Ohne Boxenfunk im Sepang-Chaos: Liam Lawson hat sich “nie so allein gefühlt”
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Die verrückte Einführungsrunde vor dem Großen Preis von Bahrain in Malaysia, als gleich mehrere Formel-1-Piloten wegen eines Software-Problems ohne Vortrieb ausrollten, sorgte für Chaos. Und ausgerechnet in dieser Phase funktionierte bei Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson der Funk nicht. LAT Images Liam Lawson hatte während der Einführungsrunde keinen Funk zum Team
“Ehrlich gesagt hatte ich keinen Funk – und ich wusste schon vor der Einführungsrunde, dass der Funk nicht ging”, verrät der Neuseeländer über die fehlende Verbindung zu seinem Team. “Ich war also sehr gestresst, weil es gerade beim diesjährigen Auto so viele Abläufe gibt, die man beachten muss.” Dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, als der Funk nicht funktionierte, auch noch das verrückte Software-Problem auftrat, war ein unglücklicher Zufall. “Ich hatte buchstäblich keine Ahnung, was vor sich ging”, beschreibt Lawson die Situation. “Ich wusste nicht, welchen Modus ich einstellen sollte.”
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Der Racing-Bulls-Pilot ging vom elften Startplatz ins Rennen und merkte schnell, dass etwas nicht stimmte. “Ich musste im Vorbeifahren auf meine Boxentafel schauen, um eine bestimmte Schalteränderung abzulesen”, sagt der 24-Jährige. “Es war sehr stressig und ich habe mich wohl noch nie so auf mich allein gestellt gefühlt.” Verstappen siegt in Malaysia: Ist Russells WM-Traum jetzt endgültig vorbei? Video wird geladen…
“Und natürlich war es sehr verwirrend, als alle Autos langsamer wurden, aber ich konnte mich eben nicht mit dem Team absprechen”, erinnert Lawson. “Ich wusste nicht, ob ich überholen durfte oder was auch immer – es herrschte einfach große Verwirrung.” Liam Lawson in Malaysia “sehr glücklich und stolz” Zum Glück für den Racing-Bulls-Piloten wurde der Startvorgang abgebrochen, sodass alle Autos zunächst wieder an die Box kamen. Anschließend konnte auch das Funkproblem endgültig behoben werden, und der Start des Rennens verlief für Lawson anschließend traumhaft. Denn der 24-Jährige raste vom elften Startplatz bis auf die vierte Position nach vorne und duellierte sich dort mit Max Verstappen im Red Bull. “Ich hatte von meiner Startposition aus nicht erwartet, in Kurve 1 gegen Max zu kämpfen, aber das Auto hat super funktioniert”, sagt Lawson. “Ich bin einfach sehr glücklich und stolz auf das Team”, ergänzt der Neuseeländer, der mit Intermediates startete. “Wir haben heute bei der Reifenwahl genau die richtigen Entscheidungen getroffen – auch wenn ich manchmal daran gezweifelt habe, ehrlich gesagt.” Sepang: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
“Wir hatten auch ein ziemlich schnelles Auto; besonders der zweite Stint war sehr stark bei uns.” Zwar zogen im Verlauf des Rennens sowohl die beiden Ferrari-Piloten als auch Isack Hadjar (Red Bull) und Oscar Piastri (McLaren) noch vorbei, doch mit dem siebten Platz holte Lawson das Maximum heraus. Racing Bulls setzt sich weiter von Alpine ab Denn “am Ende hatten wir natürlich auch viel Glück”, erinnert der Racing-Bulls-Pilot vor allem an den Ausfall von Mercedes-Pilot George Russell sowie den Fauxpas von Weltmeister Lando Norris im McLaren. Kurz vor Schluss lag Lawson eigentlich noch auf der neunten Position. Nur den Platzverlust gegen Piastri bereut der 24-Jährige rückblickend. “Ich habe mich vor Kurve 4 nicht wirklich hart verteidigt, sondern einfach etwas früher gebremst, weil ich erwartet hatte, dass sie deutlich schneller sein würden”, erklärt er. “Letztendlich sind sie uns aber gar nicht so sehr davongefahren.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel-1-Newsticker
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Dennoch ist Lawson mit dem siebten Platz “zufrieden”, denn Alpine geht auch in Malaysia mal wieder leer aus. “Es sind jetzt zwei Rennwochenenden, an denen sie etwas schneller waren als wir, wir es aber trotzdem geschafft haben, mehr Punkte zu holen als sie”, erinnert der Racing-Bulls-Pilot. “Von daher: Ich bin wirklich sehr zufrieden.”
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