Tränen bei Romain Grosjean: Die Beichte von seinem Ex-Ingenieur Ayao Komatsu
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Romain Grosjean sorgte im Laufe seiner Formel-1-Karriere mehrfach für Schlagzeilen: Nur einen Monat, nachdem er wegen seiner Rolle im Massencrash beim Start zum Großen Preis von Belgien 2012 eine Rennsperre erhalten hatte, geriet der damalige Lotus-Pilot erneut in den Fokus. LAT Ayao Komatsu war 2012 noch Renningenieur von Romain Grosjean bei Lotus
Beim Großen Preis von Japan 2012 kollidierte Grosjean kurz nach dem Start mit Red-Bull-Pilot Mark Webber, der sich zu dieser Zeit noch Chancen auf die WM-Krone ausrechnete. Die Wut des Australiers, der seinen 26-jährigen Kontrahenten damals unter anderem als “Irren der ersten Runde” bezeichnete, war anschließend groß. Der heutige Haas-Teamchef Ayao Komatsu war damals noch Renningenieur von Grosjean, selbst aber erst 36 Jahre alt, und hat nun öffentlich eingeräumt, die emotionale Verfassung seines Fahrers nicht so aufgefangen zu haben, wie es möglich und nötig gewesen wäre.
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Im High Performance Podcast sagte Komatsu, er habe sich “vor bestimmten Aspekten von [Grosjeans] Charakter gedrückt” und erklärte: “Ich wusste nicht, was ich damit anfangen sollte, wissen Sie, ich wusste nicht, wie ich ihm helfen könnte.” Mark Webber nach Kollision mit Grosjean stinksauer “Mark Webber kam nach dem Rennen in Romains Raum, schlug und trat gegen jedes einzelne Paneel, das man sich vorstellen kann – und stürmte dann davon”, verrät der damalige Renningenieur des Franzosen. “Und dann Romain, weinend auf dem Boden.” “Wenn ich Romain gewesen wäre, selbst wenn ich schuld gewesen wäre: Wenn jemand kommt und all meine Paneele zertritt, würde ich diesen Kerl rausschmeißen, oder? Aber er konnte das nicht”, erinnert sich Komatsu an die Situation vor knapp 14 Jahren. Grosjean war auch für den Massencrash in Spa 2012 verantwortlich
“Und in diesem emotionalen Zustand wusste ich nicht, was der beste Weg gewesen wäre, ihm zu helfen”, gibt der Japaner zu. “Ja, ich bin es nicht frontal angegangen.” Komatsu, selbst noch ziemlich unerfahren, konnte Grosjean damals keinen Ratschlag geben. “Das ist das Problem”, räumt der heutige Haas-Teamchef ein, dass er keine Worte für seinen Piloten hatte. “Ich konnte nichts anbieten, sagen wir, nichts wirklich Sinnvolles, richtig? Aber ich denke, mit mehr Lebenserfahrung hätte ich die Situation anders behandeln können.” “Ich hätte das Problem, was immer es war, gemeinsam mit ihm etwas intensiver angehen können. Das hätte einen großen Unterschied machen können”, glaubt der mittlerweile 50-Jährige. “Heute weiß ich das, aber damals konnte ich es einfach nicht.” Romain Grosjean ist Ayao Komatsu nicht böse “Als ich Romain dann vor ein paar Jahren in Interlagos traf, sagte ich ihm: ‘Ich habe wirklich das Gefühl, dich im Stich gelassen zu haben, weil ich dir in dieser Situation nicht helfen konnte – mir fehlte einfach die Lebenserfahrung.'”
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“Ich wünschte, ich hätte damals fünf Jahre mehr Lebenserfahrung gehabt. Ich hätte es anders gemacht, ich wäre diesen Weg gemeinsam mit dir gegangen, um dich aus diesem Loch herauszuholen’, wenn man so will – dem Tiefpunkt, an dem er war. Nicht nur in Suzuka, sondern bei vielen anderen Vorfällen.” “Aber Romain sagte zu mir: ‘Ayao, wir sind zusammen erwachsen geworden. Ich will keinen Ayao mit fünf Jahren mehr Lebenserfahrung von damals. Ich würde nichts ändern'”, verrät Komatsu. “Wissen Sie, er ist ein großartiger Kerl. Aber ich wünschte trotzdem, ich hätte mehr tun können.”
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Grosjean befand sich zu jener Zeit in einer frühen Phase der Zusammenarbeit mit einem Sportpsychologen, dem er später wesentliche Fortschritte in seiner Herangehensweise und seiner mentalen Stabilität zuschrieb. In seiner Formel-1-Karriere stand der Franzose insgesamt zehnmal auf dem Podium, ein Sieg blieb ihm jedoch verwehrt.
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