Formel-1-Team Cadillac vor Verkauf: Schlägt Liverpool-Eigentümer zu?
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Das Formel-1-Team Cadillac könnte schon kurz nach seinem Einstieg in die Königsklasse zum Gegenstand eines größeren Eigentümerwechsels werden. Wie das Branchenportal Sportico berichtet, prüft Mark Walter, Teile seiner Mehrheitsbeteiligung an dem Rennstall zu verkaufen. Sutton Images Cadillac könnte einen neuen Mehrheitseigentümer bekommen
Als möglicher Interessent wird die Fenway Sports Group (FSG) gehandelt, zu deren Portfolio unter anderem der FC Liverpool und die Boston Red Sox gehören. Die Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Walters Geschäftsimperium zunehmend unter Druck steht. Das US-Justizministerium untersucht Finanztransaktionen von Versicherungsgesellschaften, die dem Milliardär gehören.
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Dabei geht es um die Frage, ob Gelder von Versicherungsnehmern in verbundene Unternehmen investiert wurden, ohne dass dies ausreichend offengelegt wurde. Das Volumen der betreffenden Darlehen und Investitionen soll sich auf rund 20 Milliarden US-Dollar belaufen. Walter und seine Unternehmen bestreiten jegliches Fehlverhalten. Dennoch hat der Unternehmer bereits begonnen, sich von Teilen seines Sportportfolios zu trennen. Nach Berichten über Verkaufspläne für seine Beteiligungen an den Los Angeles Lakers und dem FC Chelsea sowie das Frauen-Basketball-Team Los Angeles Sparks könnte nun auch Cadillac betroffen sein. FSG als möglicher Käufer im Gespräch Laut der Washington Post gehört die Fenway Sports Group zu den Parteien, die Interesse an einem Einstieg bei Cadillac zeigen sollen. Die von John Henry geführte Gruppe besitzt neben dem FC Liverpool auch die Boston Red Sox und ist mit einer 50-prozentigen Beteiligung am NASCAR-Team RFK Racing bereits im Motorsport aktiv. Zuletzt hatte FSG zudem 38 Prozent ihrer Anteile am FC Liverpool veräußert. Die Bewertung des Cadillac-Teams soll bei rund drei Milliarden US-Dollar liegen. TWG Global hatte Spekulationen über einen möglichen Teilverkauf zunächst zurückgewiesen. Sollte Walter allerdings gezwungen sein, bestimmte konzerninterne Finanzierungen durch frisches Kapital zu ersetzen, könnte der Rennstall zu einem weiteren Verkaufsobjekt werden. Neue Formel-1-Teams seit der Saison 1990
Dabei ist Cadillac für Walter ein vergleichsweise junges Investment. TWG Motorsports, eine Tochtergesellschaft von TWG Global, hält die Mehrheit am Formel-1-Team und ist darüber hinaus in NASCAR, IndyCar, IMSA und den australischen Supercars engagiert. General Motors ist ebenfalls am Rennstall beteiligt, stellt Infrastruktur und Personal zur Verfügung und entwickelt die künftigen Antriebseinheiten. Die genaue Höhe der Minderheitsbeteiligung des Automobilkonzerns ist nicht bekannt. Baseball-Team 7,8 Milliarden US-Dollar wert Ein Blick auf Walters übrige Sportgeschäfte zeigt, warum sich ein Verkauf finanziell lohnen könnte. Besonders die Los Angeles Dodgers dürften für den Unternehmer ein äußerst wertvolles Investment bleiben.
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Guggenheim Baseball Partners übernahm das Baseball-Franchise 2012 für 2,15 Milliarden US-Dollar aus einem Insolvenzverfahren. Inzwischen wird der Wert des Teams von Forbes auf rund 7,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dazu trugen unter anderem lukrative lokale TV-Rechte und der internationale Popularitätsschub nach der Verpflichtung des japanischen Superstars Shohei Ohtani bei. 2025 erzielten die Dodgers als erstes Baseball-Team überhaupt einen Bruttoumsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar.
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Auch sportlich lief es mit zwei aufeinanderfolgenden World-Series-Titeln 2024 und 2025 hervorragend. Die Dodgers dürften daher zu den Vermögenswerten gehören, von denen sich Walter am wenigsten gern trennt. Cadillac wertvoll, aber noch kein Erfolgsgarant Cadillac befindet sich dagegen noch am Anfang eines langfristigen Projekts. Der Einstieg als elftes Team der Formel 1 erforderte bereits eine Verwässerungsgebühr von 450 Millionen US-Dollar. Gemeinsam mit General Motors soll TWG Global anschließend weit mehr als eine Milliarde US-Dollar in den Aufbau des Rennstalls investiert haben. Dazu gehören neue Standorte in Silverstone und Fishers im US-Bundesstaat Indiana. Sportlich ist Cadillac mäßig in seine erste Formel-1-Saison gestartet. Für ein neues Team waren die Leistungen respektabel, allerdings wurde der Auftakt von Zuverlässigkeitsproblemen beeinträchtigt. Bis aus dem Projekt ein konkurrenzfähiger Rennstall wird, dürfte noch viel Zeit vergehen. Ferrari-Zoff überschattet Antonellis emotionale WM-Party! | F1 Mexiko 2026 Video wird geladen…
Gleichzeitig ist die Bewertung von Formel-1-Teams in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Der anhaltende Popularitätszuwachs der Serie, die Budgetobergrenze und das auf elf Rennställe begrenzte Starterfeld haben den Wert der bestehenden Franchises nach oben getrieben.
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Selbst ein sportlich noch nicht konkurrenzfähiges Team wie Cadillac soll deshalb bereits rund drei Milliarden US-Dollar wert sein. Neben der Position im Starterfeld spielen dabei auch die vorhandene Infrastruktur und die Unterstützung durch General Motors eine Rolle. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Ob es tatsächlich zu einem Teilverkauf kommt, ist bislang offen. TWG Global wurde um eine Stellungnahme gebeten. Vertreter von General Motors wollten sich zu den Berichten nicht äußern.
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