Max Verstappen: Keine Strafe trotz Überholmanöver unter Gelb
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Max Verstappen darf seine Poleposition beim Sprintrennen in Singapur (Formel 1 2026 live im Ticker verfolgen) behalten. Die Kommissare sprachen keine Strafe gegen den viermaligen Weltmeister aus, obwohl er Lewis Hamilton unter gelben Flaggen überholt hatte. LAT Images Max Verstappen darf seinen ersten Platz im Sprint-Qualifying behalten
Auslöser der gelben Flagge in Kurve 8 war ein Trümmerteil von Sergio Perez’ Cadillac, der in Kurve 5 in die Streckenbegrenzung gefahren war, anschließend mit seinem beschädigten Auto um den Kurs rollte und das Teil auf dem Weg verlor. Bevor die Rennleitung die rote Flagge zeigte, wurde eine lokale Gelbphase ausgelöst. Hamilton bremste ab und Verstappen zog am Ferrari vorbei – das ist nicht erlaubt. Hamilton beschwerte sich auch am Funk darüber, dass er unter Gelb von Verstappen überholt wurde.
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Dieser entgegnete selbst am Funk, dass er glaubte, Hamilton noch vor der Zone überholt zu haben, doch weil er sich nicht sicher war, ließ er den Ferrari wenig später wieder passieren – im Qualifying eigentlich nichtig. Beide mussten sich nach der Session vor den Kommissaren verantworten. Am Ende sprachen sie keine Strafe gegen Verstappen aus. Das ist die Begründung im Wortlaut: Das sagen die Kommissare “Als Auto 3 auf einer schnellen Runde Kurve 7 verließ, wurde eine einzelne gelbe Flagge gezeigt. Auto 44 fuhr vor Auto 3 und war über das Herannahen von Auto 3 gewarnt worden. Der Fahrer von Auto 44 gab an, dass er nach dem Ausfahren aus Kurve 7 verlangsamte und nach rechts zog, um sicherzustellen, dass er sich abseits der Rennlinie befand.” “Auto 3 überholte Auto 44 vor Kurve 8, während sich beide Autoe noch im Gelbphasen-Sektor befanden. Auto 3 brach daraufhin die schnelle Runde ab.” “Der Fahrer von Auto 3 erklärte, dass er beim Ausfahren aus Kurve 7 auf dem Gas stand, dann die gelbe Flagge sah und das Gas wegnahm. Dies wurde durch die Telemetrie bestätigt. Innerhalb von etwa 40 Metern nach der Einfahrt in den Gelbphasen-Sektor hatte der Fahrer von Auto 3 das Gaspedal vollständig losgelassen.” “Der Fahrer von Auto 44 bremste und hatte seine Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des Überholmanövers auf weniger als 60 km/h reduziert. Da sich Auto 3 auf einer schnellen Runde befand und am Ausgang von Kurve 7 auf dem Gas gestanden hatte, während Auto 44 verlangsamte, war der Geschwindigkeitsunterschied im Moment des Überholens erheblich – obwohl auch der Fahrer von Auto 3 bereits begonnen hatte zu bremsen.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Die Sportkommissare zeigten sich überzeugt, dass der Fahrer von Auto 3 angemessen auf die gelbe Flagge reagierte, indem er vom Gas ging und die Geschwindigkeit reduzierte. Die Geschwindigkeit von Auto 3 am Überholpunkt lag etwa 70 km/h unter der Geschwindigkeit von Auto 3 auf einer anderen schnellen Runde in derselben Session.”
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“Der Fahrer von Auto 3 erklärte, dass das Vermeiden des Überholmanövers ein sehr starkes Bremsen erfordert hätte, was seiner Ansicht nach potenziell eine unsichere Situation herbeigeführt hätte.” “Die Sportkommissare stellten fest, dass der Fahrer von Auto 3 gegen die Gelbphasen-Bestimmung verstoßen hat, indem er Auto 44 überholte. Die Sportkommissare zeigten sich jedoch überzeugt, dass das Überholmanöver eine unglückliche Folge des erheblichen Geschwindigkeitsunterschieds beim Herannahen war, und entschieden unter diesen Umständen, keine Strafe zu verhängen.” Schwieriger Auftakt am Freitag Abgesehen von dem Vorfall lief es für Verstappen und Red Bull im Sprint-Qualifying aber gut. Der Niederländer sicherte sich mit seinem einzigen Run in SQ3 die Bestzeit vor George Russell, dem 0,120 Sekunden auf den Sepang-Sieger fehlten.
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Nach einem schwierigen Trainingsauftakt steigerte sich der RB22 im Laufe des Freitags deutlich. Teamchef Laurent Mekies sieht darin auch einen Hinweis darauf, dass die Konkurrenz mit den Tücken des holprigen Stadtkurses zu kämpfen hat. Ganz zufrieden ist Red Bull mit dem eigenen Auto allerdings noch nicht. “Es war heute Morgen ein schweres erstes Freies Training für beide Autos”, räumt Mekies ein. Vor allem die Bodenwellen machten dem Team zu schaffen. “Es war schwierig, die richtige Balance auf dieser Strecke zu finden.”
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Dass Verstappen am Ende trotzdem ganz vorne stand, war deshalb keine Selbstverständlichkeit. Zwischen dem Training und dem Sprint-Qualifying gelang es Red Bull, das Auto spürbar zu verbessern. “Max, Isack und die Ingenieure haben zwischen dem ersten Training und dem Sprint-Qualifying einen sehr, sehr guten Job gemacht”, lobt Mekies. Perfekt sei das Paket zwar noch nicht, doch das Ergebnis spreche für sich: “Die Pole steht – und das zeigt, dass wahrscheinlich alle mit dem Streckenbelag zu kämpfen haben und wir da sind.” Verstappen von Pole überrascht Auch Verstappen hatte nicht unbedingt damit gerechnet, sich die beste Ausgangsposition für den Sprint zu sichern. Zwar fühlte sich der Red Bull auf den weichen Reifen besser an, als er erwartet hatte. Die grundsätzlichen Schwächen des Autos verschwanden dadurch aber nicht.
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“In den letzten beiden Rennen waren wir natürlich deutlich stärkere Kandidaten. Aber diese Strecke bringt immer noch ein paar kleine Schwächen unseres Autos zum Vorschein”, erklärt der Niederländer. “Dennoch haben wir es geschafft, so gut wie möglich damit umzugehen.” Fahrer-Top-10: Die meisten Saisons in Folge mit einem Sieg
Die entscheidende Verbesserung kam offenbar rechtzeitig für den letzten Versuch. In Singapur, wo die Mauern kaum Fehler verzeihen und die Fahrer auf einer Runde immer wieder ans Limit gehen müssen, zählt nicht nur die grundsätzliche Leistungsfähigkeit des Autos. Entscheidend ist auch, wie viel Vertrauen es vermittelt und wie gut sich die Balance über eine Runde nutzen lässt. “Hier in Singapur ist es immer eng – auch die eigene Runde”, meint Verstappen. “Man pusht so hart, wie man es für möglich hält, stellenweise extrem nah an den Mauern.” Dass sich der RB22 auf den weichen Reifen lebendiger anfühlte, war für ihn dabei eine positive Überraschung. “Damit habe ich allerdings nicht gerechnet. Von daher bin ich natürlich sehr glücklich, auf Platz eins zu stehen.” Red Bull zum dritten Mal in Folge stark Dass Verstappen nun zum dritten Rennwochenende in Folge konkurrenzfähig ist, führt Mekies nicht auf eine einzelne Änderung am Auto zurück. Stattdessen verweist er auf die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Ingenieuren. Der RB22 sei nach wie vor schwierig zu fahren, doch das Team habe am Freitag die richtigen Stellschrauben gefunden.
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“Ehrlich gesagt gebührt das Lob Max, denn das Auto ist hier nicht gerade einfach zu fahren”, sagt Mekies. “Die Jungs machen zusammen mit ihm einen Bärenjob im Zusammenspiel und versuchen, an den richtigen Stellschrauben für die Rundenzeit zu drehen.” Dass Verstappen dabei weniger Kritik äußerte als möglicherweise zu erwarten gewesen wäre, bedeutet laut Mekies nicht, dass plötzlich alle Probleme verschwunden sind. Im Gegenteil: “Das bedeutet immer noch, dass das Auto sehr schwierig ist. Es bedeutet auch, dass wahrscheinlich noch mehr Potenzial darin steckt.”
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Verstappen muss sich unterdessen nicht nur mit den Eigenheiten des Autos auseinandersetzen. Singapur gehört auch körperlich zu den anspruchsvollsten Stationen im Kalender. Die Hitze staut sich im Cockpit, und gerade im stehenden Auto kann die Belastung unangenehm werden. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Singapur
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“Es ist wie in einer Sauna, in der man versucht, Sport zu machen”, schildert der viermalige Weltmeister. “Man versucht, sich auch zwischen den Runs so gut wie möglich zu kühlen, weil das gesamte Cockpit heiß ist – die Füße, natürlich der Körper, der Kopf.” Angenehm sei das nie. Gleichzeitig gehöre die Belastung für ihn zu dem, was Singapur ausmache: “Und auf eine gewisse Art lieben wir es natürlich auch.”
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