Ferrari-Teamchef bremst Titelhoffnung nach Debütsieg von Lewis Hamilton
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Hat sich Lewis Hamilton mit seinem Sieg beim Großen Preis von Barcelona möglicherweise sogar zurück in den WM-Kampf gebracht? Weil WM-Spitzenreiter und Mercedes-Pilot Kimi Antonelli in Spanien eine Nullnummer schrieb, konnte der zweitplatzierte Ferrari-Pilot seinen Rückstand in der Fahrer-WM auf 41 Punkte verkürzen. circuitpics.de Kann Lewis Hamilton jetzt sogar Kimi Antonelli gefährlich werden?
Doch Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur will sich aktuell nicht auf Titelrechnungen und Aussagen zum WM-Kampf einlassen. “Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf diese Art von Frage antworten möchte”, meint der Franzose beispielsweise auch, als er gefragt wird, ob Ferrari den Briten im Falle eines Titelkampfs voll unterstützen würde. “Vor zwei Wochen hatte ich wahrscheinlich die gleichen Kommentare, dass alles eine Katastrophe ist – und jetzt sprechen wir über die Weltmeisterschaft”, erinnert Vasseur daran, dass ein Sieg von Hamilton bis vor wenigen Wochen noch unwahrscheinlich schien.
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“Das ist der schlechteste Ansatz, den ich haben kann. Der Ansatz ist, nach Österreich genau mit derselben Herangehensweise zu gehen wie nach Barcelona und nicht an die Meisterschaft zu denken oder sich vorzustellen, dass man 25 weitere Siege holt oder was ich tun könnte, um um den Titel zu kämpfen. Das werde ich nie tun.” Ferrari: In Monaco enttäuscht, in Barcelona überrascht Dennoch zeigen die vergangenen Wochen auch, wie schnell sich Wahrnehmungen in der Formel 1 verschieben können. Nach dem Großen Preis von Monaco, als Hamilton den zweiten Platz belegte, hatten viele Beobachter den Eindruck, Ferrari habe eine der besten Saisonchancen nicht genutzt. Lewis Hamilton hätte auch ohne VSC gewonnen! Video wird geladen… Nach dem Großen Preis von Barcelona-Catalunya analysiert Datenexperte Kevin Hermann die wichtigsten Zahlen des Rennwochenendes.
Vor dem Wochenende im Fürstentum galten die Italiener bei einigen Rivalen sogar als Favorit, insbesondere wegen der Stärken des SF-26 in langsamen Kurven und der geringeren Bedeutung der Motorleistung in Monte-Carlo. Auch der amtierende Weltmeister Lando Norris zählte zu denen, die Ferrari als Maßstab erwarteten. “Ehrlich gesagt denke ich, dass Ferrari in Monaco auf Pole stehen wird”, sagte Norris nach dem Großen Preis von Kanada. “Ihre Performance in langsamen Kurven ist deutlich besser als bei allen anderen.” Doch im Qualifying landeten Hamilton und Teamkollege Charles Leclerc nur auf den Startplätzen drei und vier, hinter Kimi Antonelli sowie Max Verstappen im Red Bull. Verstappen fiel anschließend zwar schon in der ersten Runde aus, doch Hamilton wurde in einem Rennen mit klarer Pace-Überlegenheit des Mercedes von Antonelli nur Zweiter. Beim Großen Preis von Barcelona zeichnete sich wiederum ein völlig anderes Bild ab. Ferrari brachte ein größeres Upgrade-Paket, das den Rückstand auf Mercedes offenbar verringerte. Hamilton setzte diese Performance in einen Sieg um, auch wenn eine gut getimte virtuelle Safety-Car-Phase half und das Reifenmanagement von Ferrari im Vergleich zur Konkurrenz besonders stark wirkte. Hat Ferrari aktuell das beste Chassis im Feld? Vasseur warnt jedoch davor, ein einzelnes Rennen als Beleg für gelöste Schwächen zu interpretieren, und verweist auf die extremen Bedingungen in Barcelona. “Nur weil man ein gutes Wochenende hat, heißt das nicht, dass man jede Woche alle dominiert”, mahnt der Ferrari-Teamchef.
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“Die Bedingungen waren ziemlich extrem. In Kanada war es aus anderen Gründen ähnlich – aber eben umgekehrt. Vielleicht wird es in Österreich wieder eher durchschnittlich. Wir sind alle am Limit, was den Verschleiß angeht. Man kann mit demselben Auto auf derselben Strecke einen guten und einen schlechten Stint haben.” “Es gab Unterschiede zwischen den Autos”, erinnert Vasseur vor allem mit Blick auf die Reifenmischungen. “Wenn man Medium- und Hard-Stints vergleicht, waren manche Autos auf Hard deutlich besser, manchmal auf Medium. Das ist für den Rest der Saison nicht gesetzt.” Warum ADUO die Formel-1-Welt spaltet Video wird geladen… Die ganze Formel-1-Welt diskutiert über ADUO – das neue FIA-System zur Unterstützung zurückliegender Motorenhersteller. Doch wie funktioniert dieser?
Allerdings wird Ferrari über den FIA-Mechanismus ADUO (hier mehr darüber erfahren!) voraussichtlich die Freigabe erhalten, die eigene Antriebseinheit weiterzuentwickeln, was mit Blick auf die bevorstehende Zukunft durchaus als möglicher Performance-Hebel gilt.
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Andrea Stella deutete nach Barcelona sogar an, dass Ferrari derzeit möglicherweise das beste Chassis im Feld habe, auch wenn Mercedes insgesamt noch Vorteile durch die Antriebseinheit genießt. Norris sprach davon, dass die Scuderia die Konkurrenz mit einem stärkeren Motor “bloßstellen” könnte. Ferrari-Teamchef warnt: Barcelona kein verlässlicher Maßstab Vasseur selbst will die Erwartungen jedoch nicht überhöhen. “Bleibt ruhig damit”, sagt er mit einem Lächeln, als er auf mögliche Auswirkungen eines stärkeren Motors angesprochen wurde. “Gut ist, dass wir meiner Meinung nach in die richtige Richtung gehen.” Anzeige Scuderia Ferrari Fanartikel
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“Kanada war ein wirklich gutes Wochenende, Monaco ebenfalls gut. Dieses Wochenende war die Pace von Beginn an stark”, freut sich der Ferrari-Teamchef. “Wir konnten mit beiden Autos um die Pole kämpfen. Ich denke, das ist ein guter Schritt nach vorne.”
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Zugleich betonte Vasseur, dass Barcelona unter den aktuellen, noch jungen Reglementbedingungen nicht mehr als verlässlicher Maßstab für die Saison gelten könne. “Wichtig ist, dass diese Saison nicht vom Bild aus Barcelona entschieden wird, sondern von der Entwicklungsfähigkeit der Teams”, sagt er. “Normalerweise sagt man seit 25 Jahren, dass ein gutes Auto in Barcelona die Saison dominiert. Aber ich glaube, dieses Jahr wird es viel stärker davon abhängen, wer besser entwickelt. Wir haben dieses Wochenende etwas gebracht, die anderen nicht.”
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“In Großbritannien bringen sie wahrscheinlich etwas, ich weiß es nicht. Und wir bringen bald etwas”, meint der Franzose, dass sich das Kräfteverhältnis bei den nächsten Rennen noch einmal verschieben könnte. “Und es wird von unserer Fähigkeit abhängen – und der der anderen Teams -, zu entwickeln.”
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