Mattia Binotto: Die größte Audi-Leistung ist gar nicht sichtbar
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Auf der Rennstrecke hat sich Audi im Verlauf seiner ersten Formel-1-Saison als Werksteam deutlich gesteigert. Schaffte man es in den ersten acht Saisonrennen lediglich ein einziges Mal in die Punkte, ist Audi seit dem Sommer ein regelmäßiger Gast in den Top 10. LAT Images Nico Hülkenberg punktete in Singapur zuletzt gleich doppelt
Beim vergangenen Rennen in Singapur holte Nico Hülkenberg am Samstag die ersten Punkte für Audi bei einem Sprint überhaupt, am Sonntag stellte er mit P8 das beste Grand-Prix-Ergebnis der bisherigen Saison ein. In der WM liegt man im Kampf um Rang sieben nur noch sieben Zähler hinter Haas. “Ich bin glücklich, aber andererseits bin ich noch nicht ganz zufrieden. Wir haben noch einen langen Weg vor uns”, erklärt Teamchef Mattia Binotto bei Sky und erinnert: “Das Ziel ist es, bis 2030 titelwürdig zu sein. Aber der Traum ist es, dies schon früher zu erreichen.”
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Über Audis erste Formel-1-Saison als Werksteam sagt er: “Ich glaube, die bislang größte Errungenschaft liegt dort, wo sie für die Fans am wenigsten sichtbar ist.” Und zwar in den beiden Fabriken in Hinwil, wo das Chassis entsteht, und in Neuburg, wo der Audi-Motor gebaut wird. Dort habe man “die größten Fortschritte gemacht”, verrät Binotto und erklärt: “Insgesamt sehen wir, wie sich das Team weiterentwickelt. Die Einstellung, die Teamkultur, der Umgang miteinander – alles entwickelt sich weiter. Die Energie stimmt, die Stimmung ist gut.” Binotto: Wandel passiert nicht “über Nacht” Diese Entwicklung ist für den ehemaligen Ferrari-Teamchef wichtiger als die sportlichen Ergebnisse in diesem Jahr. “Wenn wir uns die Rennstrecke und die Rennwochenenden ansehen, dann sind wir vielleicht noch nicht ganz da, wo wir sein sollten, aber das ist normal”, betont er. “Man wird nicht über Nacht von einem kleinen Privatteam zu einem Team, das gewinnen kann. Wir sind ein solides Team, das gerade dabei ist, unsere Wettbewerbsfähigkeit im Mittelfeld zu festigen”, erinnert er. Umso wichtiger sind daher die Veränderungen hinter den Kulissen. So baut Audi beispielsweise Chassis und Motor seit dieser Saison selbst, während Vorgängerteam Sauber noch bis zum vergangenen Jahr Kunde bei Ferrari war. Das bringt ganz neue Herausforderungen mit sich, zumal Chassis und Antrieb an unterschiedlichen Standorten entstehen. Die Audi-Meilensteine in der Formel 1
Laut Binotto ist das allerdings kein echter Nachteil. “Nur bei Ferrari ist alles unter einem Dach”, betont er und erinnert: “Red Bull wurde mit einem japanischen Honda-Motor Weltmeister. Da war die Entfernung sicherlich größer als bei uns zwischen Deutschland und der Schweiz.”
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“Wir haben zwar diese beiden Standorte, aber es ist ein Team, ein Ziel, eine gemeinsame Aufgabe. Und mir gefällt die Entwicklung, dass alle gemeinsam wachsen und sich gegenseitig helfen. Ich denke, das ist der wichtigste Faktor bei diesem Wandel”, so Binotto. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Und dieser Wandel ist für ihn im Hinblick auf die Zukunft deutlich entscheidender als die nackten Zahlen beim Blick auf die Ergebnislisten.
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