Hamilton fordert Änderungen in Singapur: Sprint wäre ohne Regen langweilig
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Lewis Hamilton fordert Veränderungen an der Formel-1-Strecke in Singapur. Der Ferrari-Pilot sieht zwar großes Potenzial in der Strecke, vermisst aber echte Überholmöglichkeiten. Der chaotische Sprint am Samstag sei vor allem dem Regen zu verdanken gewesen. LAT Images Lewis Hamilton glaubt, dass der Sprint ohne Regen langweilig gewesen wäre
“Ich liebe das Rennen hier wirklich, aber ich habe gerade zu Max gesagt, dass sie die Strecke verändern sollten, vielleicht mit einer längeren Geraden irgendwo, damit wir überholen können”, erklärt Hamilton. “Dann wäre es wirklich ein großartiger Rennkurs.” Die Strecke sei bereits für eine einzelne Runde im Qualifying hervorragend, doch im direkten Duell fehle schlicht die Gelegenheit, sich neben einen Konkurrenten zu setzen.
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Der Sprint lieferte dafür ein anschauliches Beispiel. Nur 13 der 22 Autos erreichten das Ziel, George Russells Unfall und die Kollision der beiden McLaren-Piloten sorgten für reichlich Gesprächsstoff. Auf der teilweise nassen Strecke war die Zahl der Überholmanöver dennoch begrenzt. Wer hinter einem Gegner festhing, fand kaum eine Möglichkeit, daran etwas zu ändern. “An anderen Stellen, etwa in Kurve 16, gibt es eine Bodenwelle mitten auf der Strecke. Dort schlagen Funken, weil die Fahrbahn nicht besonders eben ist. Ich weiß nicht, ob das mit dem Regen oder etwas anderem zusammenhängt, aber ich denke, man kann einige Anpassungen vornehmen, um diesen Kurs zu 100 Prozent großartig zu machen”, sagt Hamilton. Dass der Sprint trotz der schwierigen Bedingungen unterhaltsam war, ist für Hamilton kein Argument gegen diese Kritik. Im Gegenteil: Die wechselhaften Verhältnisse hätten einen Eindruck vermittelt, der bei trockener Strecke kaum entstanden wäre. “Ich fand es unterhaltsam, aber wenn es trocken gewesen wäre, wäre es wahrscheinlich das langweiligste Rennen gewesen, das ihr gesehen hättet”, meint der siebenmalige Weltmeister. “Der Regen hat es spannend gemacht. Wenn man es immer regnen lassen könnte, wäre es natürlich immer ein großartiger Sprint.” Verstappen: Keine Sprints auf überholfeindlichen Strecken Ohne wechselnde Bedingungen hätte vermutlich vor allem Reifenmanagement auf dem Programm gestanden, während die Fahrer hintereinanderher gefahren wären. Genau dieses Problem betrifft aus Sicht von Verstappen nicht nur Singapur, sondern auch die Auswahl der Sprint-Austragungsorte. “Ich finde, wir sollten keinen Sprint auf einer Strecke veranstalten, auf der man nicht überholen kann”, sagt der Red-Bull-Pilot mit Blick auf Monaco, das 2027 ebenfalls einen Sprint ausrichten soll.
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Dabei macht Verstappen nicht allein den Streckenverlauf verantwortlich. Auch die aktuellen Regeln erschwerten das Überholen. Der Overtake-Mode bringe in Singapur kaum einen Vorteil, auf den Geraden lasse sich nur wenig Zeit gutmachen. “Man kann sich nicht einmal richtig annähern oder einen großen Geschwindigkeitsüberschuss aufbauen”, erklärt er. Alle Sieger von Sprintrennen in der Formel 1
Eine längere Gerade oder eine richtige Haarnadelkurve könnten helfen, reichten allein aber nicht aus: “Wir brauchen auf den Geraden auch einen größeren Unterschied.” Charles Leclerc geht noch einen Schritt weiter. Für ihn sind Sprintrennen auf Stadtkursen grundsätzlich das falsche Konzept. “Ich glaube nicht, dass es generell Sinn ergibt, Sprints auf Stadtkursen auszutragen”, sagt der Ferrari-Pilot.
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Die zusätzlichen Rennen sollten vielmehr auf Strecken stattfinden, auf denen Überholen vergleichsweise einfach sei und tatsächlich mehr Rennaction entstehe. In Singapur oder Monaco bringe ein Sprint dem Wochenende dagegen kaum etwas hinzu. Sainz: Kann man die Quali zum Highlight machen? Carlos Sainz sieht das Grundproblem ähnlich, setzt bei der Lösung aber an einem anderen Punkt an. Der Spanier mag die zusätzliche Qualifikation, hält vom zusätzlichen Rennen auf engen Stadtkursen hingegen wenig. “Auf Stadtkursen ist es ab Runde eins ein Zug, sofern niemand einen Fehler macht. Das wissen wir alle”, sagt Sainz. Ein anderes Rennformat sei allerdings auch keine einfache Antwort. Video wird geladen…
Gerade für Monaco hält er etwa eine umgekehrte Startaufstellung nicht für sinnvoll. “Es liegt einfach an der Natur der Strecke und an den Formel-1-Autos, die wir derzeit haben. Auf Strecken wie Monaco ist Überholen unmöglich, also kann man machen, was man will”, erklärt er. Solange sich die Autos auf solchen Kursen kaum überholen können, werde ein Sprint nur begrenzt Spannung erzeugen.
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Sainz kann sich deshalb eher vorstellen, den Samstag anders zu gestalten und die Qualifikation stärker in den Mittelpunkt zu rücken. “Wenn man das Qualifying nicht in einem anderen Format austrägt und es wirklich zum Höhepunkt des Tages macht, wird sich niemand besonders dafür interessieren, weil das Rennen ohnehin nicht viel zur Show beitragen wird”, sagt er.
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