Formel-1-Experte warnt: “Dann kann man die Formel 2 gleich zumachen”
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Nach aktuellem Stand wird es in der Formel-1-Saison 2027 unter den insgesamt 22 Fahrern lediglich einen Rookie in der Startaufstellung geben. Haas hat in dieser Woche bestätigt, dass Esteban Ocon durch den aktuellen Fahrer-2-Fahrer Rafael Camara ersetzt wird. LAT Images Lewis Hamilton und Fernando Alonso fahren mit über 40 noch in der Formel 1
Davon abgesehen sieht es aber danach aus, dass fast alle Teams mit den gleichen Fahrern weitermachen werden, die auch 2026 bereits im Auto sitzen. Laut Experte Ralf Schumacher hat das auch damit zu tun, dass die Formel 1 heutzutage körperlich deutlich weniger anstrengend ist. Als sein Bruder und Rekordweltmeister Michael Schumacher 2010 im Alter von 41 Jahren noch einmal in die Königsklasse zurückkehrte, sei das “die Ausnahme” gewesen, erinnert Ralf im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. Doch inzwischen habe sich das geändert.
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Nico Hülkenberg wird im kommenden Jahr 40, Lewis Hamilton 42 und Fernando Alonso sogar schon 46. Er finde es zwar “schön, dass die Fahrer der Formel 1 so lange erhalten bleiben”, stellt Schumacher klar. Gleichzeitig sei es aber auch “so ein bisschen ungerecht” für jüngere Piloten. Als Beispiel nennt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger den aktuellen WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, der im vergangenen Jahr im Alter von 18 Jahren in die Formel 1 kam, und Max Verstappen, der sein Debüt in der Saison 2015 sogar schon mit 17 gab. “Wenn die noch bis 45 fahren würden, dann kann man ja die Formel 2 gleich zumachen, weil ja dann irgendwann gar kein Platz mehr ist für junge Leute. Also da muss man schon auch ein bisschen vorsichtig sein”, warnt Schumacher mit einem Schmunzeln. Was in der Formel 1 heute anders als früher ist Dass Fahrer heute eine so lange Karriere in der Formel 1 haben und dabei auch jenseits der 40 noch immer konkurrenzfähig sein können, macht der Experte unter anderem am aktuellen Reglement fest. “Wir hatten halt wirklich fast jede Runde Qualifying”, erinnert er sich. “Wir sind vielleicht am Anfang des Rennens knapp 1,8 oder zwei Sekunden weg gewesen [vom Tempo im Qualifying], wenn überhaupt, und sind dann zum Ende des Rennens mit wenig Sprit an Bord fast wieder Richtung Qualifying-Zeiten gefahren”, betont Schumacher. 31 Dinge, an die sich Formel-1-Fans der 90er-Jahre noch erinnern
Unter dem aktuellen Reglement seien die Fahrer dagegen teilweise “vier bis sechs, sieben Sekunden” weg von den Zeiten in der Qualifikation. Das habe damit zu tun, dass die Piloten “die Reifen managen, die Batterien managen und all diese Dinge”, so Schumacher. “Heute bremst man auch nicht mehr so spät, man cruist in die Kurven rein, das nimmt natürlich auch viel Druck weg”, betont er. Beim vergangenen Rennen in Singapur war die schnellste Rennrunde von Charles Leclerc knapp vier Sekunden langsamer als die Pole-Zeit von Max Verstappen einen Tag zuvor. “Und deshalb glaube ich, dass es zu unserer Zeit da deutlich härter war. Wir hatten immer diese 900 bis 1.000 PS zur Verfügung, wir mussten keine Batterien laden und wir mussten echt jede Runde voll pushen, weil es einfach nicht anders ging”, so Schumacher. Formel-2-Champions ohne Formel-1-Chance Der Experte glaubt daher, dass es für Alonso und Co. zu seiner eigenen aktiven Formel-1-Zeit zwischen 1997 und 2007 “nicht möglich” gewesen wäre, in einem so hohen Alter noch in der Königsklasse mithalten zu können. Und darunter leiden seiner Meinung nach die Nachwuchsfahrer.
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Tatsächlich schaffte von den letzten vier Formel-2-Champions seit 2022 lediglich ein einziger den Aufstieg in die Formel 1. Gabriel Bortoleto gewann die Meisterschaft 2024 und gab im vergangenen Jahr mit Sauber (heute Audi) sein Debüt in der Königsklasse. Die Formel-1-Rookies der vergangenen 22 Jahre
Felipe Drugovich (Formel-2-Meister 2022), Theo Pourchaire (2023) und Leonardo Fornaroli (2025) durften zwar bereits Testeinsätze für verschiedene Teams absolvieren, haben bis heute aber nie ein Formel-1-Rennen bestritten. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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