Fernando Alonso verrät: Warum die “neue” Formel 1 trotzdem Spaß macht
| . | . | . |
Die ersten Rennen der neuen Formel-1-Ära sind absolviert, und viele Fahrer haben bereits deutlich gemacht, dass sie mit dem neuen Reglement wenig anfangen können. Der Spaß sei mittlerweile verloren gegangen, kritisiert vor allem Max Verstappen. Doch sehen das wirklich alle Fahrer im Starterfeld so? LAT Images Fernando Alonso hat im Formel-1-Auto trotzdem noch Spaß
“Am Ende des Tages fahren wir immer noch die schnellsten Autos der Welt, also ist es für mich so: Sobald ich im Cockpit sitze und das Lenkrad in der Hand habe, habe ich immer Spaß”, sagt beispielsweise Alpine-Pilot Pierre Gasly, gibt aber zu: “Wie groß dieser Spaß ist, kann natürlich variieren.” “Wir sind von den schnellsten Autos der Welt aus dem vergangenen Jahr auf etwas ganz anderes umgestiegen – ein ganz anderer Motor, eine ganz andere Belastung. Es wird also immer anders sein”, erinnert der Franzose, der sich jedoch klar äußert: “Ja, ich genieße es.”
//jseAo3c(“Rect”);
Dasselbe gilt sogar für Fernando Alonso, der aktuell mit Problemen an seinem Aston Martin AMR26 kämpft. “Macht es uns Spaß, diese Autos zu fahren? Ich würde sagen: ja, denn wir lieben den Rennsport”, erklärt der zweifache Weltmeister. Man genieße “das Gefühl der Geschwindigkeit und die Herausforderung”, ergänzt der Spanier. Alonso: “Fühle mich auch jetzt noch glücklich” “Aber es ist eine andere Art von Herausforderung”, betont Alonso mit Blick auf die neuen Formel-1-Boliden. “Hier verläuft die Grenze, ob diese Autos mehr oder weniger Spaß machen – jeder wird dazu eine eigene Meinung haben, weil es eben eine andere Herausforderung ist.” Ferrari vs. Mercedes: Enger Kampf oder nur eine Illusion? Video wird geladen… Im Strategie-Video nach dem Großen Preis von China wirft Datenexperte Kevin Hermann einen genauen Blick auf die Zahlen hinter dem Rennen.
“Früher haben wir in Kurven wie Kurve 12 in Bahrain, Kurven 9 und 10 sowie Kurve 11 in Melbourne, im ersten Sektor in Suzuka, 130R oder Kurven 7 und 8 in China ums Überleben gekämpft. Es gab immer bestimmte Kurven, die die physikalischen Grenzen ausgelotet haben, und der Fahrer musste all sein Können einsetzen und auch Mut beweisen.” “Wenn man jetzt neue Reifen aufzieht und mit Geschwindigkeiten durch die Kurven fährt, die man zuvor im Training nie erreicht hat, dann ist diese Herausforderung in gewisser Weise verschwunden”, sagt Alonso. “Diese Kurven nutzt man jetzt, um die Batterie zu laden, nicht mehr, um Rundenzeit zu machen.” “Es ist eine andere Herausforderung, und weil ich mit der alten aufgewachsen bin und mich in den Kurven gemessen habe, bevorzuge ich wahrscheinlich die frühere. Aber ich hatte das große Glück, in dieser Ära zu fahren, und ich fühle mich auch jetzt noch glücklich, also mag ich beides.” Ocon spricht von “Fortschritt” zum Vorjahr, aber … Auch Esteban Ocon sieht nicht nur Negatives an den neuen Autos. “Das Positive ist, wie sich das Auto in den Kurven anfühlt”, sagt der Franzose. “Das geht eher wieder in die Richtung von etwa 2016 – wie die guten Autos damals, die Topautos.” Insgesamt sei alles “viel berechenbarer und insgesamt deutlich angenehmer” geworden, was Balance und Fahrverhalten betrifft. “Für mich ist das ein Fortschritt gegenüber dem letzten Jahr”, sagt Ocon und betont zugleich, dass der Saisonauftakt in Melbourne sogar “mehr Action” als früher bot. “Es gab mehr Überholmanöver und mehr Rad-an-Rad-Zweikämpfe über das gesamte Rennen hinweg, was definitiv positiv ist”, findet der Franzose, übt jedoch auch Kritik: “Ist das Fahren im Auto einfach? Nein. Kann der Fahrer durch seinen Fahrstil genug Einfluss nehmen, um quasi ‘Schachzüge’ zu machen? Nein.” LAT Images Die ersten beiden Formel-1-Rennen boten Spannung, meint Ocon
“Das ist aktuell wahrscheinlich der negative Punkt”, räumt Ocon ein. “Aber ich denke, das wird sich im Laufe des Jahres verbessern, und wenn das passiert, wird es deutlich mehr Spaß machen.” Und auch Landsmann Gasly gesteht ein, dass noch nicht alles perfekt ist.
//jseAo3c(“Rect”);
“Gibt es Dinge, die ich ändern würde? Ja, definitiv”, betont der Alpine-Pilot, ergänzt jedoch: “Kann ich nach nur einem Rennwochenende eine faire, objektive Einschätzung oder Rückmeldung geben? Nein.” Deshalb müsse man weitere Rennen abwarten, bevor man darüber sprechen könne, wie es für alle noch unterhaltsamer wird. Gasly gibt zu: Autos “könnten mehr Spaß machen” Die Formel 1 will die Pause zwischen den Rennen in Japan und Miami nutzen, um Lösungen zu finden. Das werde allerdings nicht einfach, weiß auch Gasly. “Es hängt auch davon ab, wen man fragt. Wenn man jemanden fragt, der am Sonntag auf dem Sofa saß und 120 Überholmanöver gesehen hat, hat er wahrscheinlich eine andere Sichtweise.” Anzeige FORMEL 1 Fanartikel
Jetzt FORMEL 1 Fanartikel kaufen
Nichtsdestotrotz ist Gasly überzeugt, dass es “einen Mittelweg” gibt, um es allen Beteiligten möglichst gerecht zu machen. “Letztlich wollen wir eine faire Formel 1”, ergänzt der Franzose. “Wir wollen konkurrenzfähige Autos, mit denen ein Großteil des Feldes um Siege und Podien kämpfen kann.”
//jseAo3c(“Rect”);
Wichtig sei zudem, ein System zu haben, das talentierte Fahrer für Risiko und Können belohnt, anstatt Zeit zu gewinnen, indem man lupft oder weniger Risiko eingeht, daraus einen Vorteil zieht. “Das entspricht nicht der DNA der Formel 1”, stellt Gasly klar. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
Vibrationen bei Aston Martin: David Coulthard äußert Verdacht
Formel 1
Bottas und Perez “eingerostet”: Andretti ordnet Cadillacs schwierigen Start ein
Formel 1
Sensation in der Formel 1: Warum Haas plötzlich die Top-Teams ärgert
Motorrad
Marc Marquez nach Platz vier in Brasilien: “Gefühl nicht wie im Vorjahr”
“Ich mag diese Autos, sie machen Spaß”, sagt der Alpine-Pilot, allerdings nicht ohne Einschränkung: “Sie könnten mehr Spaß machen – und genau daran müssen wir arbeiten.” Williams-Teamchef James Vowles hatte bereits angedeutet, dass “vier oder fünf Optionen” auf dem Tisch liegen. Die Entscheidung ist aber offen.
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





