Mercedes-Kampf: Russell will Antonelli-Rückstand nicht auf Pech schieben

Mercedes-Kampf: Russell will Antonelli-Rückstand nicht auf Pech schieben

 

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George Russell will seinen massiven WM-Rückstand auf Mercedes-Teamkollege Andrea Kimi Antonelli nicht mit Pech erklären. Obwohl mehrere technische Probleme den Briten in der Formel-1-Saison 2026 wichtige Punkte gekostet haben, sieht er seine eigene Leistung kritisch.  LAT Images George Russell sieht trotz Pech seine WM-Situation als gerechtfertigt an

Vor dem Singapur-Wochenende räumte Russell ein, dass er seine bisherigen Ansprüche nicht erfüllt hat. Das verschärft die Debatte um die teaminterne Kräfteverteilung bei Mercedes, denn 84 Punkte trennen Russell in der Fahrerwertung von Antonelli. Besonders schmerzhaft war für den 28-Jährigen der technische Defekt beim nach Malaysia verlegten Bahrain-Grand-Prix, der ihn einen möglichen Podiumsplatz kostete. Dennoch will Russell die Verantwortung für seine bislang enttäuschende Saison nicht allein bei der Zuverlässigkeit des Mercedes suchen.
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“Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Leistung in diesem Jahr gut genug war – unabhängig davon, ob ich Glück oder Pech hatte”, so Russell beim Medientag zum Großen Preis von Singapur. Natürlich könne er über unglückliche Ereignisse enttäuscht sein. Zunächst wolle er sich aber auf jene Dinge konzentrieren, die er selbst beeinflussen könne. Russell verliert im Qualifying-Duell die Oberhand Besonders deutlich wird Russells Selbstkritik beim Blick auf das teaminterne Qualifying-Duell. In den vergangenen Jahren hatte sich der Brite regelmäßig als starker Ein-Runden-Fahrer präsentiert. Auch während seiner gemeinsamen Zeit mit Lewis Hamilton konnte er im Qualifying häufig überzeugen. 2026 hat sich das Kräfteverhältnis jedoch verschoben. Antonelli führt das Qualifying-Duell mit 9:7 an. Auch bei den Rennergebnissen liegt der Italiener vorne: In elf Rennen kam er vor seinem Teamkollegen ins Ziel. Mega-Pace trotz Strategiefehler: Hätte Ferrari in Malaysia gewinnen können? Video wird geladen…  

Russell selbst beschreibt den Rückgang seiner bisherigen Stärke als erheblich. “In all meinen Jahren in der Formel 1 hatte ich immer eine gute Bilanz gegen meine Teamkollegen, besonders im Qualifying”, erklärt er. Sein Verhältnis habe früher ungefähr bei 80:20 gelegen. In dieser Saison sehe es eher nach 40:60 aus – möglicherweise sogar schlechter. Für Russell ist diese Statistik ein Hinweis darauf, dass er selbst mehr leisten muss. Er wolle sich nicht hinter den technischen Problemen verstecken, sondern anerkennen, dass seine Performance bislang nicht ausgereicht habe. Technikprobleme sind keine Ausrede Dass Russell durch technische Defekte zurückgeworfen wurde, stellt er nicht infrage. Er weigert sich jedoch, daraus eine vollständige Erklärung für den großen Abstand in der Weltmeisterschaft abzuleiten. Statt verlorenen Punkten nachzutrauern, will er sich auf seine eigenen Möglichkeiten konzentrieren.
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“Jedes Wochenende wache ich auf, schaue in den Spiegel und überlege, was ich besser machen kann”, sagt Russell. Seine jüngsten Ausfälle würden ihn deshalb möglicherweise weniger stark beschäftigen, als es unter anderen Umständen der Fall wäre. Für Mercedes ist das eine wichtige Ausgangslage. Das deutsche Werksteam muss beurteilen, wie sich das Kräfteverhältnis zwischen dem erfahrenen Russell und dem jungen Antonelli weiterentwickelt. Die bisherigen Zahlen sprechen für den Italiener, während Russell vor allem zeigen muss, dass er aus den eigenen Fehlern und Rückschlägen die richtigen Schlüsse zieht. Schwieriges Singapur-Wochenende für Russell In Singapur steht Russell vor einer zusätzlichen Herausforderung. Für das Wochenende droht ihm eine erhebliche Motorenstrafe. Damit könnten seine Chancen auf ein starkes Ergebnis weiter sinken.
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Unter diesen Voraussetzungen wird es für den Briten darum gehen, das Maximum aus den verfügbaren Möglichkeiten herauszuholen. Eine Aufholjagd wäre wichtig, um verlorenen Boden gutzumachen. Gleichzeitig bietet das Wochenende eine weitere Gelegenheit, im direkten Vergleich mit Antonelli ein Zeichen zu setzen.

 
Formel1.de 

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