu einem ähnlichen Zeitpunkt stattgefunden – und mit vergleichbarem Tempo. “Oft ist die Rennsimulation der Bereich, in dem man die echte Performance der Autos am genauesten sehen kann”, sagt Stella.
//jseAo3c(“Rect”);
Gleichzeitig mahnt er zur Vorsicht: “Je nach Tageszeit kann eine Rennsimulation deutlich schneller sein.” Als Beispiel nennt er Lando Norris, der am Ende des dritten Testtages ein starkes Longrun-Tempo zeigte – allerdings unter besonders günstigen Streckenbedingungen. “Ich denke, McLaren und Red Bull sind wahrscheinlich sehr ähnlich – Ferrari und Mercedes einen Schritt voraus.” Technisches Problem am Freitag – Fokus auf Melbourne Der abschließende Testtag verlief für McLaren nicht ganz reibungslos. Während der verpflichtenden Mittagspause entdeckte das Team ein technisches Problem am Chassis des MCL40, das zunächst behoben werden musste. Dadurch verzögerte sich der Start der Nachmittagssession. Für Lando Norris bedeutete das: Die ursprünglich geplante Rennsimulation konnte nicht vollständig absolviert werden. “Wir haben ein kleines Chassis-Problem am Auto gefunden, was unser Nachmittagsprogramm verzögert hat”, erklärt der Brite. “Dadurch konnten wir die komplette Rennsimulation nicht wie geplant durchziehen.”
//jseAo3c(“Rect”);
Dennoch zieht Norris ein positives Gesamtfazit: “Insgesamt waren es solide neun Testtage, und wir haben viel über diese neuen Autos und darüber gelernt, wie man Performance aus ihnen herausholt – besonders im Hinblick auf die neuen Power-Units.” Auch Oscar Piastri spricht von “sehr produktiven drei Tagen” in Bahrain und insgesamt neun intensiven Testtagen. “Wir haben sehr viel über diese neuen Autos gelernt”, sagt der Australier. “Ich fühle mich in einer guten Position vor Melbourne.” Zwar gibt es noch “viel freizuschalten”, insbesondere in den ersten Freien Trainings vor dem Saisonstart. Doch die Testpläne seien sauber abgearbeitet worden: “Wir haben gute Fortschritte in vielen Bereichen gemacht.” Für Piastri steht nun sein Heimrennen an: “Als Nächstes kommt Melbourne, mein Heimrennen. Es ist immer großartig, dort zu sein. Ich freue mich darauf, wieder auf die Strecke zu gehen und den MCL40 zu fahren.” Fahrer stärker gefordert – neue Ära beginnt Stella unterstreicht, dass die neue Reglement-Ära die Rolle der Fahrer nochmals anspruchsvoller macht. “Ein Bereich, der immer wieder deutlich wird, ist, dass die Rolle des Fahrers in dieser Saison unter dem neuen Reglement noch herausfordernder ist.”
//jseAo3c(“Rect”);
McLaren wolle Norris und Piastri die bestmöglichen Werkzeuge an die Hand geben, um die maximale Performance abzurufen. “Wir wissen, dass sie stärker damit beschäftigt sein werden, die Power-Unit zu managen, ohne Rundenzeit oder Rennkunst zu kompromittieren.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
Nico Hülkenberg: So steht es wirklich um Audi
Formelsport
Phoenix-Test von Mick Schumacher: Schreckmoment und wichtige Erkenntnis
DTM
Rouven Mohr neuer Technikvorstand bei Audi: Neustart für den Motorsport?
Motorrad
MotoGP-Test in Thailand: Jorge Martin zurück, aber noch nicht bei 100 Prozent
Nach 1.108 Runden und 5.776,791 Kilometern in Barcelona und Bahrain fühlt sich McLaren gut vorbereitet – aber nicht in der Favoritenrolle. “Es gibt noch mehr zu lernen”, betont Stella. “Und wir werden uns im Laufe der Saison weiterentwickeln, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.”
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





