Wie Oliver Bearman bereits an seiner Formel-1-Zukunft mit Ferrari arbeitet

Wie Oliver Bearman bereits an seiner Formel-1-Zukunft mit Ferrari arbeitet

 

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Haas-Pilot Oliver Bearman zählt zu den vielversprechendsten Talenten in der Formel 1: Der 20-jährige Brite stellte seinen etablierten Teamkollegen Esteban Ocon im Vorjahr deutlich in den Schatten und konnte auch in dieser Saison schon mit einigen starken Auftritten auf sich aufmerksam machen.  LAT Images Oliver Bearman gilt als möglicher Hamilton-Nachfolger bei Ferrari

Das Wochenende in Japan verlief zwar durchwachsen, doch ein siebter Platz in Australien und ein fünfter Platz in China zeigten das Potenzial des Haas-Piloten deutlich. In der Fahrer-WM liegt Bearman trotz seines Unfalls in Japan aktuell auf dem siebten Rang, direkt hinter den sechs Fahrern der drei Top-Teams. Welche Ergebnisse sind in dieser Saison noch drin, vielleicht sogar der erste Podestplatz? “Ich habe das Limit noch nicht gesehen”, meint Haas-Teamchef Ayao Komatsu dazu im Formel-1-Podcast Beyond The Grid. “Er hat ein riesiges, riesiges Potenzial.”
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Zweifel daran gibt es keine: Bearman, der Teil des Ferrari-Juniorprogramms ist, überzeugte schon in den Nachwuchsserien und gewann sowohl die deutsche als auch die italienische Formel-4-Meisterschaft. Das Vertrauen der Scuderia belohnt der Brite seitdem kontinuierlich mit starken Ergebnissen. Direkt in die Formel 3 aufgestiegen, landete er trotz mangelnder Erfahrung auf dem dritten Gesamtrang. Seine Zeit in der Formel 2 war durchwachsen, wenn auch gespickt mit einigen starken Einzelleistungen. Beim Formel-1-Debüt glänzte Bearman, als er beim Großen Preis von Saudi-Arabien 2024 bei Ferrari für Carlos Sainz einsprang. Haas-Teamchef: “Keinen Sinn, sich Sorgen zu machen” Der siebte Platz machte den Ferrari-Junior zum bis dahin drittjüngsten Punkte-Sammler der Formel-1-Geschichte, auch wenn er inzwischen wegen Mercedes-Youngster Kimi Antonelli und Racing-Bulls-Rookie Arvid Lindblad auf den fünften Platz zurückgefallen ist. Friede, Freude, Eierkuchen: Sind F1-Fahrer heute einfach zu lieb, Ralf Schumacher? Video wird geladen…  

Sein Ziel für die Zukunft bleibt dennoch klar: Bearman strebt ein Stammcockpit bei Ferrari an. Haas-Teamchef Komatsu ist sich sogar schon bewusst, dass sein Talent früher oder später das amerikanische Team verlassen wird, um nach Maranello zu wechseln. “Es hat keinen Sinn, sich darüber Sorgen zu machen”, sagt der Japaner. “Ich glaube fest daran, nur das zu kontrollieren, was man kontrollieren kann. Ferrari investiert seit vielen Jahren in ihn. Wir haben ihn für das letzte Jahr bekommen und natürlich auch für dieses Jahr.” “Also müssen wir uns auf das konzentrieren, was wir kontrollieren können. Und wenn wir dann einen großartigen Job mit Ollie gemacht haben und Ollie so gut performt, dass Ferrari ihn im folgenden Jahr wirklich haben möchte, müssen wir glücklich sein, dass wir unseren Job gemacht haben, wenn man so will. Also muss man sich auf seinen Job konzentrieren.” Hat Oliver Bearman überhaupt Chancen bei Ferrari? Doch wie realistisch ist es, dass Bearman schon in der Saison 2027 ein Ferrari-Cockpit bekommt? Das hängt stark von Lewis Hamilton ab, insbesondere von seiner Leistung und der persönlichen Zufriedenheit. Denn die Saison 2025 war für Hamilton die schwächste seiner gesamten Formel-1-Karriere.
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Hamilton tat sich schwer mit seinem Ferrari und teilweise auch mit dem Team. Die Ground-Effect-Boliden der Generation 2022 bis 2025 lagen ihm nie optimal, doch in den diesjährigen Autos fährt der siebenfache Weltmeister nun plötzlich auf einem Niveau, das dem von Charles Leclerc ähnelt.  circuitpics.de Sitzt Oliver Bearman bald im Ferrari von Lewis Hamilton?

Er bevorzugt wendigere, kompaktere Autos und genießt den neuen Rennstil mehr als die meisten anderen Fahrer. Dennoch ist der “alte” Hamilton aus seinen WM-Jahren nicht vollständig zurück. Glänzende Momente gab es nun zwar, aber die konstante Spitzenform ist fraglich. Daher ist es verständlich, dass Ferrari über die Zukunft nachdenkt.
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Doch die Scuderia ist für ihre vorsichtige Fahrerwahl bekannt. Zwar beförderte man Leclerc früh, doch seine Leistungen im roten Renner zerstreuten alle Zweifel nach seiner starken Debütsaison bei Sauber rasch. Felipe Massa war 2006 vielleicht ein größeres Risiko, weil er noch relativ unerfahren war, obwohl er weniger Fehler machte als erwartet. Doch Bearmans Vielzahl überzeugender Leistungen macht Vergleiche mit Massa mittlerweile überflüssig, eher lässt er sich mit Leclerc vergleichen. Komatsu betonte, dass Bearman seine Anfängerfehler schnell abgestellt und bis Ende 2025 deutlich konstante Leistungen gezeigt hatte, mit beeindruckender Entwicklung. Bearman erlebt 2025 ein schwieriges Haas-Debüt Vor etwas mehr als einem Jahr verunfallte Bearman beim Freien Training in Australien zweimal, sehr zum Ärger des Haas-Teamchefs. “Er hatte einen schweren Unfall und konnte deshalb am Freitag nicht fahren”, erinnert Komatsu an die vergangene Saison.
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“Ich erinnere mich an ein Gespräch mit ihm am Freitagabend: ‘Hör zu, Ollie, wir brauchen dich morgen früh, denn wir haben bisher nur Estebans Feedback. Ich brauche unbedingt deins'”, erzählt Komatsu. “Und was macht er dann im dritten Freien Training? Er crasht sofort.” Die 20 letzten Formel-1-Debütanten in den Punkten

“Ich war wütend”, gibt der Japaner nun rückblickend zu, “aber ich musste mich beruhigen, die Emotion beiseitelegen und dann ein starkes, hartes, aber konstruktives Gespräch mit ihm führen. Genau das haben wir getan.” “Das Erstaunliche an dem Jungen – okay, er ist 20 Jahre alt, also kann ich ihn vielleicht nicht mehr als ‘Jungen’ bezeichnen, aber er ist nicht mal halb so alt wie ich – ist, dass er wirklich enttäuscht und am Boden zerstört ist. Aber wenn wir uns unterhalten, ist er sehr offen.” Teamchef lobt: Bearman lernt aus seinen Fehlern “Er hört zu, selbst wenn er nicht zustimmt, er hört wenigstens zu”, sagt Komatsu. “Diese Eigenschaft ist mir sehr früh aufgefallen. Wenn man zuhören und die Informationen anderer verarbeiten kann, egal ob man zustimmt oder nicht, ob sie einem gefallen oder nicht, dann hat man die Chance, sich zu verbessern, richtig?”
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Der Haas-Teamchef erinnert sich an das Gespräch mit Bearman in Shanghai zu Beginn des Wochenendes im Vorjahr. “Ich sagte zu ihm: ‘Hör zu, die Rundenzeit hier in Shanghai ist mir dieses Wochenende egal, weil ich weiß, dass du schnell bist'”, verrät Komatsu.  LAT Images Beim Formel-1-Auftakt 2025 in Australien crashte Bearman zweimal

“‘Aber wenn du an diesem Wochenende, sagen wir, drei Zehntel hinter Esteban bist, ist mir das egal, weil ich nicht an deiner Geschwindigkeit zweifle. Aber du musst jede einzelne Runde absolvieren, die im Programm steht. Das ist alles, worauf ich achte.'”
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“Und er sagte: ‘Okay.’ Er legte los und fuhr jede einzelne Runde des Programms”, erinnert sich Komatsu an China 2024: “Was war das Ergebnis? Punkte geholt. Stimmt’s?” Schon 2024 überzeugte Bearman beim Großen Preis von Brasilien, als er für den erkrankten Kevin Magnussen einsprang. “Wahnsinn!”: Wie Bearman in Brasilien 2024 beeindruckte “Brasilien ist eine sehr, sehr technische Strecke”, betont Komatsu. “Ich liebe die Strecke, weil sie so anspruchsvoll für die Fahrer ist. Und er hatte keine Simulator-Session oder Ähnliches. Ich sagte ihm um 6 Uhr morgens: ‘Kevin ist nicht fit, kannst du ins Auto springen?’ Keine Vorbereitung.” Es war ein Sprint-Wochenende, also hatte der Haas-Pilot nur eine Stunde Zeit, sich auf das Sprint-Qualifying vorzubereiten. “Ich erinnere mich an das erste Freie Training, die erste Runde. Ohne jegliche Vorbereitung. Diese Runde werde ich nie vergessen”, sagt der Teamchef.   Beim Formel-1-Einsatz in Brasilien 2024 konnte Bearman überzeugen

“Ich dachte nur: ‘Wie ist das möglich? Du bist gerade erst aufgewacht, hast erfahren, dass du fährst, bist ins Auto gestiegen, hast mit den Ingenieuren gesprochen, bist aus der Box gefahren, hast eine Auslaufrunde hingelegt und dann noch eine schnelle Runde. Wahnsinn! Er hat dieses natürliche Talent dafür. Aber das ist wirklich ein schmaler Grat!'”
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Es waren erste Eindrücke von dem Niveau, das Bearman mit gerade einmal 20 Jahren bereits erreicht hat, und von der Leistung, die er in Zukunft noch erzielen könnte: pure Geschwindigkeit, gepaart mit dem, was Komatsu als “Offenheit, Authentizität und Bescheidenheit” beschreibt. Vielleicht nicht 2027, aber die Zeit wird kommen … Ob er nächstes Jahr die große Chance auf einen Aufstieg bei Ferrari erhält, wird sich zeigen. Doch selbst wenn nicht, kann er auf seinen Landsmann George Russell schauen, dessen Geduld schon oft auf die Probe gestellt wurde – denn Mercedes erwies sich, genau wie Ferrari, bei der Wahl von Hamiltons Teamkollegen als konservativ.
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Russell führte Williams geduldig zu so vielen Punkterängen wie möglich und spürte den Verlust der Titelchancen von Mercedes genau zu dem Zeitpunkt, als er zum Team aus Brackley wechselte. Doch nun, fünf Jahre später, hat er ein siegfähiges Auto in der Hand. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Vielleicht richtet sich Bearmans Blick auf seinen ehemaligen Formel-2-Teamkollegen und aktuellen WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, das könnte ihm niemand verdenken. Doch die Hauptsache ist, dass er nicht vergisst, dass die Zeit für ihn arbeitet – und das tut sie wirklich.

 
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