Max Verstappen frustriert: “Spa und Monza werden schwierig”

Max Verstappen frustriert: “Spa und Monza werden schwierig”

 

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Nach den Schwierigkeiten beim Großen Preis von Großbritannien rechnet Red Bull auch beim kommenden Rennwochenende in Spa Francorchamps mit einer schwierigen Aufgabe. Sowohl Max Verstappen als auch Teamchef Laurent Mekies sehen vor allem sogenannte energiearme Strecken als besondere Herausforderung für das aktuelle Gesamtpaket des Teams.  LAT Images Max Verstappen ist frustriert über die aktuelle Situation bei Red Bull

Red Bull lag zu Saisonbeginn in den internen Wertungen für den Verbrennungsmotor an der Spitze. Das hing allerdings auch damit zusammen, wie die verschiedenen Hersteller ihre Power Units in den ersten Rennen betrieben haben. Doch auf der elektrischen Seite scheint Red Bull weiterhin Nachteile gegenüber der Konkurrenz zu haben. Nach Einschätzung von Verstappen macht sich das insbesondere auf Strecken bemerkbar, auf denen das Energiemanagement eine besonders große Rolle spielt. Bereits in Suzuka hatte Red Bull Schwierigkeiten, wobei dort zusätzlich Probleme mit dem Chassis und dem Fahrzeuggewicht eine Rolle spielten. Ein ähnliches Bild zeigte sich nun auch in Silverstone. Verstappen sieht mehrere Ursachen für die Probleme Vor seinem Ausfall schien Verstappen noch auf Podiumskurs zu liegen. Dennoch bewertet der viermalige Weltmeister seine Leistung anschließend kritisch. “Selbst wenn wir Dritter geworden wären, hätten wir das überhaupt nicht verdient”, sagt Verstappen.
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Neben Problemen bei der Fahrzeugbalance und der Power Unit, die ihn sogar darüber nachdenken ließen, aus der Boxengasse zu starten, sieht Verstappen auch die Charakteristik der Strecke als entscheidenden Faktor. Zum einen zählen schnelle Kurven trotz eines ordentlichen Auftritts in Barcelona weiterhin nicht zu den größten Stärken des Red Bull. Silverstone besteht jedoch aus zahlreichen Hochgeschwindigkeitspassagen. Zum anderen sieht Verstappen Defizite beim Energiemanagement und beim Betrieb der Power Unit. Genau dieser Punkt könnte auch in Spa erneut zum Problem werden. Sowohl Oliver Bearman als auch Fernando Alonso hatten bereits darauf hingewiesen, dass auf dem Ardennenkurs ein noch extremeres Energiemanagement erforderlich sein könnte als in Silverstone. “Freue mich, nach Hause zu fahren”: Verstappen wütet nach Horror-Samstag I F1 Silverstone 2026 Video wird geladen…  

Deshalb erwartet Verstappen an einer seiner Lieblingsstrecken ein völlig anderes Bild als in den vergangenen Jahren. “Spa und Monza werden großartig, ja”, sagte Verstappen betont sarkastisch. “Das ist wirklich schade, denn Spa ist natürlich eine meiner Lieblingsstrecken im Formel-1-Kalender. Aber in diesem Jahr wird es sich ganz anders anfühlen.” Mekies rechnet in Belgien mit Schwierigkeiten Auch Teamchef Laurent Mekies teilt die Einschätzung seines Fahrers und erwartet in Belgien eine ähnlich schwierige Ausgangslage. “Vor einer Woche in Österreich haben wir noch um den Sieg gekämpft. Wenige Tage später sind wir hier in Silverstone auf deutliche Einschränkungen gestoßen, die uns daran gehindert haben, das volle Potenzial unseres Pakets auszuschöpfen.” Nach Ansicht von Mekies verstärken sich die Probleme auf Strecken wie Silverstone und Spa zusätzlich. “Wenn eine Strecke energiearm ist, scheinen wir größere Schwierigkeiten zu haben. Auf Strecken, auf denen die Energiebegrenzung besonders stark ins Gewicht fällt, haben wir im Vergleich zur Konkurrenz größere Probleme. In dieser Hinsicht befürchte ich, dass Spa ebenfalls in diese Kategorie fallen wird”, erklärt der Franzose.
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Red Bull analysiert derzeit die Daten aus Silverstone, um den Betrieb der Power Unit auf solchen Strecken weiter zu optimieren. Mekies macht sich jedoch keine Illusionen darüber, dass sich das Gesamtbild innerhalb weniger Wochen grundlegend verändern wird. “Das bedeutet nicht, dass wir aufgeben oder das Thema abhaken. Es bedeutet, dass wir uns früher oder später verbessern müssen. Es geht darum, uns in allen Bereichen weiterzuentwickeln. Daran arbeiten wir jeden Tag. Wir müssen dieses Wochenende nutzen, um auf solchen Strecken einen kleinen Schritt nach vorne zu machen. Hoffentlich gelingt uns das bereits in Spa.” Reglement schränkt Entwicklungsmöglichkeiten ein Allerdings sind die Möglichkeiten des Teams begrenzt. Sollte Red Bull Ford keine sogenannten ADUO Token erhalten, kann der Hersteller die Hardware auf der elektrischen Seite der Power Unit nicht weiterentwickeln. Diese Token dürfen unter anderem für Verbesserungen am elektrischen Teil des Antriebs eingesetzt werden.
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Bleibt Red Bull jedoch an der Spitze der internen ICE Wertung, besteht nach aktuellem Reglement kein Anspruch auf diese Entwicklungsmöglichkeiten. Damit fehlt kurzfristig eine technische Lösung für die Probleme auf energiearmen Strecken. Entsprechend gelten sowohl Spa als auch Monza intern als anspruchsvolle Rennwochenenden. Hoffnung auf Fortschritte im Saisonverlauf Trotz der aktuellen Schwierigkeiten zeigt sich Mekies optimistisch, dass das junge Red Bull Ford Projekt die Herausforderungen in Zukunft besser meistern kann: “Ich vertraue darauf, dass das Team sehr schnell lernt. Es ist schließlich das erste Jahr unseres Projekts. Wir werden einen Weg finden, mit dieser Art von energiearmen Strecken umzugehen.” “Es mag Hardwareeinschränkungen geben, aber ich weiß auch, dass unser Team außergewöhnlich schnell Lösungen findet. Ich hoffe, dass wir in Spa bereits etwas besser aufgestellt sein werden. Dennoch haben Sie recht, dass die Streckencharakteristik sehr ähnlich ist”, so Mekies weiter.
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Größere Hoffnungen setzt Red Bull dagegen auf den Hungaroring. Nach Einschätzung des Teams könnte sich das Kräfteverhältnis erst in Ungarn wieder etwas zugunsten von Red Bull verschieben, da das dortige Streckenlayout mit zahlreichen langsameren Kurven die Power Unit voraussichtlich weniger stark belasten wird.

 
Formel1.de 

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