Audi hadert mit P11: Punkte nach Startproblem bei Hülkenberg verpasst

Audi hadert mit P11: Punkte nach Startproblem bei Hülkenberg verpasst

 

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Für Audi wäre beim Formel-1-Rennen in Austin mehr drin gewesen. Die Pace stimmte, die Reifen hielten länger als erwartet und auch im Zweikampf wusste der Rennstall zu überzeugen.  LAT Images Nico Hülkenberg blieb am Ende der undankbare elfte Platz

Doch Nico Hülkenbergs Rennen nahm bereits in den ersten Metern eine entscheidende Wendung: Ein Problem mit dem Anti-Stall-System warf den Deutschen zurück. Am Ende blieb ihm nur Platz elf – und damit die undankbare Rolle des ersten Fahrers außerhalb der Punkteränge. “Ich hatte natürlich ein Problem am Start”, berichtet Hülkenberg bei Sky. Was genau schiefgelaufen ist, muss er zunächst mit seinem Team klären. “Es hat sich etwas komisch angefühlt. Ich hatte einen Anti-Stall, allerdings nicht direkt am Start, sondern erst nach den ersten Metern. Das war ungewöhnlich, natürlich nicht ideal und hat uns Zeit gekostet.”
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Der Rückstand, den er dadurch aufriss, ließ sich im weiteren Rennverlauf nicht mehr wettmachen. Hülkenberg und Audi versuchten zwar, möglichst viel Boden gutzumachen. Doch dafür fehlte letztlich die entscheidende Pace-Reserve gegenüber der Konkurrenz. “Der Rückstand war nicht mehr aufzuholen, weil wir ungefähr die gleiche Pace wie die Autos vor uns hatten. Das war das höchste der Gefühle”, bilanziert der Deutsche. Audi sieht verpasste Chance gegen Gasly Wie viel der Startfehler gekostet hat, macht vor allem die Einschätzung von Allan McNish deutlich. Der Audi-Rennleiter sieht die Rennpace seines Teams auf einem Niveau, das durchaus Punkte ermöglicht hätte. Im Vergleich zu den schnellsten Alpine und Racing Bulls sei Audi “absolut voll dabei” gewesen. Zudem habe man gegen Rennende den Rückstand auf Pierre Gasly deutlich verkürzt. Auch die Reifenhaltbarkeit stimmte. Insbesondere die weiche Mischung hätte Audi länger nutzen können, entschied sich aber aus strategischen Gründen für einen anderen Zeitpunkt des Boxenstopps. Dass beide Autos im Rennen Positionen gewinnen, diese anschließend verteidigen und sich sogar von der Konkurrenz absetzen konnten, wertet McNish als weiteren positiven Aspekt. Der entscheidende Haken: Beide Audi mussten aus schwierigen Ausgangspositionen nach vorne fahren. Gabriel Bortoleto startete von weit hinten, Hülkenberg fiel durch das Anti-Stall-Problem bis auf Platz 15 zurück. Damit wurde aus einem Rennen mit realistischen Chancen auf Punkte eine Aufholjagd, bei der Audi auf Fehler oder Ausfälle der Konkurrenz angewiesen war. Austin: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Das Negative war die Tatsache, dass der eine in der letzten Reihe gestartet ist und der andere beim Start ein Problem mit dem Anti-Stall-System hatte, wodurch er auf Platz 15 zurückfiel”, erklärt McNish. “Sobald wir also in Kurve 1 waren, befanden wir uns auf einer reinen Aufholjagd.” Besonders bitter ist das aus strategischer Sicht. Auf die Frage, ob Hülkenberg bei einem regulären Start und Platz elf nach der ersten Runde Pierre Gasly hätte undercutten können, fällt McNishs Einschätzung eindeutig aus: “Wenn man sich die Performance ansieht und wo wir mit dem Reifen standen, dann ja – das war durchaus eine Möglichkeit. Das war absolut drin.”
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Audi habe das Timing sowie die defensive und offensive Umsetzung der Strategie gut hinbekommen. Hülkenberg habe die notwendige Pace gehabt, um Gasly unter Druck zu setzen. “Wir haben es nur deshalb nicht geschafft, weil wir eben auf Platz 15 lagen”, bringt McNish den entscheidenden Nachteil auf den Punkt. Bortoleto bestätigt die Pace, kämpft aber mit Reifenverschleiß Auch Gabriel Bortoleto sieht das Potenzial für ein besseres Ergebnis. Der Brasilianer hatte über das Wochenende hinweg eine starke Geschwindigkeit gezeigt und war in mehreren Sessions in den Top 10 unterwegs. Im Qualifying gelang ihm in Q1 eine saubere Runde, die für Platz sechs gereicht hätte, doch aufgrund eines Motorwechsels musste er von hinten Starten und Gegner überholen. Das kostete nicht nur Zeit, sondern auch Reifen. “Wenn man dann natürlich von ganz hinten startet, muss man so viele Autos überholen und verbraucht enorm viele Reifen”, erklärt Bortoleto. Sobald endlich freie Fahrt möglich ist, fehle dadurch ein Teil der ursprünglichen Leistungsfähigkeit. Er ist dennoch überzeugt, alles aus dem Rennen herausgeholt zu haben. Entscheidung vertagt: Kimi Antonelli siegt, aber ist noch nicht Weltmeister | Rennen F1 Austin 2026 Video wird geladen…  

Ganz ohne interne Abstimmungsschwierigkeiten verlief sein Grand Prix allerdings nicht. Ein Missverständnis bei der Kommunikation rund um einen möglichen Boxenstopp führte dazu, dass Bortoleto an die Box kam, obwohl das eigentlich nicht vorgesehen war. Dadurch verlor er die Position gegen Arvid Lindblad. Esteban Ocon konnte er zwar noch überholen, doch hilfreich war der zusätzliche Stopp nicht.
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Im Vergleich zur Konkurrenz sieht Bortoleto vor allem in den langsamen Kurven und bei der Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden Verbesserungspotenzial. In schnellen Kurven sei Audi dagegen gut aufgestellt – teilweise sogar besser als die Gegner. Das passt zu McNishs positiver Gesamtbewertung der Pace, auch wenn sich diese bislang nicht zuverlässig in Punkte ummünzen lässt. Upgrades machen Audi Hoffnung für die nächsten Rennen Trotz des verpassten Ergebnisses nimmt Audi aus Austin positive Erkenntnisse mit. Die mitgebrachten Upgrades hätten genau das geliefert, was sich das Team unmittelbar davon versprochen habe, betont McNish. Das gesamte Paket habe funktioniert, und auch die Reifenperformance habe überzeugt.
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Für die kommenden Rennen stimmt ihn das zuversichtlich. In Mexiko erwartet Audi einige vergleichbare Szenarien, während Sao Paulo eine andere Herausforderung darstellen dürfte. Die Grundlage für weitere Fortschritte sei aber gelegt. Formel-1-WM ohne Topteams: So würde die

McNishs Fazit fällt deshalb zweigeteilt aus: Bei Einsatzbereitschaft, Geschwindigkeit und Zweikampfverhalten habe Audi einen starken Auftritt gezeigt. Das Ergebnis bildet diese Leistung jedoch nur unzureichend ab.
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Hülkenbergs Startproblem war dabei mehr als ein kleiner Rückschlag – es nahm dem Team eine strategische Option, die nach Einschätzung von McNish durchaus zu Punkten hätte führen können. Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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Dass am Ende kein Konkurrent vor Audi ausfiel, machte die Aufgabe zusätzlich schwer. Doch der verpasste Punktgewinn dürfte vor allem deshalb schmerzen, weil die Pace für mehr vorhanden war. Hülkenberg blieb als Elfter ohne Zähler – und Audi muss sich fragen, wie ein vermeidbarer Fehler in den ersten Metern künftig verhindert werden kann.

 
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