Aston Martin erklärt virale Clips von Lance Stroll aus Silverstone
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Lance Stroll lenkt ein. Dann dreht er das Lenkrad noch weiter – bis es nahezu um 180 Grad verdreht ist. Das zeigen kurze Clips vom vergangenen Formel-1-Rennwochenende in Silverstone. Jetzt erklärt Aston-Martin-Einsatzleiter Mike Krack, was es mit diesen außergewöhnlichen Szenen auf sich hat. Getty Images Lance Stroll macht eine Sitzprobe im Aston Martin AMR26
Krack sagte: “Lance hat sich schon immer sehr deutlich über die Vorderachse geäußert. Ich glaube, er wollte zeigen, dass das Problem nicht von der Vorderachse selbst kommt. Denn selbst bei dieser hohen Geschwindigkeit baut die Vorderachse einfach keinen zusätzlichen Grip mehr auf – egal wie viel Lenkeinschlag man gibt.” Das ist in den Videos gut zu sehen: Strolls Aston Martin AMR26 untersteuert so dramatisch, dass selbst seine extremen Lenkbewegungen nichts bewirken. Das Auto schiebt einfach weiter über die Vorderachse.
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Doch was viele Beobachter erst anhand von Videos in den sozialen Netzwerken erkannten, bekam Krack am Kommandostand von Aston Martin live mit: “Auf unseren Bildschirmen werden [bei solchen Vorfällen] direkt einige Warnmeldungen angezeigt.” In Silverstone halfen selbst vergleichsweise steil eingestellte Flügel nichts. “Wir hätten dort viel Grip auf der Vorderachse gebraucht, aber den hatten wir nicht”, sagte Krack. “Ich schätze, das war Lance’ Art zu verdeutlichen, dass dies eine Schwäche unseres Autos ist.” Wie Stroll sein besonderes Lenkverhalten erklärt Stroll selbst sagte, er wollte “einfach helfen. Wir haben Instabilität beim Anbremsen und Einlenken in mittelschnellen bis langsamen Kurven. Und dann haben wir dieses aerodynamische Phänomen – eine Art Strömungsabriss zwischen Frontflügel und Unterboden. Dadurch verlieren wir in schnellen Kurven plötzlich komplett die Vorderachse.” Formel-1-Quiz
Wie viele Rennen konnte das Aston Martin-Team in der Formel 1 anführen?
39 32 41 3 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Dieser Strömungsabriss lasse sich anhand der Drucksensoren im Fahrzeug “nur sehr schwer erkennen oder eindeutig zuordnen”, erklärte Stroll. “Ich wollte den Ingenieuren in Silverstone, die an der Aerodynamik arbeiten, ein besseres Gefühl dafür vermitteln, was wir im Auto tatsächlich spüren. Manchmal lässt sich das allein anhand der Messdaten einfach nicht erkennen.” Warum Aston Martin solche Probleme positiv sieht Ein technisches Problem mit dem AMR26 schließt Krack zwar ausdrücklich aus, nimmt die Szenen aus Silverstone jedoch als Ansporn, die Entwicklung weiter voranzutreiben: “Auch wenn eine Eigenschaft negativ ist, lernt man daraus, dass man genau an diesem Punkt arbeiten muss.” “Ich möchte das nicht zu sehr in Schwarz und Weiß einteilen. Selbst eine problematische Eigenschaft kann sich letztlich als wertvoll erweisen. Man kann sie analysieren und versuchen, sie für die Zukunft auszumerzen, damit sie nicht wieder auftritt. Deshalb sehe ich das als nichts Negatives, sondern als etwas Positives.”
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Selbst der “Umgang mit diesen Themen” könne mittelfristig gewinnbringend sein, sagte Krack. “Wir machen das zwar auf einem geringeren Leistungsniveau, aber das ändert den grundsätzlichen Ansatz nicht. Es verändert weder den Ansatz bei der Optimierung noch die Arbeit im Simulator. In dieser Hinsicht ändert sich also eigentlich gar nichts.”
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