Sieg und Tragödie: Die bewegte Geschichte der US-Teams in der Formel 1

Sieg und Tragödie: Die bewegte Geschichte der US-Teams in der Formel 1

 

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Pünktlich zum Start der Formel-1-Saison 2026 begrüßen wir mit Cadillac einen neuen amerikanischen Player im Grid. Das Interesse an der Königsklasse in den Staaten boomt: Mit Haas und Cadillac schicken die USA zwei waschechte Konstrukteure ins Rennen, während Red Bull Ford die Boliden von Red Bull und den Racing Bulls befeuert. Dazu gesellen sich gleich drei Grand Prix in Texas, Miami und Las Vegas.   Shadow im Jahr 1975: Ein Blick auf die Top-5-Teams der USA

Doch trotz der enormen Motorsport-Tradition in den USA waren amerikanische Rennställe seit der Gründung der Weltmeisterschaft 1950 eher Mangelware. Wir klammern hierbei die zahlreichen Teams aus, die zwischen 1950 und 1960 nur beim Indy 500 antraten – das zählte damals zwar zur WM, war aber kein echter Grand Prix nach Formel-1-Reglement. Es gab zwar immer wieder private US-Gaststarts, wie etwa die kuriose Teilnahme von Indy-Legende Rodger Ward beim US-GP 1959 in einem Leader-CardsKurtis-Kraft-Offenhauser-Midget. Wir konzentrieren uns jedoch auf die Teams, die ernsthafte, mehrjährige Formel-1-Projekte gestemmt haben.
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Hier ist unsere Top 5 der US-Rennställe, basierend auf Erfolg, Impact und Langlebigkeit. Übrigens: Das in Großbritannien ansässige Team Haas, das Ende 1985 und 1986 mit Lola-Chassis antrat, holte in 19 Starts sechs Punkte. Das Highlight war der Grand Prix von Österreich 1986, als Alan Jones vor seinem Teamkollegen Patrick Tambay auf den Plätzen vier und fünf landete – allerdings mit zwei Runden Rückstand auf Sieger Alain Prost im McLaren. Eine ehrenvolle Erwähnung verdient zudem das Scarab-Team, das 1960 nur zwei WM-Starts absolvierte. Der Frontmotor-Bolide war bei seinem Erscheinen bereits veraltet, ist aber bis heute eine Augenweide und im historischen Motorsport extrem konkurrenzfähig. 5. Parnelli
Jahre: 1974-1976
Starts: 16
Bestes Ergebnis: 4. Platz
Beste Quali: 3. Platz
Schnellste Runden: 1
Punkte: 6   Parnelli in der Formel 1

Die US-Rennfahrerlegende und Indy-500-Sieger von 1963, Parnelli Jones, gründete Ende der 60er zusammen mit Velko Miletich das Team Vel’s Parnelli Jones Racing. Zunächst feierte das Team in der IndyCar-Serie Erfolge am Fließband. Nach zwei Indy-Siegen und drei USAC-Titeln wagte Parnelli 1974 den Sprung in die Formel 1 – mit Ex-Lotus-Designer Maurice Philippe und Mario Andretti am Steuer.
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Der VPJ4 mit Cosworth-DFV-Motor gab sein Debüt beim Grand Prix von Kanada. Andretti qualifizierte sich als 16. und verpasste als Siebter die Punkte nur um eine Viertelsekunde. Beim Finale in Watkins Glen startete er sensationell als Dritter, wurde aber disqualifiziert, weil er außerhalb der Boxengasse Hilfe von seinen Mechanikern in Anspruch nahm. 1975 tat sich Andretti im Qualifying schwer, sammelte aber in Schweden und Frankreich Punkte. Doch als Firestone als Geldgeber absprang, klaffte ein Loch im Budget. Nach nur drei Rennen der Saison 1976 und einem sechsten Platz von Andretti in Südafrika war das Abenteuer Parnelli beendet. 4. Haas
Jahre: 2016-heute
Starts: 214 (Stand vor Saisonbeginn 2026)
Bestes Ergebnis: 4. Platz
Beste Quali: 4. Platz
Schnellste Runden: 3
Punkte: 386  LAT Images Haas beim Formel-1-Test in Bahrain 2026

Die Truppe von Gene Haas darf als das erfolgreichste neue Team der vergangenen Jahrzehnte gelten. Die F1-Hürden sind hoch, doch Haas punktete direkt beim Debüt in Australien 2016 und stürmte 2018 bis auf Rang fünf der Konstrukteurswertung.
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Das Hauptquartier liegt in Kannapolis (North Carolina), dazu kommen eine Basis in England und ein “Hub” bei Ferrari in Maranello. Haas war das erste US-Team seit dem Ende von Haas Lola 1986. Das Projekt ist italienisch geprägt: Dallara fertigt seit Tag eins die Chassis, Ferrari liefert die Motoren. Diese enge technische Partnerschaft mit Maranello hält die Kosten im Zaum.
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Nach der Ära mit Romain Grosjean und Esteban Gutierrez prägten Kevin Magnussen und Grosjean vier Jahre lang das Bild. Ein Podium fehlt zwar noch, aber zwei schnellste Runden und ein Doppelerfolg (Platz vier und fünf) beim Grand Prix von Österreich 2018 schlagen zu Buche. 2021 folgte das Tal der Tränen: Mit den Rookies Mick Schumacher und Nikita Mazepin und dem Fokus auf das neue 2022er-Reglement blieb das Team punktlos am Ende des Feldes. Das Comeback von Magnussen 2022 (nach dem Aus für Mazepin und Sponsor Uralkali infolge der Invasion in der Ukraine) brachte den Aufschwung: Platz fünf beim Auftakt in Bahrain. Doch der Name Schumacher brachte nicht den erhofften Erfolg; steigende Unfallkosten führten dazu, dass Schumacher 2023 durch Routinier Nico Hülkenberg ersetzt wurde.
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Der VF-23 war zwar über eine Runde schnell, fraß aber die Reifen zum Frühstück. Haas wurde WM-Letzter, was Teamchef-Ikone Günther Steiner den Job kostete. Ingenieur Ayao Komatsu übernahm. 2024 schnupperte man an WM-Rang sechs, wurde aber durch das Regen-Podium von Alpine in Brasilien noch auf Platz sieben verdrängt. Für 2026 ist das Team neu aufgestellt: Youngster Oliver Bearman und Alpine-Flüchtling Esteban Ocon ersetzen Magnussen und Hülkenberg (Wechsel zu Sauber). 2025 verlief zäh: Aerodynamik-Probleme und Bouncing ließen Haas auf Rang acht der WM abrutschen. 3. Penske
Jahre: 1971, 1974-1976
Starts: 32
Siege: 1
Podien: 4
Poles: 1
Punkte: 26   Team Penske in der Formel 1

Das erfolgreichste Motorsport-Team Amerikas versuchte sich nur kurz in der Formel 1, doch diese drei Jahre waren geprägt von Triumph und Tragödie.
Nach ersten Gehversuchen mit Kunden-McLarens 1971 kehrte das Team 1974 mit eigenem Chassis zurück. Mark Donohue, extra aus dem Ruhestand zurückgeholt, fuhr beim Debüt des PC1 in Kanada auf Platz zwölf.
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1975 wollte der Rennstall voll angreifen, doch Donohue kämpfte mit dem Speed des PC1. Nach dem Wechsel auf einen March 751 wurde er Fünfter in Silverstone, bevor er beim Warm-up am Österreichring tödlich verunglückte. Penske kehrte mit John Watson zurück. 1976 wurde der neue PC4 richtig schnell: Podien in Paul Ricard und Brands Hatch ebneten den Weg für den emotionalen Sieg am Österreichring – genau ein Jahr nach Donohues Tod an gleicher Stelle. Legendär: Watson rasierte sich nach einer Wette mit Roger Penske anschließend seinen Bart ab.
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Trotz Platz fünf in der Konstrukteurs-WM zog sich Roger Penske Ende 1976 zurück, um sich auf IndyCar zu konzentrieren. Die Autos liefen 1977 noch unter ATS-Flagge, was wir hier jedoch nicht mitzählen. 2. Shadow
Jahre: 1973-1980
Starts: 104
Siege: 1
Podien: 7
Poles: 3
Punkte: 67,5   Shadow in der Formel 1

Don Nichols’ Shadow-Team startete als US-Rennstall, trat aber ab 1976 mit britischer Lizenz an. Der einzige Sieg gelang zwar unter dem Union Jack, doch Shadow war durch und durch das Projekt des Amerikaners Nichols.
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Der schlanke DN1 holte 1973 direkt beim zweiten Start durch George Follmer ein Podium. 1975 war man bärenstark: Jean-Pierre Jarier holte zwei Poles und führte in Brasilien souverän, bis die Technik streikte. Tom Pryce gewann zwar das nicht zur WM zählende “Race of Champions”, doch in der WM verhinderten Defekte und Fehler den verdienten Lohn. Der große Tag kam 1977 am Österreichring: Alan Jones pflügte im Regen von Startplatz 14 nach vorne und staubte den Sieg ab, als James Hunts Motor einging. Es blieb das letzte Highlight. 1978 verlor man Personal an das neue Arrows-Team (inklusive Rechtsstreit um Kopien des Autos), 1980 gingen bei Shadow die Lichter aus. Überschattet wurde die Geschichte durch zwei Tragödien: Peter Revson verunglückte 1974 in Kyalami tödlich, Tom Pryce starb 1977 am selben Ort bei einem der schrecklichsten Unfälle der Formel-1-Geschichte.
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1. Anglo American Racers (Eagle)
Jahre: 1966-1968
Starts: 27
Siege: 1
Podien: 2
Schnellste Runden: 2
Punkte: 17   Anglo American Racers in der Formel 1

Nur drei Jahre dabei, aber was für ein Impact! Der Eagle T1G gilt bis heute als einer der schönsten Rennwagen aller Zeiten. Dan Gurney, einer der größten US-Piloten, verließ Brabham Ende 1965, um sein eigenes Team aufzubauen. Während die Basis in England lag, war das Herz amerikanisch. Man kaufte nicht einfach bei Cosworth, sondern entwickelte mit Weslake eigene V12-Motoren.
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In Frankreich 1966 holte Gurney die ersten WM-Punkte für eine US-Konstruktion. 1967 war der Eagle pfeilschnell, aber fragil. Gurney gewann den GP Belgien mit Rekordgeschwindigkeit und hätte wohl auch am Nürburgring triumphiert, wäre nicht kurz vor Schluss eine Halbwelle gebrochen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Gegen den neuen Lotus 49 mit DFV-Power hatte der Eagle einen schweren Stand, zumal die Unterstützung von Goodyear nachließ. Finanzielle Nöte zwangen Gurney 1968 zum Rückzug aus der Formel 1. All American Racers und die Eagle-Chassis wurden danach zur Großmacht bei den IndyCars und später im IMSA-Programm von Toyota. Doch in der Formel 1 bleibt der Eagle als der “schönste US-Traum” unvergessen.

 
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