Newey: Honda ist 2026 weiter zurück als 2019 am Beginn der Red-Bull-Ära
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Die Kombination aus Aston Martin und Honda hat in dieser Saison bislang noch keinen Erfolg gebracht: Seit diesem Jahr rüsten die Japaner den Rennstall mit ihrer neu entwickelten Antriebseinheit aus, die allerdings zahlreiche Probleme bereitet. Eine Situation, die Teamchef Adrian Newey nicht ganz unbekannt ist. LAT Images Adrian Newey bleibt für 2027 weiterhin zuversichtlich
Der ehemalige Technikchef von Red Bull blickt auf das Jahr 2019 zurück, als Honda erstmals als Motorenpartner beim A-Team einstieg, nachdem im Jahr zuvor bereits Toro Rosso (heute RacingBulls) mit Motoren versorgt wurde. Auch damals hinkten die Japaner der Konkurrenz anfangs noch hinterher, allerdings nicht in dem Ausmaß wie in diesem Jahr. “Um ehrlich zu sein: Honda steht derzeit ein wenig hinter dem Punkt, an dem Red Bull 2019 mit Honda einstieg”, gibt Newey jetzt offen zu, verweist zugleich jedoch auf die unterschiedlichen Ausgangslagen: “Damals waren schon vier Saisons vergangen, seit sie 2015 in die Formel 1 zurückgekehrt waren.” Honda-Comeback 2015: schwieriger Neustart mit McLaren Denn Honda feierte sein Comeback schon 2015 als Motorenpartner von McLaren. Das erste Jahr nach der Rückkehr verlief ebenso durchwachsen wie die aktuelle Saison von Aston Martin. Damals sorgte Fernando Alonso mit seinem berühmten Funkspruch über den “GP2-Engine” für Furore. Die McLaren-Ehe zerbrach, es folgte der Wechsel zu Red Bull.
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Ende 2021 zog sich Honda offiziell aus der Königsklasse zurück. Erst mit dem Einstieg bei Aston Martin kehrte der Hersteller nun wieder als offizieller Antriebspartner zurück. “Wir befinden uns jetzt also im ersten Jahr ihrer Rückkehr”, betont Adrian Newey. “Ich kann mich nur wiederholen: Es ist ein großartiges Unternehmen.” Formel-1-Antriebe von Honda seit 1964
“Ich habe volles Vertrauen, dass sie schnell an Fahrt aufnehmen und die Herausforderungen, die mit dem aktuellen Reglement für die Antriebseinheiten einhergehen, meistern werden”, ergänzt der Aston-Martin-Teamchef. “Honda arbeitet offensichtlich sehr hart.” “Es ist ein großartiges Unternehmen, das zu beachtlichen Leistungen fähig ist, wie sie in der Vergangenheit schon oft bewiesen haben. Wir arbeiten eng mit ihnen zusammen und blicken daher zuversichtlich in die Zukunft.” Adrian Newey ordnet den Honda-Rückstand ein Honda konnte die eigene Antriebseinheit zuletzt zwar verbessern, musste allerdings auch immer wieder Rückschläge hinnehmen. Das hat dazu geführt, dass die Zukunft der Zusammenarbeit mit Aston Martin regelmäßig infrage gestellt wird. Nach dem Großen Preis von Singapur reiste Teamboss Lawrence Stroll sogar persönlich nach Japan. “Nun, zunächst einmal war das ein geplantes Treffen”, nimmt Newey möglichen Gerüchten über ein Krisengespräch den Wind aus den Segeln. “Zwischen Honda und Aston Martin finden regelmäßig – etwa alle zwei bis drei Monate – Treffen auf Führungsebene statt; dies war eines davon.” LAT Images Aston Martin kämpft gegen Cadillac, aber nicht an der Spitze …
“Der Rest von uns, mich eingeschlossen, war per Videoschalte dabei”, ergänzt der erfahrene Teamchef des britischen Rennstalls. An der Leistungsfähigkeit der Honda-Antriebseinheit lässt er dabei keinen Zweifel: “Der aktuelle Rückstand ist ziemlich offensichtlich; er lässt sich anhand der ADUO-Daten ablesen.”
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Bei der ADUO-Einstufung (alle Hintergründe!) liegt Honda deutlich zurück. Newey sieht diese Einordnung allerdings nicht als allein ausschlaggebend. “ADUO ist natürlich nur ein Maßstab für die Leistung und wie wir wissen, gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die zusammen die Gesamtperformance der im Chassis verbauten Antriebseinheit bestimmen.” “Es hat also keinen Sinn, sich zu sehr darauf zu versteifen”, mahnt Newey. Wie groß der Rückstand tatsächlich auf die Antriebseinheit zurückzuführen ist und welchen Anteil das Chassis ausmacht, das bekanntermaßen aus der Feder des Technikgenies stammt, möchte er allerdings nicht verraten. Video wird geladen…
“Es steht mir wahrscheinlich nicht zu, dazu eine Einschätzung abzugeben”, ergänzt der Brite. Einen Hinweis auf die tatsächlichen Kräfteverhältnisse gibt er dann aber doch: “Wenn man sich die GPS-Daten ansieht, bekommt man ein deutlich genaueres Bild.” Aston Martin setzt auf Entwicklung bei Honda Der Aston-Martin-Teamchef hält sich ohnehin mit konkreten Aussagen zurück. Auch die Frage, ob es eine Diskrepanz zwischen den Ergebnissen auf dem Prüfstand beziehungsweise in Simulationen und der tatsächlichen Performance oder dem Fahrverhalten auf der Rennstrecke gibt, beantwortet er nicht.
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“Das ist eine ziemlich komplexe Frage, auf die ich – auch aus Gründen des Schutzes geistigen Eigentums, sowohl von Honda als auch von unserer Seite – nicht im Detail eingehen kann”, sagt Newey. “Man kann jedoch wohl sagen, dass Honda mit dem Fortschritt, den sie in diesem Jahr erzielt haben, vermutlich ein wenig enttäuscht ist.” Formel-1-Quiz
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2,83% Prozent 6,77% Prozent 25,99% Prozent 3,38% Prozent Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Aber wie so oft in einer solchen Situation stärkt das nur die Entschlossenheit, den Weg weiterzugehen”, meint der Brite. “Letztlich ist die Zukunft für beide Unternehmen der entscheidende Aspekt. Wie ich bereits erwähnte: Sie sind sehr entschlossen.”
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Allerdings ändert sich die aktuelle Situation von Honda “natürlich nicht über Nacht”, so Newey, “aber sie verfügen inzwischen über sehr fähige Leute und haben gute Prozesse etabliert.” Mit Blick auf die kommende Saison bleibt der Ingenieur deshalb zuversichtlich. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Bei Honda laufen derzeit viele Projekte und es wird viel Energie investiert. Manches davon befindet sich vielleicht noch in einem frühen Entwicklungsstadium, aber es ist sehr vielversprechend”, meint der Teamchef, der sich mit konkreten Prognosen zurückhält: “Es ist noch zu früh, um genau zu sagen, wo die Antriebseinheit zu Saisonbeginn stehen wird.”
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