Honda-Geheimnis gelüftet: Zweites ADUO-Upgrade ist bereits im Einsatz
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Koji Watanabe, Präsident der Honda Racing Corporation (HRC), hat verraten, dass Honda sein zweites ADUO-Upgrade (Additional Development Upgrade Opportunities) tatsächlich bereits beim Grand Prix von Spanien eingeführt hat. Im Mittelpunkt des Updates stand der Turbolader der Powerunit. LAT Images Koji Watanabe: Heimlich, still und leise hat Honda doch ADUO2 eingeführt
Aston Martin und Honda hatten zu Saisonbeginn Schwierigkeiten, doch nach einem umfangreichen Chassis-Upgrade beim Grand Prix von Ungarn verbesserte sich die Performance leicht. Beim Grand Prix der Niederlande brachte das Team zudem eine Powerunit zum Einsatz, die mit dem ersten ADUO-Upgrade ausgestattet war. Beim Verbrennungsmotor von Honda wurde ein Leistungsrückstand von mehr als vier Prozent auf den Motor von Red-Bull-Ford festgestellt, der als Antrieb mit der höchsten Leistung eingestuft worden war. Dadurch erhielt Honda die Erlaubnis, während der Saison zwei ADUO-Token einzusetzen. Honda und HRC hatten zuvor erklärt, lediglich eine dieser beiden ADUO-Möglichkeiten nutzen zu wollen. Hondas ADUO2 läuft bereits seit Madrid Wie sich nun herausstellt, hat Honda jedoch tatsächlich beide ausgeschöpft: “Wir haben beide genutzt”, bestätigt Watanabe im Interview mit Motorsport.com Japan auf die Frage, warum sich Honda entschieden habe, nur ein ADUO-Upgrade einzusetzen. “Das erste ADUO-Upgrade haben wir in den Niederlanden eingeführt, und beim Grand Prix von Spanien haben wir dann in Lance Strolls Auto eine Powerunit eingebaut, die das zweite Update enthielt.”
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“Die Spec-2-Powerunit, die wir in den Niederlanden eingeführt hatten, wies einige Probleme mit der Fahrbarkeit auf. Deshalb haben wir beim Grand Prix von Spanien einen verbesserten Turbolader eingeführt”, erklärt er. Tatsächlich geht aus der Übersicht der FIA über die eingesetzten Powerunit-Komponenten hervor, dass Strolls Auto beim Grand Prix von Spanien mit seinem fünften Turbolader der Saison ausgestattet wurde. Fernando Alonsos Auto erhielt beim Grand Prix von Aserbaidschan ebenfalls seinen fünften Turbolader der Saison, bei dem es sich offenbar um die weiterentwickelte Version handelte. Auf die Frage, ob das Ziel darin bestanden habe, das Turboloch zu reduzieren, antwortet Watanabe mit “Ja” und erklärt anschließend, warum die Updates zeitlich versetzt eingeführt wurden: “Es wäre besser gewesen, wenn wir alles auf einmal hätten einführen können. Aber es war wichtig, zunächst in den Niederlanden die Spec 2 zu bringen. Parallel dazu haben wir an Maßnahmen gegen das Turboloch gearbeitet, deshalb haben wir diese dann in Spanien eingeführt. Deshalb wurde die Anwendung letztlich auf diese beiden Updates aufgeteilt.” Watanabe: Honda hat noch viel Luft nach oben Watanabe erklärt allerdings auch, dass Honda das volle Potenzial seiner Powerunit nach wie vor nicht ausschöpfe. Als Honda zuvor Red Bull mit Motoren belieferte, waren Performance-Upgrades nicht erlaubt. Honda nutzte jedoch weiterhin Simulationen, um die Betriebsgrenzen der Powerunit zu bestimmen und diese Grenzen Jahr für Jahr schrittweise anzuheben. Honda bezeichnete diesen Ansatz als “Zuverlässigkeitsentwicklung”. Red Bull setzte beispielsweise 2024 auf extrem kleine Seitenkästen und verkleinerte gleichzeitig die Öffnungen, über die Kühlluft zugeführt wurde. Auch dies wurde dadurch ermöglicht, dass die Betriebsgrenzen der Powerunit angehoben werden konnten. “Was ADUO betrifft, haben wir unsere Möglichkeiten für diese Saison ausgeschöpft. Von jetzt an werden wir weiter an Dingen arbeiten, die keine Hardware betreffen, sowie an Entwicklungen, die uns mit Blick auf die Zukunft weiterbringen”, sagt Watanabe. “Ich glaube nicht, dass wir auch nur annähernd die volle Performance der Powerunit ausschöpfen. Meiner Ansicht nach gibt es noch Spielraum, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Es gab weiterhin Bereiche, in denen uns Leistung gefehlt hat. Deshalb haben wir Spec 2 mit bestimmten Zielwerten entwickelt. Diese Ziele haben wir erreicht.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Für den Rest der Saison wird unser Schwerpunkt deshalb darauf liegen, das, was wir haben, vollständig auszuschöpfen, anstatt die Hardware weiterzuentwickeln. Trotzdem wollen wir sicherstellen, dass wir richtig kämpfen können”, sagt Watanabe.
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