Debatte nach Saisonstart: Begeisterung und Kritik an den neuen Regeln

Debatte nach Saisonstart: Begeisterung und Kritik an den neuen Regeln

 

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Der Saisonauftakt der neuen Formel-1-Ära in Australien hat im Fahrerlager eine lebhafte Debatte ausgelöst. Während einige Fahrer und Teamchefs das Rennen als spektakulär und unterhaltsam loben, sehen andere große Probleme bei den neuen Autos und Regeln.  LAT Images George Russell und Charles Leclerc lieferten sich in Australien ein unterhaltsames Duell

Schon nach dem ersten Grand Prix gehen die Meinungen deshalb deutlich auseinander. Mercedes-Teamchef Toto Wolff zog zunächst ein positives Fazit. Besonders die Anfangsphase des Rennens habe gezeigt, dass die neue Formel-1 durchaus spektakulär sein kann. “Jeder, der gesagt hat, es hat vielleicht zu wenig Show, der wurde am Anfang eines Besseren belehrt”, sagt Wolff. Auch insgesamt habe sich das Racing aus seiner Sicht nicht dramatisch verändert. “Ich finde, dass das Racing nicht viel Unterschied gemacht hat zu den vergangenen Jahren.”
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Allerdings weist Wolff darauf hin, dass der Kurs in Melbourne besonders energieintensiv sei und deshalb nicht unbedingt das beste Beispiel für das neue Reglement darstelle. Auf anderen Strecken könne der Show-Effekt größer sein. Hamilton begeistert vom neuen Auto Lewis Hamilton gehört zu den Fahrern, die das Rennen besonders genossen haben. “Das war großartig”, sagt der siebenmalige Weltmeister. “Es hat wirklich Spaß gemacht.” Vor allem die ersten Runden nach dem Start hätten für spannende Duelle gesorgt. “Es gab gutes Racing zwischen den Autos”, meint Hamilton. Sein Fazit nach dem ersten Rennen fällt deshalb klar positiv aus: “Bisher sieht es gut aus.” Auch Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur zeigte sich zufrieden mit der Premiere der neuen Autos. “Für den Sport war das ein sehr gutes Rennen”, sagt Vasseur. Der Start und die ersten zehn Runden seien “die spannendsten gewesen, die wir in den letzten zehn Jahren gesehen haben”. Norris besonders kritisch Ganz anders sieht es dagegen Weltmeister Lando Norris. Der McLaren-Pilot gehört zu den schärfsten Kritikern der neuen Regeln. Auf die Frage nach seinem Fazit antwortet Norris knapp: “Es ist schrecklich.” Auch das Racing selbst habe ihn nicht überzeugt. “Es ist nicht so spaßig wie im letzten Jahr”, sagt Norris. Video wird geladen…  

Besonders die teilweise großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Autos bereiten ihm Sorgen. Diese könnten im Extremfall gefährlich werden. “Du kannst Unterschiede von 30, 40 oder 50 km/h haben”, erklärt Norris. “Wenn da jemand einschlägt, kann das richtig schlimm enden.” Fahrer müssen mehr gleichzeitig managen Ein zentrales Thema der neuen Autos ist das komplexe Energiemanagement. Fahrer müssen während des Rennens deutlich mehr Parameter kontrollieren als früher. Charles Leclerc beschreibt die Situation so: “Es ist extrem schwierig.” Neben dem eigentlichen Fahren müsse man ständig über Energieeinsatz, Batteriemanagement und Überholmanöver nachdenken. “Jede Kleinigkeit, die du machst, um ein Auto zu überholen, hat Auswirkungen auf den Rest der Runde”, erklärt der Ferrari-Pilot. Auch Sky-Experte Timo Glock sieht darin eine große Umstellung für die Fahrer. Während früher vor allem das Reifenmanagement entscheidend war, müssten die Piloten jetzt viele zusätzliche Faktoren gleichzeitig im Blick behalten. “Du hast zehn andere Dinge, über die du nachdenken musst”, sagt Glock. Hoffnung auf weitere Entwicklung Im Fahrerlager ist deshalb klar: Die neuen Autos befinden sich noch am Anfang ihrer Entwicklung. Audi-Teamchef Jonathan Wheatley betont, dass sich das Racing mit zunehmender Erfahrung der Teams weiter verbessern könnte.
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“Diese Autos werden noch ausgereifter und einfacher zu fahren werden”, sagt er. Für ihn steht vor allem eines fest: Trotz aller Kritik habe man in Australien echtes Racing gesehen. “Wir haben Überholmanöver gesehen, Positionswechsel und ein echtes Rennen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Australien
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Ob sich die neue Formel-1-Generation langfristig bewährt, dürfte sich jedoch erst in den kommenden Rennen zeigen. Schon beim nächsten Grand Prix in China werden Teams und Fahrer weitere Erkenntnisse sammeln.

 
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