Experte: Ferrari-Fahrer müssen aufhören, gegeneinander zu kämpfen

Experte: Ferrari-Fahrer müssen aufhören, gegeneinander zu kämpfen

 

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Mit Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Charles Leclerc verfügt Ferrari ohne Frage über eine der aktuell stärksten Fahrerpaarungen in der Königsklasse. Doch Experte Jolyon Palmer vermutet, dass zwischen den beiden eine für das Team teilweise schädliche Rivalität herrscht.  Sutton Images Ist die Rivalität zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc zu groß?

In seiner Kolumne für F1.com nach dem Großen Preis von Singapur schreibt der ehemalige Formel-1-Pilot: “Ich frage mich, inwieweit Lewis’ Entscheidung in Singapur darauf zurückzuführen war, dass er etwas anders machen wollte als sein Teamkollege, um ihn zu schlagen.” Gemeint ist Hamiltons Entscheidung, unter dem virtuellen Safety-Car keinen Boxenstopp einzulegen. Diese stellte sich rückblickend als falsch heraus und führte dazu, dass sich der Brite beim Team entschuldigte. Palmer glaubt, dass das interne Duell gegen Leclerc eine Rolle bei Hamiltons Entscheidung gespielt hat.
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“Er wird gesehen haben, wie Leclerc direkt vor ihm an die Box gefahren ist, und ihm dürfte klar gewesen sein, dass er […] hinter seinem Teamkollegen wieder auf die Strecke kommen würde und anschließend keinen Reifenvorteil mehr hätte, um sich zu verbessern”, so Palmer. Als das VSC eingesetzt wurde, lagen Leclerc und Hamilton auf P2 und P3. Während Leclerc das Rennen auch dort beendete, fiel Hamilton in der Schlussphase auf alten Reifen noch bis auf P6 zurück, was Ferrari am Wochenende um ein Doppelpodium brachte. Auch in Monza gab es schon Ärger “Ich habe den Eindruck, dass das Ferrari-Duo so sehr darauf aus ist, sich gegenseitig zu schlagen, dass dies zeitweise ihren Gesamtergebnissen geschadet hat”, so Palmer, der erklärt, dass das in Singapur nicht zum ersten Mal in dieser Saison passiert sei. “In Zandvoort startete Leclerc in der letzten Runde in Kurve 6 einen unmöglichen Versuch, innen [an Hamilton] vorbeizukommen, was die Chancen der beiden zunichte machte, mit Russell um das Podium zu kämpfen”, nennt der Experte ein Beispiel. Singapur: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Eine weitere Situation: “In Monza versuchte Hamilton beim Start einen gewagten Angriff auf der Innenseite von Leclerc, bevor Leclerc seinen Teamkollegen im zweiten Teil der Schikane mit Gewalt abdrängte und sich später dafür entschuldigte, die Grenze überschritten zu haben.” “Seitdem gab es offene Gespräche, aber ich frage mich immer noch, ob diese Strategie-Entscheidung von Hamilton ein weiteres Beispiel dafür ist, dass er ein anderes Risiko eingeht, um seinen Teamkollegen zu schlagen, ohne dabei das große Ganze im Blick zu haben”, so Palmer.
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Zudem zeige die ganze Situation, “dass Hamilton seinem Team derzeit nicht unbedingt vertraut”, glaubt der ehemalige Renault-Pilot, der erklärt: “Es ist ein gewagter Schritt, das Team zu ignorieren, und das dürfte für Lewis am Sonntagabend eine kleine Demütigung gewesen sein.”

 
Formel1.de 

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