“Kleines Wunder”: Hülkenberg hält Russell in Singapur hinter sich

“Kleines Wunder”: Hülkenberg hält Russell in Singapur hinter sich

 

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Nico Hülkenberg hat beim Formel-1-Rennen in Singapur eine starke Vorstellung gezeigt und Audi mit Platz acht sechs wichtige WM-Punkte beschert. Besonders beeindruckend: In der Schlussphase hielt der Deutsche Mercedes-Pilot George Russell hinter sich, obwohl dieser auf dem Papier mit dem schnelleren Auto unterwegs war.  LAT Images Nico Hülkenberg wurde beim Großen Preis von Singapur Achter

Hülkenberg selbst bezeichnet die erfolgreiche Verteidigung als “kleines Wunder” und bekommt dafür sogar Lob von seinem direkten Verfolger. “Ja, das war ein kleines Wunder. Das hat auch alles abgefordert, das zu schaffen”, sagt Hülkenberg nach dem Rennen. Zehn bis 15 Runden vor Schluss sei er sich noch nicht sicher gewesen, ob er Russell tatsächlich hinter sich halten könne. Dann habe er jedoch einen besseren Rhythmus gefunden und gleichzeitig den Abstand zu Liam Lawson vor ihm verkürzt. Dadurch konnte er auf den Geraden vom Windschatten profitieren, was ihm beim Verteidigen half.
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Für Audi war das Ergebnis eine wichtige Belohnung für ein starkes Wochenende. Hülkenberg spricht selbst von einem “sehr sauberen Wochenende” – mit Ausnahme des ersten Freien Trainings. “Mir nichts zu Schulden kommen lassen, ausnahmsweise mal. Sauber durchgekommen”, scherzt der Deutsche. “Eine schöne Belohnung für alle im Team, mit sechs Punkten hier rauszugehen. Ein guter Schluck aus der Pulle für uns.” Russell lobt Hülkenbergs Verteidigung Dass Hülkenberg Russell bis ins Ziel hinter sich hielt, war keine Selbstverständlichkeit. Der Mercedes-Pilot kam in der Schlussphase zwar näher, fand aber keinen Weg vorbei. Auf die Frage, warum er mit seinem Mercedes nicht an einem Audi vorbeikam, der normalerweise leichter zu überholen sein sollte, gibt Russell eine klare Antwort. “Er hat sehr gut verteidigt”, erklärt der Brite bei Sky. Gerade auf einem Stadtkurs wie Singapur seien Überholmanöver in den letzten Runden mit erheblichen Risiken verbunden. “Gegen Ende war es für einen oder zwei Punkte das Risiko nicht wert”, sagt Russell. Hülkenberg habe seine Aufgabe sehr gut erledigt. Video wird geladen…  

Auch Hülkenberg wusste, dass die Schlussphase heikel werden würde. Er habe zunächst nicht geglaubt, dass er Russell dauerhaft hinter sich halten könnte. Doch zuvor profitierte der Deutsche schon von einem guten Start. “Nicht nur am Start, sondern auch in der ersten Runde hatte ich ein gutes Gefühl und einen Instinkt dafür, wohin ich fahren musste”, erklärt Hülkenberg. Innen in Kurve eins und am Ausgang gewann er eine weitere Position. Damit legte er die Grundlage für ein Rennen, in dem er sich gegen die eng beieinanderliegenden Racing Bulls und Alpine behaupten musste. Audi feiert ein wichtiges Wochenende Bei Audi ist die Freude über Hülkenbergs Leistung entsprechend groß. Renndirektor Allan McNish bezeichnet das Rennen als eine der besten Vorstellungen des Deutschen überhaupt. “Es war eines der besten Rennen, die ich Nico habe fahren sehen. Er war vom Start bis ins Ziel überragend und hat einen fantastischen Job gemacht, uns die Punkte zu sichern”, erklärt McNish.
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Die sechs Zähler seien im Kampf um die Positionen in der Meisterschaft wichtig. Darüber hinaus hebt McNish hervor, dass Audi erstmals sowohl im Sprint als auch im Grand Prix Punkte erzielt habe. Das sei ein sehr positives Zeichen für das gesamte Team und eine Bestätigung für die Arbeit des Wochenendes. Ganz ohne Wermutstropfen verlief der Sonntag allerdings nicht. Gabriel Bortoleto schied wegen eines vermuteten Getriebeproblems bereits früh aus. “Das macht das Ergebnis für das Team ein Stück weit zwiespältig”, räumt McNish ein. Das solle jedoch nichts von Hülkenbergs starker Leistung nehmen. Für Audi zählt nun vor allem, den Schwung mitzunehmen. McNish betont, dass das Ergebnis nicht nur wegen der Punkte wichtig sei, sondern auch wegen der Dynamik vor den kommenden Rennen. Das Team habe sich sowohl im Qualifying als auch in den Rennen gut präsentiert und könne darauf aufbauen. Fortschritte – aber ein bekanntes Problem bleibt Hülkenberg musste sich während des Wochenendes auch mit einem technischen Thema beschäftigen: den Temperaturen der Antriebseinheit. Schon vor dem Rennen hatte Audi mit Blick auf die Bedingungen in Singapur Bedenken wegen der Temperaturen gehabt. Eine vollständige Entwarnung konnte der Deutsche nicht geben.
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“Ich denke, wir sehen das Problem weiterhin; wir leiden immer noch darunter. Es ist nicht gut, aber ich glaube, dass diese Strecke weniger empfindlich auf die Motorleistung reagiert”, erklärt Hülkenberg. Deshalb sei das Problem weniger nachteilig gewesen als zuvor in Malaysia. “Es ist aber immer noch da und etwas, das wir in Zukunft angehen müssen.”

 
Formel1.de 

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