Erklärt: Warum die Formel 1 in Monaco nicht mehr donnerstags fährt
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Über viele Jahrzehnte hinweg hatte Monaco einen Sonderstatus im Formel-1-Kalender. Denn es war der einzige Grand Prix mit einer Pause zwischen den Veranstaltungstagen: Der Trainingsauftakt fand traditionell bereits am Donnerstag statt. Am Freitag fuhr die Formel 1 nicht, erst wieder am Samstag und bis Sonntag. Formel-1-Autos in Monaco
Dieses besondere Wochenend-Format ging auf den langjährigen Wunschtermin Monacos zurück: Das Fürstentum strebte einen Termin am langen Wochenende nach Christi Himmelfahrt an, um die Belastung für den normalen Straßen- und Warenverkehr in Monaco so gering wie möglich zu halten. Der Vorteil: Am Feiertag Christi Himmelfahrt, dem Donnerstag, war ohnehin weniger los auf den Straßen in Monaco. Also bot sich der Donnerstag an als Trainingstag für die Formel 1.
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Zwar fuhren manche Rahmenserien auch am Freitag auf dem Circuit de Monaco, die Formel 1 aber legte einen Ruhetag ein – als Maßnahme zur “Wirtschaftsförderung” in Monaco, damit Straßen- und Warenverkehr vor dem Wochenende noch einmal ungehindert fließen konnten. Seit 2022 ist der Freitag ein Fahrtag Damit war 2022 Schluss: Die Formel 1 strich Monaco diesen Sonderstatus. Seither gilt auch beim Grand-Prix-Klassiker im Fürstentum das übliche Format mit drei aufeinander folgenden Tagen von Freitag bis Sonntag. Der Monaco-Donnerstag ist für die Formel 1 nur noch ein reiner Medien- und PR-Tag und kein Trainingstag mehr. Fotostrecke: Der Diamanten-Unfall von Jaguar in Monaco 2004 George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon posieren mit den Jaguar-Fahrern Christian Klien und Mark Webber, weil Jaguar beim Monaco-Grand-Prix den Film “Ocean’s Twelve” bewirbt.
Auch weitere Monaco-Traditionen wie eigene Sponsoren oder die Kontrolle über die TV-Bildregie mussten weichen: Das Formel-1-Management sicherte sich die volle Kontrolle über alle kommerziellen Belange des Stadtrennens, das in dieser Hinsicht wie jeder andere Grand Prix behandelt wird – und möglicherweise bald auch seinen traditionellen Mai-Termin verliert. Ein paar Eigenheiten hat sich Monaco allerdings noch bewahrt: Die Renndistanz liegt seit den 1980er-Jahren bei 260 Kilometern und fällt damit rund 45 Kilometer geringer aus als bei jedem anderen Grand Prix. Nach der Zieldurchfahrt parken die Top 3 ihre Autos direkt auf der Zielgeraden. Und bei der Siegerehrung in der Fürstenloge gibt es erst die Pokale – und danach die Hymnen. Noch mehr Formel-1-Besonderheiten Weitere besondere Monaco-Regeln und kuriose Begebenheiten aus der gesamten Formel-1-Historie schildert Stefan Ehlen in seinen Büchern “Grand-Prix-Geschichte(n)” (Anzeige: Das Buch hier bei Amazon bestellen!) und “Grand-Prix-Geschichte(n) 2” (Anzeige: Das Buch hier bei Amazon bestellen!) – darunter zum Beispiel Autos, die nie gefahren sind, oder Formel-1-Rekorde für die Ewigkeit. Hinweis: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
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