Ocon gibt nicht auf: “Möchte nächstes Jahr in der Startaufstellung stehen”

Ocon gibt nicht auf: “Möchte nächstes Jahr in der Startaufstellung stehen”

 

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Es war bereits ein offenes Geheimnis, doch seit Mittwoch ist nun auch offiziell bekannt, dass Esteban Ocon und Haas am Ende des Jahres getrennte Wege gehen werden. Damit ist der Franzose nach aktuellem Stand der einzige Formel-1-Pilot, der sein Stammcockpit zum Saisonende abgeben wird.  Sutton Images Esteban Ocon sucht nach einem neuen Cockpit in der Formel 1

Entsprechend gering sind auch Ocons Chancen, für die kommende Saison ein neues Cockpit zu finden. Doch der aktuelle Haas-Pilot bleibt zuversichtlich. “In der Formel 1 ist alles möglich”, sagt der 30-Jährige. “Und ich will nächstes Jahr unbedingt wieder in der Startaufstellung stehen.” “Mein Fokus liegt auf der Formel 1. Das ist klar, dort gehöre ich hin, dort will ich sein”, betont Ocon, der in knapp 200 Rennen bislang nur einen einzigen Sieg feiern konnte. “Ich werde mich also nicht nach anderen Möglichkeiten umsehen, das ist ganz klar.”
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“Man weiß nie, was in der Formel 1 passieren kann. Wie Sie wissen, kann sich alles im Sekundentakt ändern. Deshalb arbeite ich noch an einer Lösung für nächstes Jahr. Sie werden informiert, sobald es Neuigkeiten gibt.” Ob er aktuell Gespräche über einen Stammplatz im nächsten Jahr führt? “Kein Kommentar”, sagt Ocon. Bleibt am Ende wieder nur die Rolle als Ersatzfahrer? Doch welche Möglichkeiten hätte Ocon derzeit überhaupt? Der Franzose war als möglicher Nachfolger von Valtteri Bottas bei Cadillac im Gespräch, pflegt allerdings auch gute Beziehungen zu Lawrence Stroll. Doch wie in dieser Woche ebenfalls bekannt gegeben wurde, setzt Aston Martin 2027 auf Fernando Alonso und Lance Stroll. Alonso vor dem Ende? Marc Surer: “Ein, zwei Jahre – und dann ist es gelaufen!” Video wird geladen…  

Ob der aktuelle Haas-Pilot vielleicht trotzdem auf das Cockpit von Alonso schielt, der nicht mehr ewig weitermachen wird? “Wir werden sehen”, will sich Ocon aktuell nicht in die Karten schauen lassen. “Ich meine, zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nichts entschieden. Ich werde jetzt nicht sagen, wohin ich gehe.” Nach aktuellem Stand bleibt aber wohl nur die Rolle als Test- und Ersatzfahrer. Eine Situation, die Ocon bereits kennt: Als ehemaliger Mercedes-Junior schielte der Franzose vor der Saison 2019 auf ein Cockpit bei den Silberpfeilen – als potenzieller Ersatz für Valtteri Bottas. Dazu kam es schlussendlich allerdings nicht. Auch die Cockpits bei McLaren und Renault gingen schließlich an Carlos Sainz beziehungsweise Daniel Ricciardo. Für Ocon blieb deshalb nur die Rolle als Ersatzpilot bei Mercedes. “Ich möchte das Gefühl von 2019 nicht noch einmal erleben”, gibt der Haas-Pilot, der damals sogar weinend im Mietwagen saß, jetzt zu. Aber “wenn es sein muss, werde ich es tun”, ergänzt Ocon, der seine negativen Erfahrungen aus der Saison 2019 letztlich immerhin noch verbessern konnte: Denn schon nach einem Jahr Pause schnappte sich der Franzose damals das Renault-Cockpit von Nico Hülkenberg. Esteban Ocon selbstbewusst: “Ich verdiene es, hier zu sein” “Ich musste in der Formel 1 immer hart kämpfen”, blickt Ocon auf die vergangenen zehn Jahre zurück. “Alles, was ich erreicht habe, wurde mir nicht geschenkt. Ich hatte immer wieder schwierige Momente. Leute haben mich runtergezogen, mir das Leben schwer gemacht.”
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“Aber ich habe immer gezeigt, dass ich mit Widerstandsfähigkeit, harter Arbeit und Motivation diese Momente überwinden kann. Und genau das werde ich auch weiterhin tun. Es gibt noch Hoffnung. Und Hoffnung ist es, die mich motiviert, auf Kurs zu bleiben, was gut ist.”  circuitpics.de Esteban Ocon fährt Teamkollege Oliver Bearman bei Haas hinterher

An Selbstvertrauen mangelt es dem 30-Jährigen jedenfalls nicht: Nach dem Großen Preis von Aserbaidschan am vergangenen Samstag, bei dem Ocon als Achter ins Ziel kam, bezeichnete er sich als “einer der besten Fahrer” in der Formel 1. Dabei war Baku erst sein drittes Punkteergebnis in dieser Saison.
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“Ja, es ist frustrierend, weil es eigentlich nicht so sein sollte”, spielt der Haas-Pilot darauf an, dass ihm derzeit nicht das konkurrenzfähigste Material zur Verfügung steht. “Aber ich werde nicht auf die Vergangenheit eingehen. Ich schaue nach vorn, ich schaue in die Zukunft. Darauf kommt es an.” “Aber ich verdiene es, hier zu sein. Ich habe hart dafür gearbeitet. Wir haben davon profitiert, all diese Probleme sehr früh zu erkennen, seit ich im Team bin, und das war für alle sehr gut. Also, natürlich denke ich nicht, dass ich das für die Zukunft verdiene.” “Aber in der Formel 1 gibt es ständig neue Möglichkeiten”, will Ocon seinen Traum von einem Stammcockpit im nächsten Jahr offenbar noch nicht aufgeben. “Und darauf konzentriere ich mich. Ich schaue in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit.” Ocon wird Haas nach der Saison “erhobenen Hauptes verlassen” Zu den Gründen für sein Haas-Aus will sich Ocon allerdings nicht äußern. “Ich habe dazu nichts weiter zu sagen”, wird er deutlich. “Ich schaue nach vorn, nicht zurück. Ich werde die Gründe oder mögliche Ursachen nicht kommentieren. Ich kenne die Gründe.”
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“Ich werde sie nicht preisgeben. Aber die Gründe liegen nicht in der Leistung, das ist klar.” Ocon startet seit der Saison 2025 für Haas: “Ich wurde geholt, um zu helfen, und ich denke, das habe ich getan. Deshalb werde ich das Projekt am Ende der Saison erhobenen Hauptes verlassen.” Formel-1-Quiz
Die beste Startposition von Esteban Ocon in der Formel 1 war Platz?
4 9 2 3 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Ich habe in vielerlei Hinsicht profitiert”, meint der Franzose. “Ich habe geholfen, Probleme am Auto zu diagnostizieren und die Fahrzeuge viel schneller wieder auf die Strecke zu bringen, als es ohne meine Anwesenheit möglich gewesen wäre, da ich viele Dinge, die wir später in den Griff bekamen, als Erster erlebt habe.”
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“Ich war in all dem immer sehr direkt, und genau deshalb wurde ich auch in dieses Team geholt – um direkt und ohne Politik zu sein.” Wenn etwas nicht funktioniert, stellt sich der Formel-1-Pilot immer selbst an erste Stelle. “Von da an geht es weiter”, meint er. “Aber ich sitze hier nicht und denke: ‘Ich bin der Beste der Welt, ich kann mich einfach zurücklehnen und nicht arbeiten.’ Ich arbeite hart”, sagt Ocon. “Ich arbeite mehr als jeder andere. Und das sage ich ganz offen. Im Simulator, mit dem Team, in den Ingenieursbesprechungen, in der Fabrik – all das mache ich schon immer.” Aktuell fokussiert sich Ocon darauf, einen guten Eindruck zu hinterlassen – und sich vielleicht auch auf diese Weise noch einmal bei dem ein oder anderen Team ins Gespräch zu bringen. “In den letzten Rennen haben wir uns ganz gut geschlagen, und für mich ist das der beste Weg zu zeigen, dass ich immer noch in die Formel 1 gehöre”, sagt er.
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“Natürlich brauche ich das passende Auto, das wir über viele Rennen hinweg nicht hatten, auch letztes Jahr nicht”, erinnert der aktuelle Haas-Pilot, aber “wenn wir das haben, sollte es funktionieren, wie in Baku und Madrid. Wir werden sehen.”

 
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