Mercedes zuversichtlich: Russell nach der Sommerpause wieder in Topform

Mercedes zuversichtlich: Russell nach der Sommerpause wieder in Topform

 

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Obwohl George Russell bei vielen Experten als großer Favorit in die Formel-1-Saison 2026 startete, liegt er zur Sommerpause satte 59 Punkte hinter seinem Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. Umgerechnet sind das mehr als zwei Rennsiege.  Getty Images Europe George Russell sah 2026 bereits zweimal unverschuldet nicht die Zielflagge

Der stellvertretende Mercedes-Teamchef Bradley Lord erklärt in diesem Zusammenhang, dass Russell es aktuell gleich doppelt schwer habe. Denn gerade weil ihm vor der Saison die Favoritenrolle zugeschrieben wurde, werden seine Leistungen nun besonders kritisch beäugt. Man dürfe nicht unterschätzen, so Lord, “wie groß die Herausforderung für die Fahrer ist, wenn sie drei- oder viermal pro Wochenende in solche Situationen geraten und zu hören bekommen: ‘Du bist der Favorit, was ist los? Warum bringst du nicht die erwartete Leistung?'”
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So gewann Russell zwar direkt – und für viele erwartungsgemäß – den Saisonauftakt in Melbourne. Anschließend feierte er aber lediglich in Spielberg noch einen weiteren Erfolg, während Teamkollege Antonelli im gleichen Zeitraum ganze sechs Siege holte, davon zwischen China und Monaco sogar fünf in Serie. “Ich denke, George hatte zweifellos in verschiedenen Rennen technisches Pech”, erinnert Lord und erklärt: “Etwa in China, wo das Auto aus einem seltsamen Grund nicht richtig ansprang und dadurch sein Qualifying beeinträchtigt wurde, oder die Strafsituation in Monaco, wo die Strafe falsch verbüßt wurde und dies weitere Folgen nach sich zog.” Hatte Russell wirklich nur Pech? Zudem schied der Brite beispielsweise in Montreal in Führung liegend mit einem weiteren Defekt aus, und in Spa nahm ihn eine Kollision mit Lewis Hamilton gleich nach dem Start aus dem Rennen. Deshalb ist es durchaus zutreffend, dass Russell ohne eigenes Verschulden in der ersten Saisonhälfte eine Punktezahl im mittleren zweistelligen Bereich verloren hat. Fakt ist allerdings, dass auch bei WM-Leader Antonelli nicht alles rund lief. Der Italiener schrieb zum Beispiel in Barcelona und Silverstone ebenfalls zwei unverschuldete Nullnummern. Daher wäre es zu kurz gegriffen, Russells Rückstand ausschließlich auf unglückliche Faktoren zurückzuführen. Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat

Trotzdem betont Lord, man dürfe Russell vor der zweiten Saisonhälfte noch nicht abschreiben. Er erklärt: “Ich glaube, ihm ist völlig klar, dass er zwar vielleicht nicht genau dort steht, wo er gerne wäre. Aber er kämpft um die Fahrerwertung, die natürlich für jeden Fahrer das große Ziel ist.” “Wir als Team konzentrieren uns voll und ganz darauf, zum ersten Mal seit fünf oder sechs Saisons die Konstrukteurswertung zu gewinnen, und auch dabei spielt er eine entscheidende Rolle”, so Lord, der ergänzt: “Er hat letztlich das bisher beste Gesamtpaket dieser Saison, daher ist das die Chance seines Lebens.
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“Und wenn er sich erholen und dann für die zweite Saisonhälfte zurückschlagen kann, bin ich wirklich zuversichtlich, dass wir das Allerbeste von George sehen werden”, betont Lord.

 
Formel1.de 

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