FIA erklärt: So kam es zum “Durcheinander” im Sprint-Qualifying

FIA erklärt: So kam es zum “Durcheinander” im Sprint-Qualifying

 

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Ein “menschlicher Fehler” hat im Sprint-Qualifying der Formel 1 beim Grand Prix von Singapur 2026 (den Grand Prix hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) dazu geführt, dass der Überholmodus im Abschnitt SQ1 nicht ständig zur Verfügung stand. Dadurch herrschte für einige Momente keine Chancengleichheit, was vor allem die Teams Aston Martin und Williams verärgerte – aber auch den Automobil-Weltverband (FIA) beschäftigte.  Getty Images North America FIA-Formelsport-Leiter Nikolas Tombazis vor einem FIA-Logo

Im Gespräch mit Sky sprach FIA-Formelsport-Leiter Nikolas Tombazis von einem “ziemlichen Durcheinander” und sagte: “Für uns als FIA ist das in gewisser Weise wahrscheinlich das Schlimmste, was passieren kann, denn für uns haben Sicherheit und Fairness immer oberste Priorität.” Diese Fairness war jedoch in SQ1 nicht gegeben. Und das kam so: Nach dem Unfall von Cadillac-Fahrer Sergio Perez unterbrach die Rennleitung das Sprint-Qualifying mit der roten Flagge, und der Überholmodus wurde deaktiviert. Er wurde nach der erneuten Freigabe der Einheit allerdings zunächst nicht wieder aktiviert – dann doch, aber nur kurz. So erklärt FIA-Formelsport-Leiter Tombazis den Vorfall Tombazis erklärte: “Leider passieren in der Rennleitung viele Dinge gleichzeitig. Leider erschien auf dem Computer einer Person ein Pop-up-Fenster, auf das nicht schnell genug beziehungsweise nicht zum richtigen Zeitpunkt reagiert wurde. Unter dem Zeitdruck und dem allgemeinen Druck wurde das dann leider vergessen.”
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Weil sich manche Fahrer am Funk über fehlende Motorleistung beschwerten, habe die FIA eine “ziemlich intensive” Analyse angestoßen. “Dann haben wir erkannt, wo das Problem lag”, sagte Tombazis – und räumte einen Fehler ein: “Zu diesem Zeitpunkt wurde kurzzeitig die falsche Entscheidung getroffen, den Überholmodus wieder zu aktivieren.” “Im Sinne der Fairness war das aber nicht die richtige Entscheidung. Deshalb wurde er anschließend wieder deaktiviert”, erklärte Tombazis. Das Hin und Her dauerte 27 Sekunden – eine Zeitspanne, in der manche Fahrer vom Überholmodus profitieren konnten, andere nicht. “Manche Fahrer waren vielleicht gerade in einem Streckenabschnitt unterwegs, in dem der Überholmodus einen Vorteil gebracht hätte. Andere hatten ihre Runde möglicherweise bereits beendet und waren deshalb gar nicht oder wiederum stärker betroffen”, sagte Tombazis. Nachsatz: “Wir sind damit nicht zufrieden.” FIA räumt fehlerhaftes Vorgehen ein Denn nicht nur Aston Martin und Williams dachten an Wettbewerbsverzerrung: “[Auch] wir hatten den Eindruck, dass dieses Problem das Ergebnis beeinflusst hat”, sagte Tombazis. “Eine Situation, in der ein Ergebnis nicht fair oder nicht korrekt zustande gekommen ist, ist für uns natürlich nicht gut.” Die FIA-Sportkommissare lehnten es jedoch ab, als “Wiedergutmachung” allen SQ1-Teilnehmern die Teilnahme an SQ2 zu erlauben. Das erklärt den Frust von Williams-Fahrer Carlos Sainz, der als einer von sechs Fahrern bereits nach SQ1 aufhören musste. Carlos Sainz zeigt sich “erstaunt” über das FIA-Vorgehen Sainz sagte, Tombazis habe sich persönlich bei ihm entschuldigt. “Er räumte ein, dass es einen menschlichen Fehler gegeben hatte, aber auch, dass die Entscheidung, die zwischen SQ1 und SQ2 getroffen wurde, falsch war. Denn damit wurde eingeräumt, dass es eine sportliche Benachteiligung gab, und so etwas hätte niemals passieren dürfen.”
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Er sei “sehr verwirrt und erstaunt” über das Vorgehen der FIA, sagte Sainz. “Sie waren sich dieser sportlichen Benachteiligung bewusst und haben trotzdem beschlossen, die Sache unter den Teppich zu kehren und so zu tun, als wäre nichts passiert. Besonders überrascht bin ich darüber, wie anders damit umgegangen wurde als in Malaysia, wo etwas sehr Ähnliches passiert ist.” Deshalb könne er die FIA-Entscheidung nicht nachvollziehen – oder nur zum Teil, sagte Sainz: “Wir kämpfen nicht um die WM. Wir kämpfen nicht einmal um Punkte. Deshalb war es ihnen vermutlich auch nicht so wichtig.”
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Doch Tombazis gelobte Besserung im Namen des Weltverbands: “Es ist eine komplizierte Aufgabe, und Menschen machen Fehler. Das müssen wir berücksichtigen. Aber wenn wir Fehler machen, müssen wir sie auch analysieren und dafür sorgen, dass sie nicht noch einmal passieren. Genau das tun wir jetzt.” Weiter ins Detail ging Tombazis nicht.

 
Formel1.de 

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