Erklärt: Deshalb muss sich Russell im WM-Duell noch keine Sorgen machen
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Nach drei Siegen in Folge für Kimi Antonelli sieht es vielleicht so aus, als müsste sich Mercedes-Teamkollege George Russell warm anziehen. Allerdings ist es noch viel zu früh, um jetzt zu überreagieren. Sutton Images George Russell steht im WM-Duell gegen Kimi Antonelli mächtig unter Druck
Seit seinem Auftaktsieg in Melbourne hat Russell mitangesehen, wie Antonelli ihm Stück für Stück den Wind aus den Segeln nimmt. Während sich Lando Norris 2025 den Titel sichern konnte, hatte Russell auf seine Chance auf den Titel mit den Silberpfeilen gewartet. Die neuen Regeln des Jahrgangs 2026 haben ihm womöglich genau diese Chance gegeben. Schließlich hat Mercedes aktuell dank einer herausragenden Kombination aus Chassis und Motor das beste Auto. Saisonstart mit Stolpersteinen Russell konnte sich beim Saisonauftakt in Australien prompt die Pole sichern und einen makellosen Sieg nach Hause fahren. Der Doppelsieg mit Antonelli auf Platz zwei war ein vermeintlicher Vorgeschmack auf die kommenden Rennen.
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Zwei Monate später sieht das Bild ein wenig anders aus. Antonelli ist in seiner zweiten Saison ein deutlich stärkerer und reiferer Kontrahent. Bei den nächsten drei aufeinanderfolgenden Rennen konnte sich der italienische Teenager die Poleposition sichern. Während Antonelli dreimal hintereinander gewinnen konnte, stehen für Russell Platz zwei, Platz vier und Platz fünf in China, Japan und Miami zu Buche. Diese “Schwächephase” ist für viele Experten ein Hinweis auf die Meisterschaftschancen des Briten. Nach den letzten Rennen ist es äußerst einfach für diejenigen, die dafür bezahlt werden, ein wenig zu übertreiben. Dabei ist die Realität, wie so oft in der Formel 1, etwas komplexer. Red Bull holt auf, Mercedes wackelt: Daten enthüllen neues F1-Kräfteverhältnis! Video wird geladen… Im Strategie-Video nach dem Miami-GP schaut Datenexperte Kevin Hermann auf die Zahlen hinter dem veränderten Kräfteverhältnis der F1.
Die erste von drei Niederlagen für Russell war das Resultat technischer Probleme im Qualifying, als sein Auto in Q3 auf der Strecke stehen blieb. Nach dem hektischen Versuch, eine Runde in den Asphalt zu brennen, konnte sich Russell auf Position zwei qualifizieren, drei Zehntel hinter Antonelli. Seine Runde musste er aufgrund einer beeinträchtigten Outlap ohne Batterieleistung beginnen. Am Start fiel Russell hinter beide Ferrari-Piloten zurück, dem schnellen Start der roten Boliden sei Dank. Nachdem er sich an beiden vorbeischieben und auf den zweiten Platz setzen konnte, war Antonelli bereits außer Reichweite. Startschwäche und schlechtes Set-up In Japan musste man eine falsche Entscheidung beim Set-up des Frontflügels während der Qualifikation korrigieren, wodurch Russell wieder nur auf Position zwei stand. Doch obwohl Russell in Suzuka schneller aussah, als noch in China, waren beide Q3-Runden von Antonelli schnell genug für die Pole.
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Es sah so aus, als ob der Italiener der schnellere der beiden Mercedes-Piloten war, und falsche Abzweigungen im Set-up kann man wahrlich nicht auf Pech schieben. In Suzuka hatten beide Mercedes wieder einen schlechten Start erwischt. Ein wiederkehrendes Problem für das Team, welches man weiterhin beseitigen möchte. Entscheidend war dennoch, dass Russell sich am Start an Antonelli vorbeischieben konnte und zum geplanten Zeitpunkt des einzigen Boxenstopps hinter dem Führenden Oscar Piastri lag.
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Kurze Zeit später kam das Safety-Car aufgrund des Unfalls von Oliver Bearman auf die Strecke, wodurch Antonelli die Möglichkeit bekam, einen Boxenstopp abzustauben und sich nach vorne zu schieben. Sonderfall Miami Miami war ein anderer Fall. Von Anfang an gab es keine Zweifel daran, wer am Wochenende der schnellere Mercedes-Pilot war. Abgesehen vom SQ2 war Antonelli seinem Teamkollegen in jeder Session einen Schritt voraus. Nur aufgrund seiner Tracklimit-Strafe fiel der Italiener im Sprint hinter Russell zurück. In beiden Qualifying-Sessions betrug der Abstand zwischen den beiden rund vier Zehntel. Russell hatte das Gefühl, in seinem letzten Run rund drei Zehntel durch einen Fehler in der letzten Kurve verloren zu haben. Laut dem Briten ist Miami schlichtweg eine Strecke, die er aufgrund der Grip-Verhältnisse nicht mag.
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“Auf dieser Strecke hatte ich schon immer Probleme. Kimi stand letztes Jahr auf der Pole, ich war Fünfter. Heute steht er auf der Pole und ich bin Fünfter. Es gibt hier einfach wenig Grip, du rutschst sehr viel herum und der Asphalt ist heiß. Es ist ähnlich wie in Brasilien, auch da war Kimi schneller als ich. Ich bevorzuge Strecken mit viel Grip, auf denen Reifen und Auto mehr in die Strecke greifen.” Die Ausbeute des Briten ist in Miami überschaubar. Nie konnte er sich hier in den Top 5 qualifizieren oder mehr als ein einziges Podium einfahren. Sicherlich hat dies auch damit zu tun, dass Mercedes bislang nicht ansatzweise so stark war wie noch in vorangegangenen Fahrzeug-Generationen. Gleichzeitig hat Antonelli ihn in jeder Qualifying-Session problemlos geschlagen, und das sogar in seiner Rookie-Saison.
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Russell hat dafür keine Ausreden gesucht und von einem “wirklich, wirklich schlechten” Rennen in puncto Pace gesprochen. Am Ende lag er 43 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Die letzten 20 Runden waren für ihn derweil eine Art Testfahrt, auf der er Bremsbalance und Differenzial deutlich näher an das Set-up von Antonelli bewegen konnte. Die Auswirkungen waren “größer, als ich erwartet hatte”, so Russell. “Es war ein sehr schwieriges Rennen. Die Pace war von meiner Seite wirklich, wirklich schlecht. Ich hatte ein paar Ideen. Ehrlich gesagt habe ich die letzten 20 Runden als eine Art Testfahrt genutzt und versucht, meinen Fahrstil drastisch anzupassen und die Einstellungen des Differenzials und der Bremsbalance zu ändern. Und das hat geholfen. Ich kann die nächsten Rennen kaum erwarten, wenn wir wieder unter normaleren Bedingungen fahren.” Russell könnte den Antonelli-Hattrick an Start-Ziel-Siegen einerseits als Grundlage für Sorgen nutzen. Andererseits könnte er sich mit der Gesamtsituation beschäftigen. Durch seine Mischung aus Pech und Miami-Tief liegt er 20 Punkte hinter Antonelli. Keine Panik bei Russell Mit noch 18 verbleibenden Rennen klingt dieser Abstand geradezu nichtig, insbesondere dann, wenn man an den Abstand denkt, den Norris letztes Jahr aufholen musste, um Weltmeister zu werden.
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So scheint Russell die Situation in seiner achten Formel-1-Saison auch zu betrachten. Er dürfte sich nicht von kleineren Hürden aus der Bahn werfen lassen. “Natürlich ist [Kimi] gerade in einer fantastischen Position, und das Momentum liegt bei ihm.” F1-Technik-Analyse: Die Miami-Updates erklärt Video wird geladen… Das erste große Kräftemessen mit neuen Teilen: Wie die Formel-1-Teams Red Bull, McLaren und Ferrari ihre Autos für Miami umgebaut haben.
“Aber ich habe selbst genug Erfahrung mit gewonnen Meisterschaften, um zu wissen, wie schnell sich das Blatt in einer Meisterschaft wenden kann. Man muss nur auf die Meisterschaft im letzten Jahr schauen.”
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“Ehrlich gesagt denke ich nicht darüber nach. Ich möchte einfach wieder gewinnen. In den ersten drei Rennen hatte ich genau dafür die Performance. Dieses Wochenende hatte ich das absolut nicht, also könnte ich jetzt mit drei völlig anderen Ergebnissen und einem Ausreißer hier stehen, aber natürlich sind die Dinge in Japan und China anders gelaufen. So ist die Formel 1 manchmal.” Formel-1-Quiz
Bei wie vielen Formel-1-Rennen ist das Mercedes-Team gestartet?
443 304 342 429 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Teamchef Toto Wolff sieht ebenso keinen Grund zur Sorge: “Ich habe immer gesagt: George wäre kein Grand-Prix-Sieger, wenn er keinen Killerinstinkt hätte. Wir analysieren solche Dinge, schauen auf die Daten und kommen zu Ergebnissen.” “Das Ergebnis lautet hier, dass er sich auf dieser Strecke noch nie wirklich wohl gefühlt hat und die glatte Oberfläche nie wirklich mochte. So ist das eben. Abgehakt. Morgen freuen wir uns auf Montreal. Es gibt noch 18 weitere Rennen, um Punkte zu sammeln.” Hoffnung in Kanada Kanada gehört mit zwei Siegen für Russell zu seinen besten Strecken. 2025 konnte er hier Max Verstappen von der Pole aus schlagen, während Antonelli als Dritter ins Ziel kam. Im Jahr zuvor stand er ebenso auf Pole und fuhr in Q3 die exakt gleiche Zeit wie Verstappen.
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Am Ende wurde er Dritter hinter dem Niederländer und Norris. Das Rennen auf dem Circuit Gilles-Villeneuve klingt nach der perfekten Gelegenheit für Russell, sich im Titelrennen wieder zurückzumelden. Sollte Antonelli es schaffen, sein Momentum in die Europa-Saison zu tragen, dann ist der Diskurs wohl wieder ein völlig anderer. Aber bis jetzt ist noch alles offen, und es ist viel zu früh für eine Überreaktion.
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