Hockenheim-Vision mit Formel-1-Autos: Das steckt dahinter
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Die jüngsten Umbaupläne am Hockenheimring werden mit interessanten Fotomontagen illustriert: Vor der neugestalteten Haupttribüne mit integrierter Motorworld-Niederlassung starten Formel-1-Autos. Was die Frage aufwirft: Plant man in Hockenheim tatsächlich ein Formel-1-Comeback? Kehrbaum Architekten / Motorworld Die Motorworld-Vision für den Hockenheimring – mit Formel-1-Autos im Vordergrund
Motorworld-Geschäftsführer Andreas Dünkel beantwortete diese Frage bei einer Pressekonferenz am Hockenheimring so: “Wir alle wissen, dass die Formel 1 immer noch die höchste Kategorie ist. Deshalb würden wir lügen, wenn wir sagen würden, das hätten wir nicht im Blick und das würden wir uns auch nicht wünschen.” Die wirtschaftliche Realität sei jedoch eine andere. Das zeige das Beispiel Zandvoort: Der niederländische Kurs an der Nordseeküste verzichtet auf weitere Formel-1-Rennen, obwohl mit Max Verstappen weiterhin ein echtes Zugpferd für die Fans zu den Spitzenfahrern zählt. Doch die Veranstalter in Zandvoort können und wollen sich den Grand Prix nicht mehr leisten.
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“Es gibt kaum noch eine Rennstrecke, die nicht von öffentlicher Hand unterstützt wird, weil die Rahmenbedingungen derzeit praktisch nicht erfüllbar sind ohne öffentliche Mittel”, erklärte Dünkel. Motorworld als Katalisator am Hockenheimring Doch was nicht ist, könne noch werden: “Wenn die Motorworld steht, hätten wir, glaube ich, die entsprechenden Rahmenbedingungen”, sagte Dünkel. Dann wolle man “Gespräche mit der Politik hier im Land und im Bund führen”, um die finanzielle Machbarkeit eines Formel-1-Comebacks zu prüfen. “Vielleicht wird es irgendwann die Möglichkeit geben, dass wir es tatsächlich umsetzen können. Dann werden wir die Ersten sein, die Gewehr bei Fuß stehen. Das kann ich ihnen versprechen”, sagte Dünkel. “Wir wissen, dass da eine gewisse Attraktivität von uns da ist. Es muss aber alles perfekt ineinander münden. Und das ist heute nicht seriös vorherzusagen.” Formel 1 signalisiert Comeback-Interesse Deshalb ist Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske im Gespräch mit bemüht, keine falschen Erwartungen zu wecken: “Wir wollen heute gar nicht so viel über das Thema Formel 1 reden. Das nährt nur Spekulationen. Wir reden gerne dann darüber, wenn es etwas zu berichten gibt.” Und derzeit gebe es “nichts Spruchreifes”. Kehrbaum Architekten / Motorworld Motorworld-Vision für das Motodrom in Hockenheim mit Formel-1-Autos im Vordergrund
Das müsse jedoch nicht bedeuten, “dass es aussichtslos ist”, so Teske. Denn Interesse an einer Formel-1-Rückkehr nach Deutschland gebe es sehr wohl: Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali deutete erst im August 2026 die “Möglichkeit” an, “das Rennen mittelfristig zurückzubringen” – und zwar an den Hockenheimring. Dort seien aus Formel-1-Sicht jedoch “Investitionen” notwendig. Die Formel-1-Anforderungen erfüllt Hockenheim schon jetzt Laut Teske erfüllt der Hockenheimring bereits einen “Großteil der Anforderungen”: Die Rennstrecke verfügt über die für die Formel 1 notwendige Grad-1-Einstufung. “Das soll heißen: Auf dem Papier sind wir schon so weit, ein Formel-1-Rennen ausrichten zu dürfen. Das haben längst nicht alle internationalen Strecken.” Alles Weitere müsse man abwarten, sagte Teske: “Wenn wir irgendwann in eine Situation kommen, dass man das Thema auch infrastrukturell weiter prüfen muss, dann werden wir das sicher tun. Und dann werden wir auch schnell wissen, was wir zu tun haben. Aber wir wollen jetzt nicht über ungelegte Eier reden. Deshalb will ich das an dieser Stelle nicht weiter ausführen.” Die Vision für den Hockenheimring mit Motorworld Denn für den Hockenheimring steht die aktuelle Weiterentwicklung der Rennstrecke einschließlich der Integration der Motorworld im Vordergrund. Der Umbau dauert voraussichtlich mehrere Jahre und soll 2029 oder 2030 abgeschlossen sein. Man wolle damit “die Gesamtanlage aufwerten” und perspektivisch eine “Ganzjahresdestination” werden, erklärte Teske. “Das sind die wichtigsten Schritte, die wir jetzt gehen.” Und diese Schritte könnten mittelfristig helfen, die Formel 1 nach Hockenheim zurückzubringen. Teske: “Ich denke, die Formel 1 beobachtet die Schritte, die hier getan werden, sehr wohl. Das bedeutet an dieser Stelle aber erstmal noch gar nichts.”
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“Das Wichtigste ist daher, dass wir immer weiter daran arbeiten, die Anlage auszubauen, moderner und attraktiver zu machen. Alles andere wird sich zeigen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Zuletzt hat der Hockenheimring 2019 den Grand Prix von Deutschland ausgerichtet. Das bisher letzte Formel-1-Rennen auf deutschem Boden fand 2020 inmitten der Coronapandemie als Eifel-Grand-Prix auf dem Nürburgring statt.
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