Keine Interviews: Darum wurde George Russell von der FIA bestraft
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Nach dem WM-Titelgewinn seines Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli beim Grand Prix von Mexiko-Stadt 2026 hat George Russell das Autodromo Hermanos Rodriguez sofort verlassen – ohne für Interviews zur Verfügung zu stehen. Das stellte einen Regelverstoß dar. LAT Images Mercedes-Fahrer George Russell: Teamkollege Kimi Antonelli wurde Weltmeister 2026
Denn im Sportlichen Reglement der Formel 1 heißt es unter B10.1.4.e): “Alle Fahrer, die das Rennen außerhalb der Top 3 beenden, müssen sich unmittelbar nach dem Wiegen gemäß Artikel B3.2.2 im Anschluss an das Rennen für Medieninterviews zur Verfügung stellen.” Russell tat das nicht – und zahlt nun den Preis dafür: Die FIA-Sportkommissare sprachen eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro aus. So reagiert Mercedes-Teamchef Toto Wolff Doch Mercedes-Teamchef Toto Wolff kann Russells Verhalten nachvollziehen: “Dass er seine Medientermine nicht wahrgenommen oder die Strecke verlassen hat, ist absolut verständlich. Es hätte mich sogar überrascht, wenn er geblieben wäre. Das respektiere ich vollkommen.”
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Er habe Russell nach dem Rennen noch beim obligatorischen Wiegen gesehen, danach nicht mehr. “Er ist natürlich wegen der Situation völlig niedergeschlagen”, sagte Wolff. Video wird geladen…
“Ich kenne George schon sehr lange, und ich weiß, was das für einen Sportler bedeutet. Für einen Rennfahrer ist das ein katastrophaler Moment. Er macht gerade eine schwierige Zeit durch. Ich fühle im Moment sehr mit ihm.” Die Technik spielt Russell in Mexiko einen Streich Denn in Mexiko passierte wieder einmal, was in der Saison 2026 bereits häufig passiert war: Russell ereilte ein technisches Problem, sodass seine Chancen gleich zu Beginn schwanden. Selbst Wolff bezeichnete den Grand Prix als ein “Sinnbild für seine Saison”. “Er hätte das Rennen gewinnen können”, sagte Wolff. “Wir hatten die Pace im Auto, und wir haben ihn auf der ersten Geraden im Stich gelassen. Die Energiebereitstellung war nicht so, wie wir gedacht hatten, dass sie sein sollte.” Deshalb fiel Russell zurück und belegte am Ende nur den sechsten Platz. Aber: Nach der Zieldurchfahrt war Russell einer der ersten Gratulanten von Antonelli. Wolff hielt es für eine “großartige Geste der Sportlichkeit, dass er zu Kimi gegangen ist”. Rosberg: Entscheidend ist, wie Russell jetzt weitermacht Doch wie geht es jetzt für Russell weiter? Der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg rät ihm dazu, “diese Freude wiederzufinden”. Das sei in einem “so schrecklichen Moment” schwierig, aber in den restlichen Rennen der Saison 2026 gehe es darum, “die Grundlage für das nächste Jahr zu legen”, so Rosberg bei Sky. Von Rosberg bis Villeneuve: Diese Ex-Formel-1-Fahrer sind heute TV-Experten
Rosberg spricht aus Erfahrung: Nach seiner zweiten WM-Niederlage gegen Lewis Hamilton in der Saison 2015 gewann er die drei restlichen Grands Prix, jeweils vor Hamilton. Diesen Schwung nahm Rosberg mit in die Saison 2016, in der er Weltmeister wurde: Er siegte zu Saisonbeginn bei vier Rennen in Folge.
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Deshalb sagte Rosberg in Mexiko: “Für George beginnt jetzt bereits das nächste Jahr. Es ist wirklich wichtig, dass er sich reinhängt und voll angreift. Aber er kann das. Er ist mental so stark. Auch wenn es gerade unglaublich hart ist: Er ist genau der Typ, der ziemlich schnell zurückkommen kann.” Warum Wolff weiter an Russell glaubt Wolff stimmte Rosberg zu und sagte: “Es erinnert mich an dich, Nico. Du bist damals gegen denjenigen angetreten, der heute mit sieben Weltmeistertiteln der bislang erfolgreichste Fahrer ist, gegen Lewis. Und du hast einfach unerbittlich weitergemacht, bist weitergefahren, hast dich immer wieder aufgerappelt und schließlich die Weltmeisterschaft gewonnen.”
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Russell könne einen ähnlichen Weg gehen, sagte Wolff. “George hat diese Härte.” Über seine Situation reden wollte Russell am Sonntagabend in Mexiko aber offensichtlich nicht.
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