Verbrenner statt Elektro: Warum Ford mehr am Red-Bull-Motor macht
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Noch in diesem Monat werden beide Red-Bull-Teams erstmals den komplett neuen, hauseigenen Antrieb testen. Obwohl der erste Wintertest in Barcelona unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, ist er dennoch ein wichtiger Gradmesser für Ford und Red Bull. Getty Images Ford treibt 2026 das Auto von Max Verstappen mit an
Ford-Performance-Direktor Mark Rushbrook meint, dass dieser Test zeigen werde, ob sich die gesamte Arbeit der vergangenen drei Jahre in einem konkurrenzfähigen Antrieb ausgezahlt hat. In diesen drei Jahren hat Ford hinter den Kulissen mehr beigetragen, als ursprünglich vorgesehen war. In den ersten Gesprächen – die auf Seiten von Red Bull noch von Christian Horner geführt wurden – war geplant, dass Ford neben finanzieller Unterstützung vor allem zu den elektrischen Komponenten beiträgt. Das wurde zunächst auf den 3D-Druck ausgeweitet, später kamen laut Rushbrook weitere Bereiche hinzu.
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“Die ursprüngliche Liste konzentrierte sich auf den elektrifizierten Teil: die Batteriezelle, den Motor, den Inverter, die Software und das Kalibrierungstool. Das war im Wesentlichen der Plan, und das wurde definitiv geliefert”, erklärt Rushbrook in einem exklusiven Interview mit der niederländischen Edition von Motorsport.com. “Was wir aber nicht erwartet hatten und was für uns anfangs keine Priorität war, war der Verbrennungsmotor. Das hat sich im Laufe des Projekts geändert, insbesondere weil sich unser Plan für den Modellzyklus unserer Straßenfahrzeuge verändert hat.” Neue Regeln, neue Autos, neue Teams: 10 Änderungen für die Formel 1 2026 Video wird geladen… Ein neues Motoren- und Aerodynamikreglement sollen das Racing unberechenbarer enger und spannender machen.
Im Einklang mit der übergeordneten Strategie der Ford Motor Company wurden im Formel-1-Projekt mit Red Bull Powertrains andere Schwerpunkte gesetzt. “In unseren Planungen für die Serienfahrzeuge werden wir weiterhin Verbrenner, Vollhybride und vollelektrische Fahrzeuge haben. Deshalb wurde es für uns immer wichtiger, auch an der Entwicklung des Verbrennungsmotors beteiligt zu sein”, so Rushbrook. Ford hofft, das Wissen aus dem Formel-1-Verbrennungsmotor auf Serienfahrzeuge übertragen zu können – etwas, das in den ersten Gesprächen noch keine Rolle spielte. “Während wir am elektrischen Teil gearbeitet haben und gesehen haben, was beim Verbrennungsmotor passiert, haben wir eine Chance erkannt, uns einzubringen. Viele der tatsächlichen Teile, die jetzt in Dearborn gefertigt werden, betreffen den Verbrennungsmotor des Antriebs. Diese Teile werden täglich hergestellt und täglich verschickt.”
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Laut Rushbrook bedeutet Fords stärkeres Engagement beim Verbrennungsmotor nicht, dass Red Bull Powertrains Defizite hatte oder bestimmte Dinge nicht selbst umsetzen konnte. “Es ging nicht unbedingt darum, dass etwas gefehlt hat. Aber wenn technische Köpfe zusammenarbeiten und an bestimmten Themen tüfteln, hören sie Dinge auf oder werden gefragt: Was würde Ford in dieser Situation tun? Und da konnten wir sagen: Wir können tatsächlich helfen – und genau das haben wir dann auch getan.” Was bringt die Formel 1 Ford konkret? Rushbrook ist überzeugt, dass das gesamte Projekt von diesem Ansatz profitiert hat, gleichzeitig habe sich aber auch die Relevanz der Formel 1 für Ford erhöht. Motoren-Mogelpackungen in der Formel 1
“Auf der Elektrifizierungsseite, zum Beispiel bei der Chemie der Batteriezellen, konnten wir etwas beitragen, haben aber auch selbst viel gelernt. Bei Software und Kalibrierung haben wir aus meiner Sicht den größten Beitrag aus unserer bisherigen Erfahrung geleistet.”
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“Wenn ich aber über den Verbrennungsmotor spreche, dann geht es um das Design, die tatsächliche Fertigung der Komponenten, die physischen Teile, additive Fertigung und so weiter. Das hat uns auf ein deutlich höheres Niveau gebracht als bei früheren Programmen. In Bezug auf die Menschen, die Qualitätskontrolle, die Maßhaltigkeit – das hat uns wirklich auf ein neues Level gehoben.” Bleibt Ford länger in der Formel 1? Dass Ford weiterhin Autos mit reinem Verbrennungsmotor baut, hängt mit der langfristigen Relevanz der Formel 1 zusammen. 2025 begannen die Diskussionen über die Motorenformel nach dem aktuellen Zyklus. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hatte zunächst einen V10 ins Spiel gebracht, diese Idee wurde später jedoch auf einen V8 mit elektrischem Anteil zurückgestutzt.
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Wenn Ford weiterhin Verbrennungsmotoren baut: Reicht das dem Konzern, oder gibt es darüber hinaus konkrete Wünsche für ein Engagement in der Formel 1 über 2030 hinaus? Rushbrook: “Wir haben unsere zukünftige Modellpalette klar vor Augen. Wir wissen, dass wir auf absehbare Zeit Verbrenner, Hybride und vollelektrische Fahrzeuge haben werden – vor allem, weil die globalen Regularien zunehmend regional unterschiedlich sind. Das bedeutet, dass wir unsere Produktzyklen darauf abstimmen müssen. Und wir wollen vor allem Rennen fahren, um diese Innovation und den Technologietransfer zu unterstützen.” Weil Ford bei seinen Serienfahrzeugen auf ein breites Spektrum setzt, zeigt man sich offen für die Zukunft der Formel 1. Spannende und überraschende Formel-1-Zahlen zur Ground-Effect-Ära
“Da wir unterschiedliche Anteile von Verbrennungsmotoren, mehrere Hybridvarianten und vollelektrische Fahrzeuge haben werden, fühlen wir uns wohl dabei, mit am Tisch zu sitzen. Solange es etwas gibt, das für uns einigermaßen relevant ist, sind wir zufrieden. Wir wissen, dass es in jeder Rennserie, in der wir antreten, ein Geben und Nehmen geben muss. Und ich denke, wir haben dafür viel Spielraum. Das, worüber aktuell gesprochen wird, wird für uns akzeptabel sein.” Auf die konkrete Nachfrage, ob das auch für einen V8 mit zumindest einem gewissen Grad an Elektrifizierung gelte, antwortet Rushbrook: “Ja.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Damit erscheint eine längere Partnerschaft mit Red Bull über den kommenden Zyklus hinaus realistisch – zumal Ford zuvor bereits angedeutet hatte, dass die Investitionen idealerweise auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgelegt sind.
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