Stroll stichelt gegen Russell: “Wird ihm egal sein, wenn er vorne ist”
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Kurz vor dem Saisonauftakt in Melbourne sorgen die neuen Formel-1-Regularien bereits für reichlich Gesprächsstoff im Fahrerlager. Das Schlagwort lautet oft: Energiemanagement. Die Piloten müssen die 350 kW elektrische Leistung, die von der MGU-K kommt, so effektiv wie möglich verwalten. Das führt hinter dem Lenkrad zu teils “unnatürlichen” Manövern. LAT Images Lance Stroll witzelt über die Aussagen von George Russell
George Russell bestätigte bereits, dass das Herunterschalten auf den Geraden – ein Szenario, vor dem Max Verstappen schon vor Jahren gewarnt hatte – tatsächlich vorkommen kann. Der Mercedes-Pilot empfand dies jedoch nicht als unnatürlich und verglich es mit dem Herunterschalten in einem Straßenauto an einem steilen Hang. Zudem erwarten mehrere Fahrer, darunter Esteban Ocon, sogar Lift-and-coast während der Qualifying-Runs. Lance Stroll hat beim Shakedown in Barcelona zwar nur zwei Installationsrunden absolviert und hat daher noch kein vollständiges Bild der neuen Regeln. Doch als Russells Bemerkungen beim Aston-Martin-Launch in Saudi-Arabien zur Sprache kamen, musste der Kanadier lachen.
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“Ich bin mir sicher, wenn George in Australien in seinem Mercedes mit vielleicht 30 Sekunden Vorsprung gewinnt, wird es ihm nichts ausmachen, auf den Geraden herunterzuschalten oder extrem viel Lift-and-coast zu betreiben! Vielleicht ändert er bis dahin noch seine Meinung.” Die ersten Fahrten der neuen Formel-1-Autos 2026
Auf die Nachfrage, ob er Mercedes in der Anfangsphase der Saison wirklich so weit vorne erwartet, fuhr Stroll fort: “Normalerweise gibt es bei neuen Regeln immer ein weit auseinandergezogenes Feld. Ich habe keine Kristallkugel, aber ja.” Stroll vermisst die Saugmotor-Ära Generell ist Stroll kein großer Fan der Richtung, in die sich die Formel 1 entwickelt. “Ich sage es schon lange: Ich fände es schön, Saugmotoren mit synthetischen Kraftstoffen zu haben – aber ich mache die Regeln nicht, ich fahre nur die Autos.” “Leider hat sich der Motorsport mit der Batterieleistung mehr in diese Richtung entwickelt. Seit ich dabei bin – also in den vergangenen zehn Jahren – geht es selbst im Rennen nur noch um Sprit- und Reifenmanagement, man pusht nicht mehr voll am Limit.” “Mit den Reifen, die wir jetzt haben, kann man selbst in vielen Qualifying-Runden unter bestimmten Bedingungen nicht voll attackieren. Ich würde liebend gerne in einer Ära der Formel 1 fahren, wie wir sie früher gesehen haben: mit Nachtanken, leichten Autos, guten Reifen, wo es immer Flat-out geht. Aber da sind wir heute leider nicht.” Sein Fazit bleibt jedoch pragmatisch: “Wer auch immer in Australien auf der Pole steht, dem wird das alles egal sein.” McLaren verlor wohl 100 bis 120 Punkte Abtrieb Neben dem Energiemanagement haben die Fahrer nach den ersten Eindrücken in den neuen Maschinen einen weiteren Aspekt hervorgehoben: Die 2026er-Autos haben deutlich weniger Abtrieb. Das liegt zum Teil daran, dass man sich weniger auf den Ground-Effect verlässt, und zum Teil daran, dass der Automobil-Weltverband FIA den Fokus erneut auf Autos gelegt hat, die enger hintereinander herfahren können sollen. F1-Tests 2026 erklärt: Warum wir kaum was sehen werden! Video wird geladen… In dieser Woche findet der erste Test der Formel-1-Saison 2026 in Barcelona statt.
Lando Norris ging sogar so weit zu sagen, dass es sich in mancher Hinsicht – zum Beispiel beim erforderlichen Fahrstil – eher wie ein Formel-2-Auto anfühle.
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Als Fernando Alonso diese Worte in Saudi-Arabien hörte, huschte dem Spanier ein Lächeln übers Gesicht. “Er hatte einen größeren Schritt als wir! Sagen wir mal, er hat 100 oder 120 Punkte Abtrieb verloren; wir haben viel weniger verloren. Daher war unsere Anpassung, denke ich, viel einfacher.”
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Damit spielt Alonso auf die schwierige Saison 2025 an, die Aston Martin hinter sich hat. Der Verlust an Abtrieb für das Team aus Silverstone fiel daher weniger dramatisch aus als für Top-Teams wie McLaren. Zeitenjagd in Barcelona: Kein F2-Niveau Während das Gefühl im Cockpit Norris an seine Formel-2-Tage erinnerte, zeigen die Daten, dass das Bild bei den Rundenzeiten weniger dramatisch ist. Wo manche Weltuntergangsszenarien vor der Saison von Formel-2-Zeiten sprachen, bewahrheitete sich dies beim Shakedown in Barcelona absolut nicht. Vor Bahrain-Test: Ferrari wirkt stark! Video wird geladen… Der geheime Formel-1-Shakedown in Barcelona liegt hinter uns und wir ordnen ein, was diese ungewöhnliche Testwoche wirklich wert war.
Lewis Hamilton führte die Zeitenliste mit einer 1:16,348 an – knapp fünf Sekunden langsamer als Oscar Piastris Pole-Runde aus dem Jahr 2025. Dabei ist zu beachten, dass die Bedingungen in Barcelona beim kalten Januar-Shakedown nicht repräsentativ waren und dies erst der Anfang einer steilen Entwicklungskurve ist. Zum Vergleich: Die Formel-2-Pole im letzten Jahr in Spanien lag bei einer 1:25,180, aufgestellt von Arvid Lindblad.
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Obwohl es weiterhin Bedenken wegen der neuen Regeln gibt, fügte Stroll hinzu, dass der vorherige Reglement-Zyklus auch nicht sonderlich viel Spaß gemacht habe und man ihn nicht zu sehr verherrlichen sollte. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formelsport
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Stroll stichelt gegen Russell: “Wird ihm egal sein, wenn er vorne ist”
“Ich glaube nicht, dass die letzte Fahrzeuggeneration besonders angenehm zu fahren war. Sie waren sehr steif und schwer – ich weiß nicht, vielleicht finden wir an diesen kleineren Autos mehr Gefallen, aber das wird die Zeit zeigen.”
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