Quali-Verbremser: Oscar Piastri dementiert Sabotage-Vorwurf

Quali-Verbremser: Oscar Piastri dementiert Sabotage-Vorwurf

 

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In den hochbrisanten Schlussminuten des Qualifyings zum Großen Preis von Italien am vergangenen Wochenende sah der Plan von McLaren vor, dass Oscar Piastri vor seinem Teamkollegen Lando Norris auf die Strecke geht, um ihm auf der Geraden den Vorteil eines Windschattens zu verschaffen.  LAT Images Oscar Piastri verbremste sich im Qualifying von Monza

Doch Piastri blockierte vor der ersten Kurve ein Rad, räuberte über die Asphalt-Auslaufzone der Schikane und brach seine Runde ab. Natürlich gab es Stimmen, die darin den zynischen Versuch witterten, die Runde seines Teamkollegen bewusst zu ruinieren. Schließlich hatte Piastri – begünstigt durch den Windschatten von Norris bei seinem ersten Versuch – eine Zeit vorgelegt, die nach dem Abschwenken der Zielflagge für den vorläufigen dritten Startplatz reichte.
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Norris schätzte, dass ihn das Fahren an der Spitze des Feldes ohne Windschatten rund drei Zehntelsekunden auf einer Strecke kostete, auf der der Windschatteneffekt essenziell ist. Das verbannte Norris auf den achten Startplatz, während Piastri nach einer Strafe für das Aufhalten von Liam Lawsons Red Bull im früheren Verlauf der Session letztlich von Platz sechs startete. Anhänger der Absichtstheorie wiesen darauf hin, dass Piastri sofort verlangsamte, nachdem er die Auslaufzone angesteuert hatte – obwohl es im weiteren Verlauf der Runde womöglich noch eine Gelegenheit gegeben hätte, Norris Windschatten zu geben. Piastri: Daran denkt man im ersten Moment nicht … “Ja, die gab es wahrscheinlich”, erklärt Piastri vor dem Großen Preis von Spanien. “Aber wenn du dich verbremst und die Kurve verpasst, ist das Erste, woran du denkst, wie du aus dem Weg kommst – und sonst nichts.” “Ja, im Nachhinein hätte ich die Dinge vielleicht etwas anders angehen können. Aber ich denke, in diesem Moment etwas anderes zu erwarten, war meiner Meinung nach verdammt viel verlangt”, so der Australier. Er betont: “Können wir es beim nächsten Mal besser machen? Ja.” McLarens Problem in Monza war jedoch die Boxengassen-Position. Als Weltmeisterteam besitzt McLaren die erste Garage und muss auch zeitlich als erstes Team aus der Garage fahren, während die Konkurrenz reagieren kann. “Wir waren im Grunde schon verurteilt, bevor wir überhaupt auf unsere Runden gingen”, meint Piastri. Monza: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Doch für Teamchef Andrea Stella darf das nicht als Ausrede gelten. “Wenn man an der ersten Garage steht, muss man etwas aufpassen, dass man nicht zu spät rausfährt. Denn wenn man der Letzte ist, besteht das Risiko, dass man es nicht mehr rechtzeitig über die Linie schafft, um die Runde zu eröffnen”, sagt er.
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“Deshalb fanden wir uns an erster Stelle wieder. Aber wahrscheinlich müssen wir die Sicherheitsmargen überprüfen, die wir gewählt haben. Denn bei dem Windschatteneffekt, den wir dieses Jahr haben, ist die erste Position definitiv der Platz, an dem man nicht sein möchte.” In der Schlussphase des Rennens, als die McLarens hinter dem Drittplatzierten Max Verstappen lagen, holte Norris Piastri ein und versuchte, ihn vor der zweiten Schikane auf der Außenbahn zu überholen, geriet dabei jedoch mit zwei Rädern aufs Gras. Über Funk beschwerte er sich im ersten Moment, Piastri habe ihn von der Strecke gedrängt, schwächte seine Haltung später jedoch ab. McLaren ließ seine Fahrer frei fahren McLaren vertritt den Standpunkt, dass seine Fahrer gegeneinander fahren dürfen, solange sie sich nicht gegenseitig von der Strecke befördern – im Gegensatz zu Ferrari, wo bezüglich der Verhaltensregeln auf der Strecke offenbar Verwirrung herrscht.
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Dennoch sah sich McLaren im vergangenen Jahr viel Kritik ausgesetzt, weil der Eindruck entstand, Norris im Kampf um die Weltmeisterschaft zu bevorzugen. “In dem Moment, als Lando mit den Rädern aufs Gras geriet, funkte er und machte eine Bemerkung wie ‘Er hat mich abgedrängt’ oder so etwas”, sagt Stella. “Aber als wir es uns noch einmal angesehen haben, haben wir festgestellt, dass der Vorfall viel harmloser war, als er in der Hitze des Gefechts gewirkt haben mag.” Historische Aufholjagd: Wie Antonelli Russell gedemütigt hat I Rennen F1 Monza 2026 Video wird geladen…  

“Es ist also etwas, das wir im Kontext dieser Art von Zweikämpfen sicherlich analysieren werden. Sobald man gegeneinander kämpft, verliert man unter Umständen Zeit”, so der Teamchef.
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“Gab es also einen besseren Weg für McLaren, Verstappen Paroli zu bieten? Das werden wir überprüfen. Am Kommandostand war das für uns nicht offensichtlich, und wir hielten es für wichtiger, sie gemäß unserer Philosophie des freien Rennfahrens gegeneinander fahren zu lassen.” Die Vorfälle auf der Strecke am vergangenen Wochenende verdeutlichen die Tücken bei der Führung zweier extrem ehrgeiziger Teamkollegen. Ferraris Rennen endete in Schlammschlacht und Frust, nachdem Lewis Hamilton Charles Leclerc beschuldigte, ihn in der ersten Kurve abgedrängt zu haben, und anmerkte, dass das Team keine vernünftigen Verhaltensregeln habe. Piastri: Kommunikation der Schlüssel Mercedes musste unterdessen mitten im Rennen eingreifen, um seine Fahrer darauf hinzuweisen, dass ihr Geplänkel sie daran hinderte, sich von Max Verstappen abzusetzen. “Ich denke, das Wichtigste ist, die Dinge klar anzusprechen und keine Überraschungen zuzulassen”, sagt Piastri über den Ansatz von McLaren im Umgang mit seinen Fahrern.
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“Es ist sehr schwer, solche Überraschungen komplett zu vermeiden, und sie werden von Zeit zu Zeit passieren. Aber je mehr man sie minimieren kann, desto einfacher wird alles und desto besser bleiben die Beziehungen.” “Natürlich hat jedes Team eine etwas andere Art, Rennen zu fahren. Für mich war das in den letzten Jahren ein entscheidender Schlüssel zu unserem Erfolg”, meint er weiter. “Das vergangene Jahr war dafür wohl das perfekte Beispiel. Die Dinge hätten sich viel hässlicher entwickeln können, wenn wir uns entschieden hätten, die Situationen anders zu handhaben – sowohl als Fahrer als auch als Team.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Deshalb war das für uns immer das Allererste: einfach offen zu sein. Und wenn einen etwas frustriert, stellt man sicher, dass die anderen es auch wissen.”

 
Formel1.de 

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