Fahrernoten Baku: Eine einzelne Redakteursnote kippt Verstappen-Sieg!
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Isack Hadjar auf Augenhöhe mit Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen? Was auf der Strecke in Baku lange Zeit der Fall war, spiegelt sich auch in den Fahrernoten wider, die wir traditionell nach jedem Formel-1-Wochenende vergeben. Mark Sutton (Getty Images) Enges Duell um den Sieg: George Russell und Max Verstappen
Mit einer Durchschnittsnote von 1,52 und 1,54 waren die beiden auch in den Abschlusszeugnissen gleichauf. Beide wurden von der Redaktion mit einer 2 und von Formel-1-Experte Marc Surer mit einer 1 bedacht, sodass am Ende die Lesernote entscheiden musste. Die Leser sahen den Niederländer mit 1,55 zu 1,61 ein Stück besser, weswegen der zweite Platz in der Tageswertung an ihn ging, auch wenn Surer Hadjar bei seinem Comeback als “schnell, fehlerfrei und Teamplayer” lobt – und daher auch die Bestnote zückte.
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Der Sieg ging am Ende aber an George Russell, obwohl die Leser ihn mit 1,57 sogar ganz leicht schlechter als Verstappen bewerteten. Den Ausschlag gab hierbei die Note der Redaktion, die den Mercedes-Piloten für seinen ersten Grand Slam als einzigen Fahrer mit der Bestnote 1 ausstattete. Verstappen erhielt von zwei Redakteuren zwar auch die 1, doch weil drei Redakteure nur die Note 2 vergaben, bekam der Red-Bull-Pilot eben auch als Redaktionsnote “nur” die 2. Viele Toppiloten verpassen Top 10 Eine starke Leistung zeigte wieder einmal Pierre Gasly, der trotz des Unfalls mit seinem Teamkollegen als fünftbester Fahrer bewertet wurde. Und auch die beiden Haas-Piloten Esteban Ocon und Oliver Bearman konnten sich als Sechster und Siebter über Punkte freuen – genau wie Nico Hülkenberg, der im Rennen die Zähler als Elfter noch knapp verpasst hatte. Dafür mussten einige Toppiloten Federn lassen. Weder für Lewis Hamilton (Surer: “Nicht überzeugend”) noch Kimi Antonelli (“Kam auf dieser Piste nicht klar”), Oscar Piastri (“Der Verbremser …”) oder Lando Norris (“Nicht auf dem Niveau wie sonst”) gab es einen Platz in den Top 10. Das Schlusslicht bildete in Baku wenig überraschend Franco Colapinto, der für seinen Unfall mit Teamkollege Gasly und Norris von Surer und der Redaktion mit einer 6 bewertet wurde und auch von den Lesern mit 5,25 die schlechteste Bewertung aller 22 Fahrer erhielt. Wer hat wirklich geglänzt in Baku – und wer nicht? Wie die Redaktion nach dem Grand Prix von Aserbaidschan die Fahrernoten diskutiert hat, ist am Dienstagabend ab 20:30 Uhr übrigens ein Thema in der Call-in-Show “Live bei Scheuren” auf dem Twitch-Kanal von . Host Kevin Scheuren lädt dort User dazu ein, sich via Zoom persönlich zuzuschalten und mit ihm über den Grand Prix von Aserbaidschan und die Formel 1 zu quatschen. Zum Durchklicken: So bewertet Surer die 22 Fahrer! Wie Marc Surer die übrigen Fahrer benotet, das gibt’s in einer erweiterten Fotostrecke detailliert nachzulesen. In dieser Fotostrecke begründen sowohl der Formel-1-Experte als auch die Redaktion für jeden der 22 Fahrer einzeln ihre Noten. Sodass die User hoffentlich ab sofort noch besser nachvollziehen können, wie die Fahrernoten zustande gekommen sind. Baku: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Übrigens: Viele User wünschen sich von der Redaktion mehr Transparenz bei der Vergabe der Noten. Weshalb wir uns dazu entschieden haben, in einer eigenen Tabelle auch die einzelnen Noten unserer Redakteure zu veröffentlichen. Für die Gesamtredaktionsnote, die die Säule 3 des Systems ausmacht, einigt sich die Redaktion aber in einer Konferenz auf eine gemeinsame volle Note.
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In dieser Konferenz, die jeden Montagmorgen nach der Formel 1 ein fester Programmpunkt für uns geworden ist, geht’s manchmal hitzig zu, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen. Und wir sammeln dabei Argumente, die für oder gegen eine bessere oder schlechtere Note sprechen. Wie wir unsere Noten vergeben Die Idee hinter unserer Notenvergabe ist, die Leistungen an einem Wochenende und besonders im Rennen mit Noten zu bewerten (1 = Sehr gut, 6 = Ungenügend). Dabei sollen externe Einflüsse, die die Fahrer nicht selbst steuern können, ausgeblendet werden. Und damit nicht nur die Redaktion subjektiv bewertet, wie das bei Fußballmagazinen der Fall ist, haben wir mit den Lesern und dem Experten insgesamt drei gleichberechtigte Säulen geschaffen. Und so berechnen wir:
Aus der durchschnittlichen Benotung der -User, der Benotung durch Experte Marc Surer und der Benotung durch unsere Redaktion ermitteln wir den Durchschnitt. Aus diesem Durchschnittswert ergibt sich unser Fahrer-Ranking. Wir bilden nur eine Kommastelle ab, für die Berechnung ziehen wir aber alle Kommastellen heran. Aus diesen teilweise nicht sichtbaren Kommastellen ergibt sich die Reihenfolge des Rankings zweier Fahrer bei vermeintlichem Benotungs-Gleichstand. Die Noten der einzelnen Redakteure:
Wir werden oft gefragt, wie unsere Redaktionsnoten zustande kommen. Alle Redakteure unseres Formel-1-Teams geben zunächst einzeln ihre Noten ab. In einer Redaktionskonferenz am Morgen nach dem Grand Prix tauschen wir uns dann dazu aus und einigen uns auf gemeinsame Redaktionsnoten, die üblicherweise (aber nicht immer) den Durchschnitt der einzelnen Redakteursnoten abbilden. Beim Festlegen der Redaktionsnoten wird manchmal hitzig diskutiert. Ziel ist, uns auf gemeinsame Fahrernoten zu einigen, mit denen sich jeder Redakteur arrangieren kann. Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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Award für den Fahrer des Jahres:
Auf Basis der Gesamtnoten eines Rennwochenendes verteilen wir für die Jahreswertung 2026 Punkte. Analog zum Punktesystem in der echten Formel-1-Weltmeisterschaft erhält der Sieger 25 Punkte, der Zweite 18, der Dritte 15 – bis hin zu einem Punkt für Platz 10. Einen Bonuspunkt für die schnellste Runde gibt es nicht. Nach Saisonende wird der punktbeste Fahrer mit dem -Award für den Fahrer des Jahres 2026 ausgezeichnet.
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