Keine Schuldzuweisungen: der Weg zum Erfolg von Zak Brown und McLaren

Keine Schuldzuweisungen: der Weg zum Erfolg von Zak Brown und McLaren

 

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McLaren-CEO Zak Brown hat Einblicke in die Veränderungen der Teamstruktur gegeben, die den Rennstall aus Woking vom hinteren Mittelfeld bis zum Gewinn der Konstrukteursweltmeisterschaft 2024 und 2025 führten. Entscheidend sei dabei nicht nur die technische Entwicklung gewesen, sondern vor allem eine grundlegende Veränderung der Arbeitskultur innerhalb des Teams.  LAT Images Zak Brown spricht offen über das McLaren-Erfolgsgeheimnis

Im Gespräch mit Will Buxton im Podcast “Up To Speed” erklärt Brown, dass insbesondere Teamchef Andrea Stella und eine neu aufgestellte technische Führungsstruktur maßgeblich zum Erfolg beigetragen hätten. “Es geht um Menschen und Führung. Ich spreche dabei nicht von meiner eigenen Führung, sondern von meinem Führungsteam unter der Leitung von Andrea Stella, das für die Leistung des Rennteams verantwortlich ist”, so Brown weiter. Zwar habe McLaren einige personelle Veränderungen an der Spitze vorgenommen, die große Mehrheit der Belegschaft sei jedoch unverändert geblieben. “Ich habe drei der wichtigsten Führungskräfte ausgetauscht. Aber wenn wir von rund 1.000 Mitarbeitern im Formel-1-Team sprechen, dann sind die 997, die uns zu Beginn des Jahres ein Auto gebaut haben, das wohl das langsamste im Feld war, dieselben 997 Menschen, die uns ein Weltmeisterauto gebaut haben.” Keine Schuldzuweisungen mehr innerhalb des Teams Den entscheidenden Unterschied sieht Brown in der Führung des Teams. “Die Führung, die das gesamte Team erhalten hat, hat dafür gesorgt, dass alle in dieselbe Richtung arbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir versuchen ständig, uns gegenseitig zu Höchstleistungen anzuspornen, und haben eine großartige Leistungskultur geschaffen.”
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Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung sei die Abschaffung einer Kultur der Schuldzuweisungen gewesen. “Es ist eine Kultur ohne Schuldzuweisungen. Wenn wir ein Problem haben, und die haben wir, dann kümmern wir uns um das Problem und nicht um die Menschen. Dadurch entsteht ein sicheres Arbeitsumfeld. Wir arbeiten gemeinsam.” Das McLaren-Design für 2026

Als Brown seine Tätigkeit bei McLaren aufnahm, habe die Situation noch anders ausgesehen. “Damals haben sich die Leute gegenseitig die Schuld gegeben. Ich habe gesagt: ‘Es ist nur ein Auto. Vielleicht glaubst du, dass ihr an der Vorderachse großartige Arbeit leistet und der Fehler bei den Kollegen am Heck liegt. Aber am Ende ist es ein einziges Rennauto. Können wir also lernen, besser zusammenzuarbeiten?'” Der Kulturwandel als Grundlage des Erfolgs Brown beschreibt den anschließenden Veränderungsprozess als langfristige Aufgabe. Innerhalb des Teams spreche man bewusst nicht von einer Reise, sondern von einer “Quest”. “Eine Reise bedeutet, jeden Tag ins Büro zu kommen. Eine Quest ist wie ein Flug zum Mond. Es ist eine viel größere Herausforderung. Deshalb verwenden wir diesen Begriff.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Nach Ansicht des McLaren-CEO war dieser Kulturwandel eine der entscheidenden Voraussetzungen dafür, dass das Team den sportlichen Umschwung schaffen und sich wieder an der Spitze der Formel 1 etablieren konnte.

 
Formel1.de 

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