35 Prozent weniger CO2: die Formel 1 am Weg zur Klimaneutralität
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Die Formel 1 hat nach eigenen Angaben ihre CO2-Emissionen weiter gesenkt und sieht sich auf einem guten Weg, die Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2030 zu erreichen. Wie aus dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht hervorgeht, lagen die Emissionen der Königsklasse im Jahr 2025 bei 148.805 Tonnen CO2-Äquivalent (tCO2e). Das entspricht einem Rückgang von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Formel 1 auf dem Weg zur Klimaneutralität 2030
Verglichen mit dem Basiswert aus dem Jahr 2018 von 228.793 Tonnen CO2-Äquivalent hat die Formel 1 ihre Emissionen damit um insgesamt 35 Prozent reduziert. Das Ziel der Königsklasse ist, die Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu senken und die verbleibenden, unvermeidbaren Emissionen durch glaubwürdige Ausgleichsprogramme zu kompensieren, um das angestrebte “Net-Zero” zu erreichen. Der aktuelle Bericht wurde vom Unternehmen Normative geprüft, das auf CO2-Bilanzierung spezialisiert ist. Er umfasst die Emissionen der Formel 1 und ihrer Teams an den Standorten, bei den Rennveranstaltungen sowie durch die umfangreichen Reise- und Transportaktivitäten rund um den ursprünglich 24 Grand Prix umfassenden Kalender, der in dieser Saison durch die Absage des Bahrain- und des Saudi-Arabien-Grand-Prix auf 22 Rennen verkürzt wurde. Einsparungen vor allem bei Energie und Logistik Zu den größten Einsparungen hätten laut Formel 1 die Umstellung auf erneuerbare Energien an den Fabrikstandorten und weiteren Einrichtungen der Teams und der Serienorganisation beigetragen. Darüber hinaus seien die Emissionen im Reisebereich durch verstärkte Investitionen in nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF), den Ausbau von Remote Operations und die Verringerung der zu den Grand Prix transportierten Frachtmengen reduziert worden.
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Auch bei den Logistikpartnern und Teams seien Fortschritte erzielt worden. Immer mehr Teams setzen demnach auf nachhaltige Kraftstoffe für ihre Lkw, während die Formel 1 erstmals auch in nachhaltige Kraftstoffe für den Seetransport investiert hat. Nach ersten Tests beim Grand Prix von Österreich im Jahr 2023 wird inzwischen bei allen europäischen Grand Prix erneuerbare Energie für den Betrieb des Fahrerlagers genutzt. Dabei kommen eine Kombination aus Solarenergie und HVO-Kraftstoff (Hydrotreated Vegetable Oil) zum Einsatz. Weitere Maßnahmen bis 2030 geplant Für die kommenden Jahre plant die FOM (Formula One Management), noch mehr Ausrüstung in regionalen Logistikzentren vorzuhalten, anstatt sie regelmäßig zwischen den Austragungsorten und Großbritannien zu transportieren. circuitpics.de Die Formel 1 ist auf bestem Weg das Net-Zero-Ziel zu erreichen
Bis 2030 soll zudem die Hälfte, der derzeit per Flugzeug transportierten, Broadcast- und Begleitfracht auf andere Transportwege verlagert werden. Zusätzliche Einsparungen werden auch durch die weitere Optimierung des Rennkalenders erwartet. Dazu zählt unter anderem die ab 2026 vorgesehene engere Terminabstimmung der Rennen in Miami und Montreal. Jones: “Nachhaltigkeit prägt jeder Entscheidung” “Sicherheit und Nachhaltigkeit bilden die Grundlage jeder Entscheidung, die wir treffen”, sagt Ellen Jones, Leiterin für ESG (Environmental, Social and Governance), dem Nachhaltigkeits- und Verantwortungsbereich der Formel 1. “Durch die Verdopplung unserer Investitionen in nachhaltigen Flugkraftstoff, unsere erste Investition in nachhaltigen Kraftstoff für die Seefracht und die enge Zusammenarbeit mit Veranstaltern, Teams und Partnern erzielen wir weitere Emissionsreduzierungen und beschleunigen gleichzeitig die Einführung neuer Technologien.” “Diese Maßnahmen zeigen unsere anhaltende Entschlossenheit, durch nachhaltige Innovationen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Auf dem Weg zu unserem Net-Zero-Ziel für 2030 wird das Future Race Operations Programme in den kommenden Jahren weitere deutliche Emissionssenkungen ermöglichen. Hinzu kommen die Auswirkungen der Optimierung des Rennkalenders, die ab der Saison 2026 vollständig wirksam werden.” Formel 1 sieht sich auf Kurs Nach Angaben der Formel 1 sollen die geplanten Maßnahmen dazu beitragen, die Emissionen in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren und das langfristige Nachhaltigkeitsziel der Rennserie zu erreichen.
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Die bisherige Bilanz zeigt zwar deutliche Fortschritte, doch der schwierigste Teil der Aufgabe steht der Formel 1 noch bevor: Ob das Net-Zero-Ziel tatsächlich erreicht wird, dürfte vor allem davon abhängen, ob die größten Emissionsquellen eines globalen Rennkalenders dauerhaft reduziert werden können und nicht nur effizienter verwaltet werden.
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