Max Verstappen: Bei Unterschrift schon von Red-Bull-Siegupdate gewusst?
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Während Max Verstappen in Monza noch ernsthaft die Möglichkeit in Betracht zog, diese Formel-1-Saison ohne einen einzigen Rennsieg zu beenden, sieht die Situation mittlerweile völlig anders aus. In Baku schrammte Verstappen noch denkbar knapp am Sieg vorbei, ehe er bei den anschließenden Rennen des Triple-Headers in Malaysia und Singapur tatsächlich triumphierte. LAT Images Max Verstappen hat derzeit viel Grund zum Lachen
Das steht in extremem Kontrast zum Beginn dieses Jahres, als Red Bull in der Hackordnung lediglich die vierte Kraft war und sich phasenweise sogar im Zweikampf mit Haas und Alpine wiederfand. Wenig überraschend heizte das die Spekulationen über Verstappens Zukunft erneut an – auch wenn er in Zandvoort enthüllte, dass er einem vorzeitigen Formel-1-Rücktritt in Wahrheit viel näher gewesen war als einem Teamwechsel.
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Im Vorfeld von Verstappens Heimrennen sickerte die Nachricht schließlich durch: Der ohnehin schon langfristige Vertrag des Niederländers mit Red Bull wurde neu verhandelt und um weitere zwei Jahre verlängert. Nachdem der Rennstall aus Milton Keynes nun einen riesigen Sprung nach vorne gemacht hat und wieder um Siege kämpft, stellt sich die Frage, ob er bei der Unterschrift vielleicht schon mehr wusste. Mit anderen Worten: Wusste Verstappen bereits, dass Red Bull mit dem nächsten Update-Paket wieder konkurrenzfähig werden würde? Verstappen siegt in Malaysia: Ist Russells WM-Traum jetzt endgültig vorbei? Video wird geladen…
“Nein, nicht wirklich. Es ging vielmehr darum, über die Zukunft zu sprechen und natürlich über die Ideen, wie sich das Team weiterentwickeln soll”, antwortet Verstappen. “Und diese Ideen haben mir gefallen. Es war auch nicht so, dass sie mich großartig überzeugen mussten oder so. Es war einfach der allgemeine Austausch, den man mit dem Team führt.” “Und mir macht die Arbeit mit diesem Team nach wie vor enorm viel Spaß. Natürlich ist es mit den Fortschritten, die wir erzielt haben, ein schöner Bonus, denn ganz vorne mitzukämpfen ist naturgemäß viel befriedigender”, so der Niederländer. Auto deutlich berechenbarer Verstappen fügt hinzu, dass es beim Baku-Update keineswegs nur um die reine Performance ging. Vielleicht noch wichtiger als der reine Gewinn an Abtrieb und Rundenzeit ist die Tatsache, dass der RB22 wieder deutlich berechenbarer geworden ist. Und genau das ermöglicht es dem Mann am Steuer, wieder mehr den Unterschied auszumachen – zumindest soweit es die Einschränkungen des aktuellen Motorenreglements zulassen.
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“Die große Veränderung an unserem Auto ist, dass es einfach viel berechenbarer und ausgewogener geworden ist. Anfang des Jahres wusste ich vor einer Kurve oft gar nicht, was passieren würde. Damals sind viele merkwürdige Dinge mit dem Auto passiert”, merkt Verstappen an. Fahrer-Top-10: Die meisten Saisons in Folge mit einem Sieg
“Deshalb konnte man es nie wirklich am Limit bewegen, weil man nicht wusste, wo das Limit lag, oder weil sich das Limit plötzlich verschoben hatte. Das ist in den letzten Rennwochenenden viel besser geworden – man weiß einfach genauer, wo die Grenze liegt, und hat eine berechenbarere Balance.” Auch Teamchef Laurent Mekies weist die Vermutung zurück, Red Bull habe den enormen Fortschritt von Baku bereits vorhergesehen und diesen genutzt, um Verstappen zur Unterschrift zu bewegen: “Die kurze Antwort lautet: Nein. Wir haben nicht auf ein magisches Update gewartet, das uns schlagartig diese Performance bringen sollte”, stellt der Franzose klar.
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“Wir wussten, dass Updates kommen würden, und wir wussten auch, dass Baku das letzte für dieses Jahr sein würde. Es war die fortlaufende Entwicklung des Autos, und wie ich schon sagte: Zu dem Zeitpunkt dachten wir eigentlich, dass wir uns schwertun würden, diese letzten drei Zehntel aufzuholen”, so Mekies. “Es war also mit Sicherheit kein Argument, um Max während der Gespräche zu überzeugen.” Verlängerung aufgrund von gemeinsamem Vertrauen Mekies betont, dass Verstappens Vertragsverlängerung stattdessen auf Langfristigkeit beruhte und auf seinem Vertrauen, dass Red Bull ihm auch in Zukunft konkurrenzfähiges Material zur Verfügung stellen kann. In dieser Hinsicht wurde das Baku-Update nicht dazu genutzt, ihn zu überreden, sondern wird intern eher als Beispiel dafür gesehen, was möglich ist, wenn alle Puzzleteile ineinandergreifen.
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“Ich denke, ganz allgemein gesprochen wussten wir, dass die Dynamik im Team von Pierre (Wache, Technikchef Red Bull) und im Team von Ben (Hodgkinson, Technikchef Red Bull Powertrains; Anm. d. Red.) sehr stark war – bezogen auf das, was wir nach wie vor als Potenzial des Gesamtpakets sahen, sowohl auf der Chassis- als auch auf der Motorenseite”, fährt Mekies fort. Zu wenig Mut oder keine Chance? Hat Charles Leclerc den Singapur-Sieg beim Start verloren? Video wird geladen…
“Und ja, das war die Art von Gesprächen, die wir mit Max geführt haben. Es ging nicht um das Baku-Paket oder irgendein anderes Paket, sondern um die zugrundeliegenden Faktoren und darum, wo wir die langfristigen Chancen sahen. Aber nein, nichts Spezifisches bezüglich des Baku-Pakets.” Was diese langfristigen Chancen betrifft, betonen sowohl Mekies als auch Verstappen weiterhin, dass der aktuelle Zustand noch nicht gut genug ist. Red Bull ist noch nicht am Ziel und muss nach wie vor einige grundlegende Schwächen beseitigen.
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Mit dem aktuellen Chassis und den Beschränkungen der Budgetobergrenze wird das im Jahr 2026 nicht mehr möglich sein. Weshalb Verstappen mehrfach hervorgehoben hat, dass für das Auto von 2027 weitere Veränderungen nötig sein werden, wenn Red Bull wieder dauerhaft an der Spitze mitfahren will.
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