Max Verstappen: War Baku wirklich die beste Siegchance 2026?
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Als Max Verstappen am Freitag nach dem Qualifying in Aserbaidschan zu seiner Mediensession mit niederländischen Journalisten in die Red-Bull-Hospitality kam, war die Botschaft klar: Der Baku City Circuit bot Red Bull in diesem Jahr die beste Gelegenheit auf einen Rennsieg. LAT Images Max Verstappen holte in Baku einen weiteren zweiten Platz
Verstappen betonte jedoch nach dem achten Platz in der Qualifikation: “Wir haben großartige Arbeit dabei geleistet, es zu vermasseln.” Einen Tag später kam der viermalige Weltmeister dem Sieg dennoch bemerkenswert nahe. Zugegeben: Den Rückstand von gerade einmal 0,196 Sekunden im Ziel empfand er aufgrund des Unfalls von Valtteri Bottas und des Problems bei Georges Russells Boost-System als etwas irreführend. Das Renntempo von Red Bull war jedoch unbestreitbar gut, insbesondere auf den weichen Reifen.
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Das lag nicht nur an der beeindruckenden Höchstgeschwindigkeit auf der längsten Geraden im Formel-1-Kalender, sondern auch an den Upgrades, die Red Bull in Baku einführte. Es handelte sich dabei um das letzte bedeutende Paket für den RB22. Nach Angaben beider Fahrer lieferte das Upgrade, zu dem ein neuer Unterboden und überarbeitete Seitenkästen gehörten, die erhoffte Wirkung. Neben der reinen Performance sorgte das Upgrade zumindest auf dem Baku-Layout auch dafür, dass sich beide Fahrer im Auto wohler fühlten. “Baku ist eine sehr spezielle Strecke mit einem speziellen Asphalt. Aber so, wie sich das Auto an diesem Wochenende in den Kurven verhalten hat, war ich bereits ab der ersten Runde im ersten Training der Meinung: ‘Okay, das sieht ziemlich gut aus'”, verrät Isack Hadjar. “In der anderen Hälfte des Autos [bei der Antriebseinheit] fehlt uns im Vergleich zu Mercedes definitiv noch etwas. Aber was das Bremsverhalten angeht, war das Auto definitiv einen Schritt besser als in Budapest”, sagt Hadjar mit Blick auf das letzte Rennen vor seiner Handgelenksverletzung. “Also ja, mit diesem Gefühl im Auto bin ich wirklich zufrieden.” Verstappen warnt vor Mercedes-Update Verstappen teilt diese Einschätzung und hatte das nötige Vertrauen, um die Kurven zu attackieren – ein entscheidender Faktor auf einer Strecke wie Baku. “Es ist eine einzigartige Strecke. Sie besteht hauptsächlich aus 90-Grad-Kurven, aber bei der Balance fühlte sich das Auto wahrscheinlich etwas stimmiger an.” “Aber wie ich bereits gesagt habe, gibt es andere Probleme am Auto, die wir unbedingt beheben müssen, denn dort liegt einfach noch freie Rundenzeit. Daran arbeiten wir. Die Performance-Teile haben jedoch gut funktioniert, und wir waren das gesamte Wochenende über mit dem, was ich vom Auto bekommen habe, ziemlich zufrieden.”
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Mit den Problemen, die “freie” Rundenzeit kosten, meint Verstappen die Schwierigkeiten mit dem “Autoabbau” sowie die Energieabgabe auf der elektrischen Seite der Antriebseinheit, die im Vergleich zu Mercedes nicht optimal ist. Baku: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Obwohl die Upgrades des von Pierre Wache geleiteten Technikteams gut funktionierten, bleibt Verstappen dabei, dass das Rennwochenende in Baku Red Bulls beste Siegchance im Jahr 2026 war. Das liegt nicht nur am Streckenlayout, sondern auch daran, dass Mercedes in Malaysia sein lang erwartetes Upgrade-Paket für den W17 einführen wird. Zusätzlich ist ein ADUO-Upgrade für die Antriebseinheit in Vorbereitung.
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“Wenn sie in Malaysia ein Upgrade bringen, wird es für uns wahrscheinlich etwas schwieriger aussehen”, weiß der viermalige Weltmeister. “Wenn Mercedes ein Upgrade bringt und es funktioniert, werden sie einen weiteren Schritt nach vorn machen.” “Das ist natürlich nicht das, was man sich wünscht. Dadurch wird es noch schwieriger, ein Rennen zu gewinnen. Aber wir werden es an jedem einzelnen Wochenende versuchen. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt, werden wir sie ergreifen.” Mekies hofft auf “weitere Gelegenheiten” Als Teamchef Laurent Mekies gefragt wird, ob er die Situation genauso einschätzt oder ob ihm das Renntempo in Baku stattdessen Hoffnung auf weitere Chancen gibt, antwortet er: “Ich denke, beide Aussagen sind richtig.”
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“Ich denke, Max hat recht damit, diese Strecke auf dem Papier als diejenige einzuschätzen, die uns am meisten entgegengekommen ist. Das ist also korrekt. Was die Charakteristik des Autos angeht, war es wahrscheinlich die Strecke, die uns am stärksten begünstigt hat.” “Gleichzeitig macht uns die Performance, die wir im Rennen gezeigt haben, durchaus Hoffnung, dass wir bis zum Saisonende noch weitere Gelegenheiten bekommen werden”, betont Mekies. Baku eskaliert: Colapinto-Crash, Russell vs. Verstappen & Horner-Interview Video wird geladen…
Darüber hinaus erklärt er, dass es an den verbleibenden Rennwochenenden in diesem Jahr nicht nur darum geht, den heiß begehrten ersten Saisonsieg zu holen. Mindestens ebenso wichtig ist es für Red Bull, Erkenntnisse für 2027 zu sammeln. Idealerweise soll dadurch ein Auto entstehen, mit dem das Team in der kommenden Saison konstant um die vorderen Plätze kämpfen kann.
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Verstappen hat bereits mehrfach erklärt, dass bestimmte größere Änderungen im Jahr 2026 nicht mehr möglich seien, für einen Titelkampf im kommenden Jahr aber notwendig wären. Mekies erkennt das an und sagt, dass die verbleibenden Rennwochenenden auch in dieser Hinsicht wichtig seien. “Abgesehen davon, dass wir noch ein paar weitere Gelegenheiten für den ersten Sieg bekommen wollen, ist es auch gut, auf Strecken zu fahren, die für uns schwieriger sein werden. Denn genau mit diesen Herausforderungen müssen wir konfrontiert werden, um uns weiterzuentwickeln.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Dennoch wäre ein Jahr ohne Sieg bemerkenswert. Für Verstappen und Red Bull wäre es jeweils das erste sieglose Jahr seit 2015 – und damit seit mehr als einem Jahrzehnt.
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