Lando Norris beklagt Online-Hass und erklärt die Entschuldigung bei Colapinto
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Der Große Preis von Aserbaidschan in Baku hat für hitzige Diskussionen gesorgt: Nach dem “großen Fehler” von Franco Colapinto, der zum Ausfall von Lando Norris führte, forderte der McLaren-Pilot eine Rennsperre für den Argentinier – und erntete damit eine regelrechte Flut an Online-Hass aus Teilen von Colapintos Fangemeinde. Sutton Images Lando Norris und Franco Colapinto (hier in Las Vegas 2025) verstehen sich gut
Als Konsequenz entschied sich Norris kurz darauf, zusätzlich ein öffentliches Statement abzugeben, um die Wogen zu glätten. Dabei betonte der Weltmeister jedoch audrücklich, dass Colapinto die einzige Person sei, bei der er sich überhaupt entschuldigen musste. “Es war eher für die breite Öffentlichkeit gedacht”, sagt Norris am Donnerstag in Malaysia. “Ich habe Franco gesagt, was ich sagen wollte, und er ist eigentlich der Einzige, dem gegenüber ich meine Meinung äußern und mich entschuldigen musste.”
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“Ich muss das nicht in den sozialen Medien tun, aber gleichzeitig gab es natürlich viel Unruhe im Hintergrund, und ich hielt es für sinnvoll, bekannt zu geben oder zu zeigen, dass ich mich entschuldigt habe. Ich erkenne an, dass ich im Unrecht war.” Norris: Franco Colapinto ist “ein sehr netter Kerl” Norris erklärt, das Gespräch mit Franco Colapinto habe “nicht sehr lange dauern müssen”, weil beide Piloten die Verantwortung für ihre jeweiligen Fehler in Baku akzeptierten. “Ich habe mich bei ihm für einige Dinge entschuldigt, die ich gesagt hatte und die falsch waren, und er hat sich bei mir für den Vorfall entschuldigt – das ist gut.” Baku eskaliert: Colapinto-Crash, Russell vs. Verstappen & Horner-Interview Video wird geladen…
“Ich mag Franco sehr, er ist ein sehr netter Kerl”, ergänzt der McLaren-Pilot. “Wir unterhalten uns immer bei der Streckenbegehung, bei der Fahrerparade und solchen Gelegenheiten, verbringen also viel Zeit miteinander. Wir haben uns einfach gegenseitig entschuldigt, mehr war da nicht.” Der Weltmeister räumt zwar ein, mit seinen Äußerungen zu weit gegangen zu sein, bedauert jedoch, dass seine Kommentare nach dem Rennen eine solche Welle von Anfeindungen ausgelöst hatten, und hofft, dass soziale Plattformen mehr gegen toxisches Verhalten unternehmen würden. LAT Images Franco Colapinto riss Lando Norris in Baku aus dem Rennen
“Leider ist das etwas, womit wir und viele andere Sportarten zu kämpfen haben”, sagt er. “Ein Teil davon ist einfach der Leidenschaft geschuldet – die gibt es im Sport immer, und ich glaube, das wird auch immer so bleiben. Ich denke, man bekommt heute viel mehr davon mit, weil soziale Medien es so einfach machen, seine Meinung zu äußern.” Lando Norris will weiterhin seine Meinung sagen “Bis zu einem gewissen Grad habe ich dafür auch volles Verständnis”, meint Norris. “Aber wenn es um Online-Beschimpfungen, Morddrohungen und dergleichen geht, dann überschreitet das bei Weitem das Maß dessen, was es bedeutet, Fan eines Sports, eines Fahrers oder eines Athleten zu sein. Ich finde, da gibt es eine Grenze.” “Das unterstreicht nur, dass sowohl Social-Media-Plattformen als auch der Sport – und vielleicht auch die Athleten selbst – mehr tun müssen, um solche Vorfälle zu verhindern. Denn manche Menschen können damit viel besser umgehen als andere.” Norris, der seine eigene Social-Media-Aktivität schon vor längerer Zeit deutlich eingeschränkt hat, betont jedoch, dass ihn dieser Vorfall nicht davon abhalten werde, auch in Zukunft offen seine Meinung zu sagen. “Nun, das kommt darauf an”, überlegt er. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Bahrain
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“Einige der Dinge, die ich gesagt habe, hätte ich besser nicht gesagt; daher verstehe ich, warum sich manche Leute darüber geärgert haben könnten. Aber grundsätzlich sage ich immer gerne offen meine Meinung. Ich weiß, dass ich es nicht jedem recht machen kann. Man wird nie alle auf seiner Seite haben – ich denke, das ist ganz normal, so ist das Leben.”
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