Zu gefährlich: McLaren-Teamchef fordert “zwingende” Änderungen in der Formula 1
| . | . | . |
McLaren-Teamchef Andrea Stella hat die Formel 1 zu “zwingend erforderlichen” Anpassungen aufgerufen, weil er die Sicherheit der Fahrer vor dem Saisonstart in Melbourne gefährdet sieht. Dem Italiener sind vor allem drei Themen ein Dorn im Auge: die Starts, Überholen und die Notwendigkeit von Lift-and-Coast am Ende der Geraden, um Energie zurückzugewinnen. LAT Images Andrea Stella sieht vor allem drei Themen derzeit kritisch
Bezüglich der Starts gab es bei den Testfahrten in Bahrain einige kritische Stimmen, weil diese zum Problem werden könnten. Denn: Autos sind nun darauf angewiesen, dass der V6-Motor den Ladedruck im Turbo beim Start aufbaut. Fahrer berichteten, dass sie ungefähr zehn Sekunden lang Gas geben müssen, um den Ladedruck auf das erforderliche Niveau zu bringen. Wird dieser Vorgang jedoch nur geringfügig falsch getimt, kann dies entweder zu einem langsamen Losfahren führen oder das Auto in den Anti-Stall-Modus versetzen.
//jseAo3c(“Rect”);
Letzteres passierte am Freitag Alpines Franco Colapinto bei der gemeinsamen Startübung der Formel-1-Fahrer zum Abschluss der Testfahrten. Der Argentinier rollte los, blieb aber in Kurve 1 mit seinem Auto stehen. Zudem stellen sich die Autos am Ende der Startaufstellung so spät auf, dass sie nach den aktuellen Verfahren möglicherweise gar nicht die erforderlichen zehn Sekunden Zeit haben, um den Turbo hochzuspulen. Stella: Möchten keine langsamen Autos beim Start “Wir reden hier nicht darüber, wie schnell man im Qualifying ist. Wir reden nicht über die Rennpace. Wir reden über die Sicherheit in der Startaufstellung”, sagt Stella über die komplizierten Startprozeduren. “Es gibt Themen, die einfach wichtiger sind als das Wettbewerbsinteresse. Und für mich ist Sicherheit im Grid, die mit einfachen Anpassungen erreicht werden kann, einfach eine Selbstverständlichkeit”, betont der Italiener. Eine Lösung könnte darin bestehen, das Timing des Startvorgangs anzupassen, um den Fahrern ein größeres Zeitfenster zu geben, um die Turbolader im Grid auf die richtige Drehzahl zu bringen. “Wir müssen sicherstellen, dass das Startprozedere es allen Autos ermöglicht, die Antriebseinheit startklar zu haben, denn der Grid ist nicht der Ort, an dem man Autos haben möchte, die beim Losfahren langsam sind”, sagt Stella.
//jseAo3c(“Rect”);
“Dies liegt in einem größeren Interesse als jedes Wettbewerbsinteresse. Ich denke also, dass alle Teams und die FIA das Spiel der Verantwortung spielen sollten, wenn es darum geht, was nötig ist”, so der McLaren-Teamchef. Energie geht aus: Wird Überholen unmöglich? Stellas nächster Kritikpunkt betrifft das Thema Überholen, das durch die Abschaffung von DRS und die Einführung der aktiven Aerodynamik erschwert wurde, da sie allen Autos ermöglicht, ihre Front- und Heckflügel auf ausgewiesenen Geraden flachzustellen, was die Möglichkeit einschränkt, einen Geschwindigkeitsunterschied zu erzeugen. “In der Vergangenheit verschaffte das DRS dem nachfolgenden Auto einen solchen Vorteil in Bezug auf den Luftwiderstand”, sagt Stella. “In diesem Jahr hat man, wenn man jemandem folgt, den gleichen Luftwiderstand und die gleiche Leistung, sodass das Überholen ziemlich schwierig wird.”
//jseAo3c(“Rect”);
“Unsere Fahrer haben während dieser drei Testtage in Bahrain Rennen gegen andere Fahrer simuliert und fanden es extrem schwierig zu überholen.” Es herrscht das Gefühl, dass der implementierte Boost-Modus keinen ausreichenden Unterschied macht, um das fehlende DRS auszugleichen, da die Autos im Allgemeinen ohnehin nicht genug Energie übrig haben, um sie zu verbrauchen. Neue Regeln, neue Autos, neue Teams: 10 Änderungen für die Formel 1 2026 Video wird geladen… Ein neues Motoren- und Aerodynamikreglement sollen das Racing unberechenbarer enger und spannender machen.
Eine mögliche Lösung hierfür wäre die Reduzierung der maximal erlaubten elektrischen Leistung im Rennen (derzeit 350 kW), was den doppelten Vorteil hätte, dass den Autos die Energie auf der Geraden viel später ausgeht und sichergestellt wird, dass der neue Boost-Modus tatsächlich wie angekündigt funktioniert, um einen größeren Geschwindigkeitsunterschied zu erzeugen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Die Tatsache, dass man eine zusätzliche Energiemenge hat, wenn man folgt und innerhalb der einen Sekunde liegt, ist schwer auszunutzen, da diese zusätzliche Energie, wenn überhaupt, nur ein klein wenig mehr Leistung am Ende der Geraden bedeuten kann”, sagt Stella. “Ich denke also auch hier, dass wir als F1-Gemeinschaft schauen sollten, was getan werden kann, um sicherzustellen, dass wir eine vernünftige Machbarkeit beim Überholen haben. Andernfalls verlieren wir eines der grundlegenden Elemente des Rennsports, nämlich den Fahrern die Möglichkeit zum Überholen zu geben.” Lift-and-Coast: Kommt es zu schweren Auffahrunfällen? Beim dritten Punkt kommt Stella wieder auf das Thema Sicherheit zu sprechen. Denn weil Fahrer am Ende der Geraden vom Gas gehen müssen, um mittels Lift-and-Coast Energie zurückzugewinnen, könnte es zu großen Geschwindigkeitsunterschieden und damit potenziell zu schwerwiegenden Auffahrunfällen kommen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Dies ist möglicherweise keine ideale Situation, wenn man dicht folgt, und dies kann zu einer Rennsituation führen, wie wir sie schon ein paar Mal gesehen haben – mit [Mark] Webber in Valencia, [Riccardo] Patrese in Portugal und noch ein paar mehr, die wir in der Formel 1 definitiv nicht mehr sehen wollen”, warnt Stella. Mark Webber stieg in Valencia an Heikki Kovalainen auf und überschlug sich
Eine Möglichkeit, die Notwendigkeit von Lift-and-Coast-Techniken zu verringern, besteht darin, die Vorschriften zum “Superclipping” anzupassen – jenem Phänomen, bei dem Autos bereits Energie gewinnen, während sie noch mit Vollgas fahren. Derzeit dürfen Autos mit bis zu 250 kW “superclippen”, aber eine Erhöhung auf die vollen 350 kW Kapazität des Elektromotors würde den Autos mehr Energie zum Spielen geben, ohne auf gefährlichere Techniken zurückgreifen zu müssen. Entscheidet die Kommission etwas? “Es geht um drei einfache Dinge – Starts, Überholen und Maßnahmen zur Vermeidung von Lift-and-Coast”, fasst Stella noch einmal zusammen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Und ich denke, diese einfachen technischen Lösungen existieren und sie werden in der nächsten Formel-1-Kommission diskutiert. Ich halte es für zwingend erforderlich, weil es möglich und einfach ist. Wir sollten also nicht verkomplizieren, was einfach ist, und wir sollten nicht aufschieben, was sofort möglich ist.” Video wird geladen…
Das Treffen der Formel-1-Kommission am nächsten Mittwoch mit den elf Teams, der FIA und dem kommerziellen Rechteinhaber FOM ist eine Gelegenheit, letzte Änderungen vor dem Saisonauftakt in Australien am 8. März zu vereinbaren.
//jseAo3c(“Rect”);
Es bleibt abzuwarten, ob die Teams dabei eine gemeinsame Basis finden werden, obwohl die FIA Änderungen notfalls aus Sicherheitsgründen durchsetzen könnte.
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





