Daniel Ricciardo räumt mit IndyCar-Klischee über Formel-1-Stars auf
| . | . | . |
Die Vorstellung, dass Formel-1-Fahrer auf einem hohen Ross sitzen und geringschätzend auf die IndyCar-Serie herabblicken, ist schon seit einiger Zeit ein heißes Diskussionsthema in der internationalen Motorsport-Community. Der amerikanische Rennfahrer Conor Daly etwa findet, dass die Serie “von dort drüben mehr Respekt verdient”. Daniel Ricciardo (Instagram) Daniel Ricciardo hat im Podcast mit Conor Daly mit einem Vorurteil aufgeräumt
Als Daniel Ricciardo nun vor der 110. Ausgabe des Indy 500 in Dalys Podcast Speed Street zu Gast war, ließ die entsprechende Frage daher nicht lange auf sich warten. Der achtmalige Grand-Prix-Sieger weist die Vermutung jedoch zurück, dass Formel-1-Fahrer auf ihre Kollegen aus dem Ovalrennsport von oben herabschauen: “Dafür gibt es definitiv Respekt”, sagt er. “Es wurde nie nach dem Motto geredet: ‘Wir sind die Besten, die Formel 1 ist dies und wir stehen hier oben.’ Nein. Klar, als Kind war die Formel 1 für mich der Ort, an den ich unbedingt hinwollte. Ich war Fan von Ayrton Senna, als ich aufgewachsen bin, und das war ein großer Teil dessen, was ich machen wollte. Aber es war nie so, dass wir hier oben sind und alle anderen dort unten. Ich glaube, wenn man einmal ein gewisses Niveau erreicht hat, weiß man, was alles hinter dem Rennsport steckt.” Video wird geladen…
Die Hierarchie, die sich Fanlager im Internet zusammenbasteln, existiere innerhalb des Fahrerlagers jedenfalls nicht. Ricciardo erklärt: “Es gibt definitiv kein ‘Wir sind cooler als ihr Jungs.’ Überhaupt nicht. Zumindest habe ich das nie erlebt. Ich glaube, wir lieben letztlich einfach alle den Rennsport. Und ihr betreibt eine ganz andere Disziplin. Besonders natürlich die Ovalrennen im Vergleich zum Rundstreckenrennsport, den wir mit viel Abtrieb fahren. Aber es ist eben anders.” Ricciardo gibt zu: Habe Angst vor dem Oval! Bereits 2022 hatte der Australier klargemacht, dass ihm Ovalrennen Angst machen: “Scheiß drauf”, sagte er damals. “Ovale machen mir Angst.” Daran habe sich bis heute nichts geändert: “Ja, ich glaube, Max [Verstappen] hat das auch gesagt. Ich sage das schon seit vielen Jahren. Es macht mir höllische Angst.”
//jseAo3c(“Rect”);
Auf die Annahme angesprochen, Formel-1-Fahrer würden sich ausschließlich für die Formel 1 interessieren und nicht für andere Motorsportarten, ergänzt er: “Manche Leute sind überrascht, wenn sie hören: ‘Alter, du magst das?’ Wenn ich sage, dass ich mit NASCAR aufgewachsen bin, reagieren sie so: ‘Moment, NASCAR? Du bist doch ein Formel-1-Typ.'” 2026 erster Live-Besuch beim Indy 500 Der ehemalige Red-Bull-Fahrer wird das diesjährige Indy 500 als Zuschauer besuchen, nachdem er seine Rennkarriere beendet hat und Markenbotschafter für Ford Racing geworden ist. “Nach allem, was du mir über Indy und die 500 erzählt hast, war ich wahrscheinlich seit meiner Kindheit nicht mehr so aufgeregt, zu einem Rennen zu gehen und einfach nur Fan eines Rennens zu sein. Und ich glaube, das live zu erleben, und die Art, wie du darüber sprichst … Du kennst die europäische Szene, du bist um die Welt gereist für den Rennsport. Ich glaube, das wird mich wirklich hart treffen.” Ende vergangenen Jahres war Ricciardo zum ersten Mal in Daytona und stellte fest, dass die Steilkurven vor Ort noch einmal etwas völlig anderes sind: “Manche Dinge muss man einfach sehen. Man muss sie wirklich mit eigenen Augen sehen”, sagt er und ergänzt: “Und ich glaube, genauso wird es mir mit dem 500 gehen. Ich habe eine Vorstellung davon, wie es sein wird. Ich bin mein ganzes Leben lang im Rennsport unterwegs gewesen. Aber trotzdem wird es Dinge geben, die mich komplett umhauen werden. Und genau das ist cool.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
Liveticker 24h Nürburgring 2026: Grello vs. Verstappen für die Führung
Motorrad
MotoGP-Liveticker Barcelona: Alex Marquez siegt knapp vor Acosta
Langstrecke
24h Nürburgring 2026 Livestream: Übersicht & Zeitplan der Livestreams
Motorrad
MotoGP-Sprint Barcelona 2026: Alex Marquez gewinnt vor Pedro Acosta
Doch selbst wenn die Stars der Formel 1 durchaus respektvoll auf die IndyCar-Serie und das Indy 500 schauen: Viele Fans betrachten die Formel 1 nach wie vor als alleinige Königsklasse des Motorsports. Was vielleicht auch daran liegt, dass sich in den vergangenen Jahren einige Fahrer in die Indy-500-Siegerliste eingetragen haben, die in der Formel 1 nie einen Grand Prix gewinnen konnten. Zum Beispiel Alexander Rossi (2016), Takuma Sato (2017 und 2020), Will Power (2018) oder Marcus Ericsson (2022).
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





