Mercedes: Neuer Hightech-Rennanzug feiert Premiere in Singapur
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Beim Formel-1-Rennen in Singapur trugen Kimi Antonelli und George Russell erstmals die dritte Generation des Rennanzugs “One Art Air” von OMP. Der italienische Hersteller hat vor allem an der Atmungsaktivität gearbeitet. Eine spezielle Drucktechnik soll zudem aufwendige Designs ermöglichen, ohne das Gewicht des Anzugs zu erhöhen. LAT Images In Singapur fuhr Mercedes mit Blumenmuster auf den Rennanzügen
Singapur stellt die Fahrer körperlich vor besondere Herausforderungen. Trotz des Nachtrennens sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit hoch. Dazu kommt der Stadtkurs mit seinen zahlreichen langsamen Kurven, in denen vergleichsweise wenig Fahrtwind zur Kühlung des Cockpits zur Verfügung steht. Damit wird auch die Wärmeabfuhr für die Fahrer zum Thema. Ähnlich wie bei den Power-Units kommt es darauf an, überschüssige Hitze möglichst effektiv abzuleiten. Der Rennanzug spielt dabei eine Rolle: Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass ein höherer Komfort im Cockpit die Reaktionsfähigkeit verbessern kann. Es geht also nicht nur um die Leistungsfähigkeit der Fahrer, sondern auch um ihre Sicherheit.
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OMP hat deshalb die Atmungsaktivität seiner Rennanzüge weiterentwickelt. Die dritte Generation des “One Art Air” kam in Singapur erstmals zum Einsatz. Der italienische Spezialist entwickelt und liefert die Anzüge im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Adidas. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um den atmungsaktivsten Rennanzug der Welt. Die Vorgängerversionen waren bereits bei anderen Veranstaltungen zu sehen. Dazu gehörte auch ein Anzug mit Blumenmuster, den Mercedes im vergangenen Jahr in Miami einsetzte. Bei diesem Rennen holte Antonelli seine erste Poleposition in der Formel 1 – und zwar im Sprint. In Singapur folgte nun die Premiere der dritten Generation, die eine nochmals verbesserte Atmungsaktivität bieten soll. Der “atmungsaktivste Rennanzug der Welt”? “Nach erheblichen Anstrengungen und vielen Stunden Forschungsarbeit ist es uns im Laufe der Jahre gelungen, einen Rennanzug zu entwickeln, bei dem sich das Sublimationsdruckverfahren einsetzen lässt. Er überzeugt sowohl beim Gewicht als auch bei anderen Eigenschaften, insbesondere bei der Atmungsaktivität”, erklärt Paolo Delprato, Präsident und CEO der Racing Force Group, zu der OMP gehört, im Exklusivinterview mit Motorsport.com Italien, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network. Dass Mercedes den Anzug in Singapur einsetzte, führt Delprato auf dessen Eigenschaften zurück: “Er hat sich als der atmungsaktivste Rennanzug der Welt erwiesen. Das ist auch der Grund, warum sich beispielsweise Mercedes beim Grand Prix von Singapur dafür entschieden hat.” Singapur: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Die Weiterentwicklung geht laut Delprato auf eine Initiative von OMP zurück, nicht auf eine Vorgabe der FIA. Der Hersteller sieht den Tragekomfort als einen Faktor, der sowohl die Performance als auch die Sicherheit beeinflussen kann. Ein ähnlicher Ansatz kommt bei den Bell-Helmen zum Einsatz, die ebenfalls zur Racing Force Group gehören. “Mercedes hat in Singapur weltweit erstmals die dritte Generation eingesetzt – also die Version des Rennanzugs für 2027, die bei den Leistungswerten nochmals über den ersten Generationen liegt. Weitere Varianten sind bereits in Entwicklung und sollen in Zukunft folgen”, sagt er. Aufwendige Motive ohne Zusatzgewicht Neben der Atmungsaktivität spielte in Singapur auch das Design eine Rolle. Mercedes ließ seine Rennanzüge für das Gastspiel in Asien mit aufwendigen Blumenmotiven versehen. Solche Gestaltungen waren früher mit einem Nachteil verbunden: Komplexe Muster erforderten zusätzliche Materialschichten, die das Gewicht erhöhten. Zu wenig Mut oder keine Chance? Hat Charles Leclerc den Singapur-Sieg beim Start verloren? Video wird geladen…
Hier kommt die Sublimationsdruck-Technologie ins Spiel. Das Verfahren ist in der Modebranche bereits etabliert, im Motorsport wurde es nach Angaben von OMP erstmals von dem italienischen Hersteller eingesetzt.
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Anders als bei herkömmlichen Druckverfahren werden die Farben dabei direkt in das Gewebe eingebracht. Dadurch lassen sich auch aufwendige Motive umsetzen, ohne zusätzliches Material aufzutragen. Das Gewicht steigt somit nicht, und die Atmungsaktivität des Anzugs soll erhalten bleiben.
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