Haas-Teamchef betont: Rafael Camara “war der Schnellste, ganz einfach!”
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Haas-Teamchef Ayao Komatsu erklärt, warum sich der Rennstall bei der Fahrerwahl für 2027 für Rafael Camara und gegen Kandidaten wie Leonardo Fornaroli und Ryo Hirakawa entschieden hat. Ausschlaggebend waren die Geschwindigkeit des Brasilianers und sein Umgang mit wechselnden Bedingungen bei Tests mit älteren Formel-1-Autos. James Sutton (Getty Images) Rafael Camara wird in der Formel-1-Saison 2027 für Haas fahren
Im Rahmen des sogenannten TPC-Programms mit dem 2025er-Boliden ließ Haas neben dem aktuellen Formel-2-Tabellenführer auch den amtierenden Formel-2-Champion Fornaroli, Toyota-WEC-Pilot Hirakawa und Ersatzfahrer Jack Doohan fahren. Camara hinterließ bereits bei seinem ersten Einsatz in Portimao einen starken Eindruck. “Er war der Schnellste, das ist eine ganz einfache Antwort”, sagt Komatsu. “Er war definitiv beeindruckend.”
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Die Verbindung zu Ferrari, dessen Nachwuchsakademie Camara angehört, habe Haas zwar den Zugang zum Brasilianer ermöglicht, bei der Entscheidung selbst habe sie aber keine Rolle gespielt. Für Komatsu zählte allein die Leistung auf der Strecke. “Ich habe immer gesagt, dass wir die Fahrer nach Leistung auswählen. Und bei diesen Evaluierungen hat Rafa einfach eine unglaubliche Geschwindigkeit und ein fantastisches Gefühl gezeigt. Das war der absolut dominierende Faktor über allem anderen.” Video wird geladen…
Die Zusammenarbeit mit Ferrari sei dabei vor allem eine Möglichkeit, Talente kennenzulernen. So habe Haas 2023 erstmals Oliver Bearman im ersten Freien Training in Mexiko eingesetzt und sei von ihm so angetan gewesen, dass weitere Trainingseinsätze folgten. 2025 bekam Bearman schließlich das Stammcockpit. “Und bei Rafa war es genau dasselbe. Wir beobachten seine Entwicklung. Was er in diesem Jahr in den Qualifyings gezeigt hat, wie in Monaco und Montreal, war wirklich beeindruckend”, erklärt Komatsu. “Die Beziehung zu Ferrari hat uns also die Möglichkeit gegeben, sozusagen Zugriff auf Rafa zu haben. Und beim TPC-Test in Portimao war er schlichtweg überragend.” Camaras Gefühl gab den Ausschlag Komatsu sieht bei Camara zwar noch Entwicklungspotenzial im Rennverständnis und Reifenmanagement. Diese Aspekte ließen sich jedoch gemeinsam verbessern. Anders sei es bei der natürlichen Geschwindigkeit und dem Gefühl für das Auto. “Natürlich birgt jede Entscheidung, die man trifft, gewisse Risiken. Aber für mich war klar: Wir wollten jemanden, der diese natürliche Geschwindigkeit und dieses Gefühl mitbringt, denn das kann man jemandem nicht beibringen”, sagt der Haas-Teamchef. Die Formel-1-Fahrer 2027
Gerade bei den Tests habe Camara diese Qualitäten unter Beweis gestellt: “Das Gefühl, das er hat, war beim Test in Portimao überdeutlich zu sehen, weil sich die Streckenbedingungen ständig verändert haben: Streckentemperatur, Windverhältnisse. Obendrein hatten wir noch ein Problem mit Reifenvibrationen”, berichtet Komatsu.
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“Er hat all diese Schwankungen und Schwierigkeiten, die sich ihm stellten, extrem gut, sehr ruhig und professionell gemeistert. Insgesamt war das für uns also eine eindeutige Entscheidung.” Ob Camara noch vor Saisonende bei einem Freien Training zum Einsatz kommt, ist laut Komatsu derzeit offen. Haas will aus Bearmans Entwicklung lernen Bei der Vorbereitung auf seine Formel-1-Karriere soll Camara auch von den Erfahrungen profitieren, die Haas mit Bearman gesammelt hat. Ein fertiges Programm gibt es allerdings noch nicht: Anders als bei Bearman, den das Team bereits vor seinem Stammcockpit bei mehreren Trainingseinsätzen beobachten konnte, kennt Haas Camara bislang weniger gut.
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“Es ist eine andere Situation als bei Ollie, auf den wir über das ganze Jahr hinweg bei mehreren FT1-Einsätzen Zugriff hatten. Wir kennen Rafa noch nicht so gut wie Ollie vor seiner ersten vollen Saison”, erklärt Komatsu. “Es ist aufregend, aber wir müssen uns einfach anschauen, wen wir vor uns haben.” Formel-1-Fahrer, die bei Haas ihr Debüt gefeiert haben
Zunächst gehe es darum, Camaras Persönlichkeit und Arbeitsweise zu verstehen: Was hilft ihm, worauf reagiert er besonders gut und wo braucht er Unterstützung? Komatsu erwartet deshalb einen Lernprozess für beide Seiten.
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“Aber wir ziehen enorm viel Zuversicht und Lehren daraus, wie wir während seiner Rookie-Saison und in diesem Jahr mit Ollie gearbeitet haben, um sein Talent und seine Konstanz gemeinsam weiterzuentwickeln”, sagt er. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Die bisherigen Erfahrungen sollen also in die Arbeit mit Camara einfließen. Eine direkte Übertragung des Bearman-Programms hält Komatsu jedoch nicht für sinnvoll: “All die Erfahrungen, die wir zuletzt mit Ollie gesammelt haben, werden wir bei Rafa einbringen. Aber in erster Linie müssen wir Rafael Camara als Individuum verstehen. Er ist zwar auch ein Rookie, aber die beiden sind unterschiedliche Persönlichkeiten.”
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