Aston Martin: Stolperte Honda über die eigene Philosophie?

Aston Martin: Stolperte Honda über die eigene Philosophie?

 

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Als Aston-Martin-Teamchef Adrian Newey während des Saisonauftakts in Melbourne am Freitag bei der Pressekonferenz der FIA auftauchte, sorgte der legendäre Designer aus mehreren Gründen für Aufmerksamkeit.  LAT Images Bei Aston-Martin-Honda gibt es noch deutlich Luft nach oben

Newey sprach offen über Hondas Batterieprobleme, räumte ein, dass ihn seine Rolle als Teamchef in gewissem Maße von seinen Konstruktionsaufgaben abgelenkt habe, und sagte – etwas überspitzt -, Honda habe sich in den vergangenen Jahren hauptsächlich mit Solarpaneelen beschäftigt. Die wohl interessanteste Bemerkung folgte jedoch erst später. Newey enthüllte, dass die Führung von Aston Martin erst im November 2025 festgestellt hatte, dass die Zusammensetzung von Hondas Formel-1-Projekt völlig anders war als während der glorreichen Jahre mit Red Bull.
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Dass dies erst im November 2025 klar wurde, klingt angesichts der Tatsache, dass die Partnerschaft bereits 2023 vereinbart worden war, weiterhin merkwürdig. Was sagt das über die Hausaufgaben aus, die Aston Martin gemacht – oder nicht gemacht – hatte? Und wusste das Team nicht bereits Jahre zuvor genau, worauf es sich einließ? Auch wenn dies Fragen über Aston Martins Vorgehensweise aufwirft, gibt es aus Sicht Hondas eine logische Erklärung. Der Generalverantwortliche für den Einsatz an der Rennstrecke und Chefingenieur Shintaro Orihara sagt, dass dies eng mit der übergeordneten Philosophie des japanischen Herstellers verbunden sei. “Honda ist ein sehr einzigartiges Unternehmen. Deshalb wechseln Mitarbeiter ständig zwischen den Straßenfahrzeugprojekten und dem Formel-1-Projekt”, sagt Orihara in einem exklusiven Interview mit . Neulinge mussten sich erst an die Formel 1 gewöhnen “Im vergangenen Jahr kamen viele – nicht neue, aber einige sehr talentierte – Mitarbeiter aus Straßenfahrzeugprojekten hinzu. Andere hatten zuvor im Red-Bull-Projekt gearbeitet”, betont er und erklärt: “Wir entwickeln in unserem Formel-1-Projekt ständig Talente weiter, um Hondas Wissen zu erweitern.” Die Idee dahinter ist, dass das gesamte Unternehmen von dem in der Formel 1 gewonnenen Wissen profitiert. Der Aufbau des Projekts mit überwiegend neuen Mitarbeitern brachte jedoch auch erhebliche Nachteile mit sich. Während der anfänglichen Entwicklungsphase fehlte es an spezifischer Formel-1-Erfahrung. Laut Orihara kam Honda schließlich genau zu diesem Schluss: “Wahrscheinlich war unser allgemeiner Entwicklungsstand bei den Mitarbeitern am Ende des vergangenen Jahres noch nicht ausreichend für die Formel 1.” Krachend gescheitert: Diese Formel-1-Großprojekte waren nie erfolgreich

“Beim Wintertest hatten wir dann einige ziemlich schwierige Momente. Diese Situationen haben unsere Mitarbeiter jedoch weiterentwickelt. Sie haben viel darüber gelernt, was für die Arbeit in der Formel 1 erforderlich ist”, so Orihara.
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“Sie verfügten bereits über ausreichend Wissen und Fähigkeiten auf hohem Niveau. Durch diese schwierigen Momente sammelten sie jedoch Erfahrungen darüber, wie sie in der Formel 1 arbeiten müssen.” Die ersten Monate des Jahres 2026 waren für das unerfahrene Personal eine steile Lernkurve. Die Mitarbeiter mussten sich schnell an die Anforderungen der Formel 1 anpassen. Honda hat außerdem auf andere Weise reagiert. Wie Honda auf die Probleme reagierte Als Ende 2025 klar wurde, dass die Belegschaft noch nicht das erforderliche Niveau erreicht hatte, holte Honda laut Orihara mehrere Mitarbeiter mit Erfahrung aus der Red-Bull-Ära zurück in das Formel-1-Projekt. Sie sollten kurzfristig zusätzliches Know-how und weitere Erfahrung einbringen.
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“Wir haben einige Kollegen zurückgeholt, die zuvor im Red-Bull-Projekt gearbeitet hatten. Dadurch verfügen wir nun über mehr Mitarbeiter in unserem Formel-1-Team, die Erfahrungen aus dem Red-Bull-Projekt mitbringen”, erklärt Orihara. Zusammen mit den Erfahrungen, die die neueren Teammitglieder gesammelt haben, befindet sich Hondas Formel-1-Projekt laut Orihara nun auf dem erforderlichen Niveau. Das erklärt zum Teil die schwierige Aufbauphase, auch wenn mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Formel-1-Quiz
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“Jetzt bin ich zuversichtlich, dass wir gut aufgestellt sind, um eine starke Powerunit und auch ein leistungsfähiges Energiemanagement für die kommenden Jahre zu entwickeln”, betont der Japaner. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Honda hat bereits angedeutet, dass das Unternehmen mit dem Upgrade in Zandvoort bei der Leistung der Powerunit wieder auf das von Orihara so bezeichnete “Rennniveau” zurückkehren möchte. Bis Ende 2027 oder Anfang 2028 soll Honda in der Formel 1 dann wieder zu einem “Top-Konkurrenten” werden.

 
Formel1.de 

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